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Arbeitsrechtslexikon

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Arbeitszeitkonto

Was ist ein Arbeitszeitkonto?
Arbeitszeitkonto ist ein Arbeitszeit-Erfassungssystem.
Hierbei wird auf schriftliche oder elektronische Weise die tatsächlich geleistete Arbeit (inklusive Urlaub, Krankheit, Überstunden etc.) des Mitarbeiters nachgehalten und mit der arbeitsvertraglich oder tarifvertraglich zu leistenden Arbeitszeit verrechnet. Hat der Arbeitnehmer mehr gearbeitet als vertraglich geschuldet, weist das Arbeitszeitkonto ein Guthaben auf, ansonsten ein Defizit.

Wer benutzt Arbeitszeitkonten?
Arbeitszeitkonten werden insbesondere geführt, wenn die tatsächlichen Arbeitszeiten unregelmäßig sind, wie bei Schichtarbeit, oder den schwankenden Anforderungen angepasst wird, wie bei Gleitzeit. Der Arbeitnehmer achtet dann lediglich darauf, sein Arbeitszeitkonto über einen gewissen Zeitraum, in der Regel monatsweise oder jahresweise auf Null zu halten.
Bei den derzeit bestehenden Typen von Arbeitszeitkonten dominieren eindeutig jene, die auf die flexible Verarbeitung von kurz- und mittelfristigen Änderungen der Markt- und Produktionsbedingungen reagieren. Die Flexi-Optionen der Beschäftigten bilden die abhängige Variable, die sich im Regelfall lediglich im vorgegebenen engen Rahmen betrieblicher Anpassungserfordernisse entfalten können. Sehr viel seltener sind dagegen Konzepte, die mithilfe von (langfristigen) Flexi-Angeboten an die Beschäftigten zugleich das Flexibilitätspotential der Betriebe erhöhen wollen. Sie finden sich vornehmlich in Firmentarifverträgen.

Welche Formen der Zeitkonten gibt es?
Es gibt Gleitzeitkonten, Mehrarbeitskonten, Jahresarbeitzeitkonten, Langzeitkonten und Lebensarbeitszeitkonten.

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