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<GLOSSARY>
  <INFO>
    <NAME>Arbeitslexikon</NAME>
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    <ENTRIES>
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        <CONCEPT>Abfindung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Abfindungen&amp;nbsp;sind Entsch&amp;auml;digungen, die gezahlt werden, wenn ein Arbeitnehmer seine Arbeit verliert. Aber nicht jeder Arbeitnehmer hat bei Verlust seines Arbeitsplatzes einen Anspruch auf eine Abfindung.&lt;br&gt;Ein Anspruch besteht&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;wenn bei einer betriebsbedingten K&amp;uuml;ndigung im Rahmen einer Betriebs&amp;auml;nderung ein Sozialplan besteht. Ein Sozialplan kann nur in Betrieben mit Betriebsrat durchgesetzt werden in denen mehr als 20 Arbeitnehmer besch&amp;auml;ftigt werden;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf einen schriftlichen Aufl&amp;ouml;sungsvertrag einigen, der eine Abfindung vorsieht;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;wenn der Arbeitgeber gem. &amp;sect; 1a KSchG in einer betriebsbedingten K&amp;uuml;ndigung eine Abfindung zusagt, deren H&amp;ouml;he 0,5 Monatsverdienste f&amp;uuml;r jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses betr&amp;auml;gt und der Arbeitnehmer keine K&amp;uuml;ndigungsschutzklage erhebt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;wenn ein Arbeitsgericht eine K&amp;uuml;ndigung f&amp;uuml;r unwirksam erkl&amp;auml;rt und auf Antrag des Arbeitnehmers das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis gegen Zahlung einer Abfindung aufl&amp;ouml;st.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;Abfindungsanspr&amp;uuml;che k&amp;ouml;nnen verfallen, wenn sie nicht rechtzeitig innerhalb einer Ausschlussfrist, die der Tarif- oder Arbeitsvertrag regelt, geltend gemacht und gegebenenfalls eingeklagt werden. F&amp;uuml;r Abfindungen bei Verlust des Arbeitsplatzes m&amp;uuml;ssen keine Sozialversicherungsbeitr&amp;auml;ge gezahlt werden, wohl aber Steuern.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Abmahnung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Eine Abmahnung kann schriftlich oder m&amp;uuml;ndlich erfolgen. Sie ist die Vorstufe zu einer K&amp;uuml;ndigung. Wenn ein Arbeitgeber ein konkretes Fehlverhalten des Arbeitnehmers im Wiederholungsfall zum Anlass einer K&amp;uuml;ndigung nehmen will, spricht er eine Abmahnung aus. Sie soll dem Arbeitnehmer eine letzte Gelegenheit geben, sein Verhalten zu &amp;auml;ndern. Im Wiederholungsfall zur K&amp;uuml;ndigung f&amp;uuml;hren kann zum Beispiel unentschuldigtes Fehlen, Unp&amp;uuml;nktlichkeit, Alkoholmissbrauch, Missachtung der Weisungen von Vorgesetzten oder Qualit&amp;auml;tsm&amp;auml;ngel bei der Arbeit. &lt;br&gt;Abmahnungen m&amp;uuml;ssen keine bestimmte Form haben. Wichtig ist allein der Inhalt der Abmahnung. Das Fehlverhalten muss nur detailliert und konkret geschildert sein. Der Arbeitnehmer muss erkennen k&amp;ouml;nnen, was genau ihm vorgeworfen wird. Unwirksam ist daher eine Abmahnung wegen nicht n&amp;auml;her beschriebenen &amp;bdquo;ungeb&amp;uuml;hrlichen Verhaltens&amp;ldquo;. Auch die allgemeine Androhung von Konsequenzen ist nicht ausreichend. Es muss deutlich werden, dass das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis gef&amp;auml;hrdet ist oder eine K&amp;uuml;ndigung droht. Bevor der Arbeitgeber (oder ein von ihm Bevollm&amp;auml;chtigter) die Abmahnung ausspricht, muss er den Betriebsrat nicht anh&amp;ouml;ren. Ehe aber eine K&amp;uuml;ndigung ausgesprochen wird, muss der Arbeitgeber muss den Betriebsrat &amp;uuml;ber die vorangegangene Abmahnung informieren. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Bevor der Arbeitgeber die Abmahnung endg&amp;uuml;ltig der Personalakte beif&amp;uuml;gt, muss er den Besch&amp;auml;ftigten informieren. Bei dieser Anh&amp;ouml;rung kann der Arbeitnehmer seine Sicht der Dinge darstellen. Diese Erkl&amp;auml;rung sollte &amp;ndash; wenn es nicht gelingt, die Abmahnung abzuwenden &amp;ndash; schriftlich festgehalten und als Gegendarstellung zur Personalakte gereicht werden. So kann bei einem m&amp;ouml;glichen sp&amp;auml;teren K&amp;uuml;ndigungsprozess ein Richter feststellen, ob die Abmahnung gerechtfertigt war.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In bestimmten F&amp;auml;llen kann der Arbeitnehmer verlangen, dass die Abmahnung wieder aus der Personalakte genommen wird, etwa:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;wenn er f&amp;uuml;r eine Handlung abgemahnt wurde, die er gar nicht begangen hat,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;wenn der Gleichbehandlungsgrundsatz missachtet wurde (ein Arbeitnehmer wird abgemahnt, ein anderer aber nicht),&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;wenn die Abmahnung sich auf mehrere Pflichtverletzungen bezieht, die aber nicht alle begangen wurden,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;wenn die Formulierungen ehrverletzend sind.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Abmahnungen, die rechtlich &amp;bdquo;wasserdicht&amp;ldquo; sind, bleiben in der Personalakte. Sie verlieren aber ihre Wirkung, wenn &amp;uuml;ber l&amp;auml;ngere Zeit keine Pflichtverst&amp;ouml;&amp;szlig;e vorkommen. L&amp;auml;uft das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis anschlie&amp;szlig;end jahrelang ohne Beanstandungen, m&amp;uuml;ssen fr&amp;uuml;here Abmahnungen aus der Personalakte gel&amp;ouml;scht werden. &lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Akkordarbeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Akkordarbeit ist Arbeit, deren Bezahlung sich nach der geleisteten Arbeitsmenge richtet. Dabei ist nicht die Zahl der Arbeitsstunden sondern die produzierte Menge Grundlage f&amp;uuml;r die Berechnung des Arbeitslohns. &lt;br&gt;Es gibt Zeitakkord und Geldakkord. Beim Zeitakkord gibt es f&amp;uuml;r eine zu produzierende Mindestmenge einen Grundlohn, dar&amp;uuml;ber hinaus erbrachte Arbeitsleistung wird mit einem Akkordzuschlag entlohnt. Beim eher seltenen Geldakkord entf&amp;auml;llt der Grundlohn, der Arbeitslohn wird vollst&amp;auml;ndig auf Grundlage der hergestellten Menge berechnet. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Menschen, die im Akkord arbeiten, gehen oft an die Grenzen ihrer Leistungsf&amp;auml;higkeit. Nicht zuletzt deshalb ist Akkordarbeit in der Regel mit besonderen gesundheitlichen Gefahren verbunden. Werdende M&amp;uuml;tter und Jugendliche unter 18 Jahren d&amp;uuml;rfen aus diesem Grund auch keine Akkordarbeit leisten. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Durch Akkordarbeit soll ein Anreiz gegeben werden, die Leistung der Besch&amp;auml;ftigten zu steigern. Sie setzt aber voraus, dass die Arbeitssysteme so gestaltet sind, dass keine nennenswerten St&amp;ouml;rungen im Arbeitsablauf entstehen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Weil Akkordarbeit wesentliche Nachteile auch f&amp;uuml;r den Betrieb hat, wird sie immer seltener praktiziert. Akkordarbeit geht oft zu Lasten der Qualit&amp;auml;t. Schlechtere Qualit&amp;auml;t der Werkst&amp;uuml;cke aber f&amp;uuml;hrt auch zu h&amp;ouml;heren Kosten f&amp;uuml;r den Betrieb, wenn f&amp;uuml;r die Qualit&amp;auml;tssicherung gesonderte Ma&amp;szlig;nahmen getroffen werden m&amp;uuml;ssen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Akkordarbeiter melden sich oft schon bei leichteren Erkrankungen arbeitsunf&amp;auml;hig. Der Grund: auch leichte Erkrankungen mindern die Arbeitsleistung und damit das Einkommen. Akkordarbeit f&amp;uuml;hrt daher auch zu einem h&amp;ouml;heren Krankenstand.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus den folgenden Gr&amp;uuml;nden zu verhindern oder zu beseitigen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;des Geschlechts&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;der Religion oder Weltanschauung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;einer Behinderung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;des Alters oder&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;der sexuellen Identit&amp;auml;t&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;An das Verbot der Benachteiligung gem. &amp;sect; 6 Abs. 2 AGG haben sich alle Arbeitgeber, sowohl nat&amp;uuml;rliche als auch juristische Personen zu halten. Auch Vorgesetzte und andere Mitarbeiter und Kollegen, aber auch Kunden kommen mit dem Gesetz in Konflikt, wenn sie jemanden aus den oben genannten Gr&amp;uuml;nden benachteiligen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Als Bereiche, wo die Benachteiligung verboten ist, definiert das Gesetz Bewerbungs- und Einstellungsverfahren, den beruflichen Aufstieg (Bef&amp;ouml;rderung), Besch&amp;auml;ftigungs- und Arbeitsbedingungen &amp;ndash; auch hinsichtlich Arbeitsentgelt und Entlassungsbedingungen. Dar&amp;uuml;ber hinaus ist das Gesetz beim Zugang zu allen Formen und Ebenen der Berufsberatung, Berufsbildung, Berufsausbildung, Weiterbildung und Umschulung anzuwenden und gilt bei der Mitgliedschaft und Mitwirkung in der Besch&amp;auml;ftigtenvertretung einschlie&amp;szlig;lich deren Inanspruchnahme.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Alternsgerecht</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;In vielen Betrieben steigt der Altersdurchschnitt der Belegschaften seit Jahren. Damit auch die &amp;auml;lteren Kollegen eine gute Arbeitsleistung bringen, m&amp;uuml;ssen die Betriebe beizeiten ein entsprechendes &amp;ndash; alternsgerechtes &amp;ndash; Arbeitsumfeld schaffen. Alternsgerecht im Betrieb hei&amp;szlig;t auch, f&amp;uuml;r die Zukunft zu planen, darauf zu achten, dass Menschen sich in jungen Jahren nicht &amp;uuml;bernehmen, dass sie sich stetig weiterbilden. Alternsgerecht hei&amp;szlig;t auch, die Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterst&amp;uuml;tzen. &lt;br&gt;Alternsgerechte Arbeitsgestaltung ist f&amp;uuml;r alle Altersgruppen wichtig. Damit im Laufe eines langen Berufslebens m&amp;ouml;glichst wenige Einschr&amp;auml;nkungen in der Leistungs- und Einsatzf&amp;auml;higkeit entstehen, m&amp;uuml;ssen entsprechende Gestaltungsma&amp;szlig;nahmen am Arbeitsplatz bereits bei j&amp;uuml;ngeren Besch&amp;auml;ftigten beginnen. Alternsgerechte Arbeit meint auch den Einsatz von Hilfsmitteln, die k&amp;ouml;rperliche T&amp;auml;tigkeiten erleichtern oder l&amp;auml;ngere Erholungspausen f&amp;uuml;r &amp;Auml;ltere. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Schwer-Heben und -Tragen, krumme K&amp;ouml;rperhaltung oder &amp;Uuml;ber-Kopf-Arbeit halten 20-J&amp;auml;hrige zwar besser aus. Gesund ist es aber in keinem Alter. Ungesunde k&amp;ouml;rperliche Anstrengung sollten auch junge Besch&amp;auml;ftigte m&amp;ouml;glichst vermeiden. Das gleiche gilt f&amp;uuml;r Stress. Wenn immer weniger Leute immer mehr produzieren sollen, sto&amp;szlig;en auf Dauer selbst die Jungen an ihre Grenzen. In diesem Sinne setzt alternsgerecht auf allen Ebenen an: bei der Arbeitsgestaltung und -organisation, der Arbeitszeit, der Gesundheitsf&amp;ouml;rderung und bei der Aus- und Weiterbildung.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Altersvorsorgewirksame Leistungen</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Der Tarifvertrag Altersvorsorgewirksame Leistungen (TV AVWL) ist ein bundesweit g&amp;uuml;ltiger Tarifvertrag f&amp;uuml;r die Metall- und Elektroindustrie. Gewerkschaftsmitglieder in tarifgebundenen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie haben demnach einen Anspruch auf monatlich 26,59 Euro (Auszubildende 13, 29 Euro) f&amp;uuml;r eine Altersvorsorge. Seit 2008 gibt es auch f&amp;uuml;r die Holz- und Kunststoff verarbeitende Industrie einen Tarifvertrag Altersvorsorge. Demnach bekommen in den betreffenden Tarifgebieten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie Vollzeitbesch&amp;auml;ftigte und auch Auszubildende j&amp;auml;hrlich etwa 375 Euro f&amp;uuml;r die zus&amp;auml;tzliche Altersvorsorge. Der genaue Betrag ist von der jeweiligen Regelung im Tarifgebiet abh&amp;auml;ngig und erh&amp;ouml;ht sich mit den tarifvertraglichen Entgelterh&amp;ouml;hungen. Die Anlagem&amp;ouml;glichkeiten f&amp;uuml;r die Altersvorsorgewirksamen Leistungen definiert der Tarifvertrag. Die AVWL flie&amp;szlig;t entweder in eine f&amp;ouml;rderf&amp;auml;hige private Altersvorsorge oder in eine Altersvorsorgezusage des Arbeitsgebers; eine Barauszahlung ist ausgeschlossen. Je nach Anlageform gew&amp;auml;hrt der Staat unterschiedliche Verg&amp;uuml;nstigungen. &lt;br&gt;Die m&amp;ouml;glichen Anlagearten sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Privater Altersvorsorgevertrag: Der Vertrag muss gem&amp;auml;&amp;szlig; Paragraf 10, 88 ff Einkommenssteuergesetz (EStG) f&amp;ouml;rderf&amp;auml;hig sein.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Entgeltumwandlung in eine arbeitnehmerfinanzierte Altersversorgungszusage des Arbeitgebers: Der Arbeitgeber zahlt das Geld direkt ein. Der Betrag wird direkt vom Bruttolohn abgezogen. Dadurch sinkt das Einkommen und es fallen &amp;ndash; in der Regel &amp;ndash; weniger Lohnsteuern und Sozialabgaben an.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Betriebsrente: Wenn es eine freiwillige Betriebsvereinbarung dazu gibt, kann der Arbeitgeber eine sogenannte arbeitgeberfinanzierte Altersversorgungszusage anbieten. Dabei zahlt der Arbeitgeber das Geld in die Betriebsrente ein, es wird nie Teil des Entgelts des Arbeitnehmers.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Welche der Alternativen die g&amp;uuml;nstigste ist, kommt auf die individuellen Verh&amp;auml;ltnisse an. Dabei gilt: Je geringer das Einkommen und je h&amp;ouml;her die Kinderzahl, umso vorteilhafter ist es, zu &amp;bdquo;riestern&amp;ldquo;. Ein Durchschnittsverdiener ohne Kinder f&amp;auml;hrt meist besser mit einer Entgeltumwandlung. Wichtig f&amp;uuml;r Auszubildende: Die Entgeltumwandlung kann das Kindergeld retten. Wer durch Umwandlung unter die Einkommensfreigrenze von 8004 Euro im Jahr f&amp;auml;llt, bekommt weiterhin das Kindergeld. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Alle drei Modelle sind beim Arbeitgeber zu beantragen. Zudem ist bei der ersten und zweiten Alternative ein Vertrag mit einem entsprechenden Versicherungsanbieter notwendig. Der Tarifvertrag &amp;uuml;ber AVWL ist die Weiterf&amp;uuml;hrung des Tarifvertrages &amp;uuml;ber verm&amp;ouml;genswirksame Leistungen, kurz VWL. Die entscheidende Ver&amp;auml;nderung: Besch&amp;auml;ftigte k&amp;ouml;nnen die Leistungen nur noch zur Altersvorsorge nutzen. Bestehende Alt-Vertr&amp;auml;ge bleiben g&amp;uuml;ltig, k&amp;ouml;nnen aber nicht mehr verl&amp;auml;ngert werden. Wer nach Ablauf in den Genuss von AVWL kommen will, muss einen neuen Vertrag abschlie&amp;szlig;en.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Änderungskündigung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Will ein Arbeitgeber den Arbeitsvertrag eines Besch&amp;auml;ftigten ver&amp;auml;ndern, braucht er daf&amp;uuml;r dessen Einverst&amp;auml;ndnis. &amp;Uuml;ber den Weg einer &amp;Auml;nderungsk&amp;uuml;ndigung kann er durch eine ordentliche oder au&amp;szlig;erordentliche K&amp;uuml;ndigung den geltenden Vertrag beenden und gleichzeitig einen anderen Vertrag zu anderen &amp;ndash; in der Regel schlechteren &amp;ndash; Bedingungen anbieten. Solll der Arbeitnehmer etwa in einer anderen Abteilung des Unternehmens mit ver&amp;auml;nderter Arbeitszeit und schlechterer Bezahlung eingesetzt werden, muss er einen neuen Arbeitsvertrag bekommen &amp;ndash; deshalb ist eine &amp;Auml;nderungsk&amp;uuml;ndigung n&amp;ouml;tig. &lt;br&gt;Gruds&amp;auml;tzlich ist auch eine &amp;Auml;nderungsk&amp;uuml;ndung eine echte K&amp;uuml;ndigung. Daher m&amp;uuml;ssen die entsprechenden Voraussetzungen wie K&amp;uuml;ndigungsfrist, Information des Betriebsrats erf&amp;uuml;llt werden. In der Folge ist sie mit dem Angebot verbunden, das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis zu ge&amp;auml;nderten Bedingungen fortzusetzen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Besch&amp;auml;ftigte muss innerhalb von drei Wochen auf die &amp;Auml;nderungsk&amp;uuml;ndigung reagieren. Dabei gibt es drei M&amp;ouml;glichkeiten:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Er nimmt das Angebot des Arbeitgebers an. Dann wird das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis nach Ablauf der dreiw&amp;ouml;chigen Frist unter den neuen Bedingungen weitergef&amp;uuml;hrt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Er lehnt das Angebot ab. Damit wird das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis zu dem genannten K&amp;uuml;ndigungstermin komplett beendet. Der Arbeitnehmer kann nur noch eine K&amp;uuml;ndigungsschutzklage erheben.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Er nimmt das Angebot unter Vorbehalt an. Das hei&amp;szlig;t, der Arbeitnehmer akzeptiert die K&amp;uuml;ndigung grunds&amp;auml;tzlich, jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. Das gibt ihm die M&amp;ouml;glichkeit, die Bedingungen des ge&amp;auml;nderten Arbeitsvertrages auf ihre Rechtm&amp;auml;&amp;szlig;igkeit und Zumutbarkeit pr&amp;uuml;fen zu lassen. In diesem Fall muss Innerhalb von drei Wochen nach Zugang der K&amp;uuml;ndigung eine K&amp;uuml;ndigungsschutzklage erhoben werden. Dann muss das Gericht &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fen, ob die Gr&amp;uuml;nde f&amp;uuml;r die K&amp;uuml;ndigung ausreichend waren, und ob die neuen Bedingungen zumutbar sind. Wenn der Arbeitnehmer das Verfahren gewinnt, wird sein Arbeitsverh&amp;auml;ltnis zu den bisherigen Bedingungen am alten Arbeitsplatz fortgesetzt; gewinnt der Arbeitgeber, gelten die neuen Konditionen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Anerkennungstarifvertrag</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Ein Anerkennungstarifvertrag ist ein Tarifvertrag mit einem (nicht &amp;uuml;ber den Arbeitgeberverband tarifgebundenen) Arbeitgeber, in dem die Geltung der Tarifvertr&amp;auml;ge einer Branche vereinbart (&amp;bdquo;anerkannt&amp;ldquo;) wird. Verbesserungen im Fl&amp;auml;chentarifvertrag kommen den IG Metall-Mitgliedern des Betriebs automatisch zugute, soweit auf die jeweils aktuelle Fassung der Tarifvertr&amp;auml;ge verwiesen wird. In der Regel werden alle Tarifvertr&amp;auml;ge aus der Fl&amp;auml;che anerkannt, es kann aber auch die Anerkennung nur einzelner Tarifvertr&amp;auml;ge (zum Beispiel Manteltarifvertrag) vereinbart werden. Je nach Gestaltung k&amp;ouml;nnen die Besch&amp;auml;ftigten auch bei der Tarifbewegung ihrer Branche aktiv mitmachen (hierzu rechtzeitig die IG Metall Bezirksleitung fragen).&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Arbeitnehmerhaftung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Arbeitnehmerhaftung?&lt;/strong&gt;Unter Arbeitnehmerhaftung versteht man &amp;uuml;blicherweise die Rechtsfolgen von Pflichtverletzungen des Arbeitnehmers bei seiner beruflichen T&amp;auml;tigkeit.&lt;br&gt;Verletzen Sie als Arbeitnehmer im Rahmen des Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses schuldhaft die Ihnen obliegenden arbeitsvertraglichen Pflichten &amp;ndash; die Arbeitspflicht oder eine der Nebenpflichten (Schutz- ud R&amp;uuml;cksichtnahmeplichten) &amp;ndash; und verursachen dadurch dem Arbeitgeber einen Schaden, k&amp;ouml;nnen Sie haftend gemacht werden. Der Schaden muss in Zusammenhang mit Ihrer Arbeit stehen. Grunds&amp;auml;tzlich liegt die Beweislast beim Arbeitgeber. Er hat den Beweis zu f&amp;uuml;hren, dass der Arbeitnehmer den Schaden verschuldet hat. Kann er diesen Nachweis nicht f&amp;uuml;hren, haftet er f&amp;uuml;r den Schaden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>ArbeitnehmerInnen</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Wer ist Arbeitnehmer/in?Die Gesamtheit der unter den pers&amp;ouml;nlichen Geltungsbereich eines Tarifvertrages fallenden ArbeitnehmerInnen umfa&amp;szlig;t in der Regel gewerbliche ArbeitnehmerInnen (ArbeiterInnen), Angestellte und Auszubildende. Ausgenommen ist meist (entweder teilweise oder aus der Gesamtheit der Regelungen) die Gruppe der leitenden Angestellten. Grunds&amp;auml;tzlich k&amp;ouml;nnen Tarifvertr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r alle oder mehrere Arbeitnehmergruppen oder f&amp;uuml;r jede Gruppe einzeln gelten (zum Beispiel Lohn-TV f&amp;uuml;r gewerbliche AN, Gehalts-TV f&amp;uuml;r Angestellte oder Ausbildungsverg&amp;uuml;tungs-TV f&amp;uuml;r Auszubildende). Der Begriff Arbeitnehmer/in wird auch verwendet, wenn Tarifvertr&amp;auml;ge nicht (mehr) nach gewerblichen ArbeitnehmerInnenn und Angestellten im sozialversicherungsrechtlichen Sinn unterscheiden (zum Beispiel Entgelt-TV f&amp;uuml;r ArbeitnehmerInnen).&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Arbeitsstättenausschuss</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Der Arbeitsst&amp;auml;ttenausschuss (ASTA) ist ein Gremium, das Regeln f&amp;uuml;r die Ausgestaltung von Arbeitsst&amp;auml;tten definiert. Diese Arbeitsst&amp;auml;ttenregeln legen zum Beispiel fest, wie warm oder kalt es an einem Arbeitsplatz sein darf, wie gro&amp;szlig; ein B&amp;uuml;ro mindestens sein muss oder welche Ma&amp;szlig;nahmen gegen Br&amp;auml;nde getroffen werden m&amp;uuml;ssen. In erster Linie geht es dabei um den Arbeitsschutz. &lt;br&gt;Der Ausschuss ist beim Bundesministerium f&amp;uuml;r Arbeit und Soziales angesiedelt und ber&amp;auml;t dieses in Fragen des Arbeitsschutzes beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsst&amp;auml;tten. Der ASTA hat 15 Mitglieder, vertreten sind die Gewerkschaften, die Arbeitgeber und die Unfallversicherungen, die L&amp;auml;nder und die Wissenschaft. Der Ausschuss tagt in der Regel zwei Mal im Jahr.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Arbeitsunfähigkeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Arbeitsunf&amp;auml;higkeit liegt vor, wenn der Arbeitnehmer auf Grund von Krankheit seine zuletzt ausge&amp;uuml;bte T&amp;auml;tigkeit nicht mehr aus&amp;uuml;ben kann. Auch wenn die weitere T&amp;auml;tigkeit die Gefahr bergen w&amp;uuml;rde, dass sich die Erkrankung verschlimmert, ist der Besch&amp;auml;ftigte arbeitsunf&amp;auml;hig. Entscheidend bei der Beurteilung sind die konkreten Bedingungen der bisherigen T&amp;auml;tigkeit. &lt;br&gt;Die Arbeitsunf&amp;auml;higkeit besteht auch w&amp;auml;hrend sogenannten Wiedereingliederungsphase &amp;ndash; der stufenweisen Wiederaufnahme der Arbeit nach l&amp;auml;ngerer Krankheit &amp;ndash; fort. Besch&amp;auml;ftigte sind auch w&amp;auml;hrend eines Krankenhausaufenthaltes und in der medizinischen Rehabilitationsphase arbeitsunf&amp;auml;hig. Ein arbeitsunf&amp;auml;hig erkrankter Arbeitnehmer hat er nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz Anspruch auf Fortzahlung seines Lohns f&amp;uuml;r h&amp;ouml;chstens sechs Wochen. Ab der siebenten Woche bekommt er von der Krankenkasse ein Krankengeld. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Arbeitnehmer ist gesetzlich verpflichtet, den Arbeitgeber &amp;uuml;ber seine Arbeitsunf&amp;auml;higkeit und die voraussichtliche Dauer der Erkrankung &amp;ndash; nicht aber &amp;uuml;ber die Art der Erkrankung, unverz&amp;uuml;glich zu informieren. Bei einer Arbeitsunf&amp;auml;higkeit, die l&amp;auml;nger als drei Kalendertage dauert, muss der Besch&amp;auml;ftigte eine &amp;auml;rztliche Bescheinigung &amp;uuml;ber die Arbeitsunf&amp;auml;higkeit vorlegen. Der Arbeitgeber kann aber diese Bescheinigung auch schon nach weniger als drei Kalendertagen verlangen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Ist ein Arbeitnehmer arbeitsunf&amp;auml;hig gemeldet, muss er alles tun, um gesund zu werden. Das hei&amp;szlig; aber nicht, dass er dauernd zu Hause bleiben muss. Wenn zum Beispiel psychische Probleme die Ursache f&amp;uuml;r die Arbeitsunf&amp;auml;higkeit sind, k&amp;ouml;nnen Sport oder andere Au&amp;szlig;er-Haus-Aktivit&amp;auml;ten der Gesundung sogar f&amp;ouml;rderlich sein.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Arbeitszeitkonto</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Arbeitszeitkonto?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Arbeitszeitkonto ist ein Arbeitszeit-Erfassungssystem. &lt;br&gt;Hierbei wird auf schriftliche oder elektronische Weise die tats&amp;auml;chlich geleistete Arbeit (inklusive Urlaub, Krankheit, &amp;Uuml;berstunden etc.) des Mitarbeiters nachgehalten und mit der arbeitsvertraglich oder tarifvertraglich zu leistenden Arbeitszeit verrechnet. Hat der Arbeitnehmer mehr gearbeitet als vertraglich geschuldet, weist das Arbeitszeitkonto ein Guthaben auf, ansonsten ein Defizit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wer benutzt Arbeitszeitkonten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Arbeitszeitkonten werden insbesondere gef&amp;uuml;hrt, wenn die tats&amp;auml;chlichen Arbeitszeiten unregelm&amp;auml;&amp;szlig;ig sind, wie bei Schichtarbeit, oder den schwankenden Anforderungen angepasst wird, wie bei Gleitzeit. Der Arbeitnehmer achtet dann lediglich darauf, sein Arbeitszeitkonto &amp;uuml;ber einen gewissen Zeitraum, in der Regel monatsweise oder jahresweise auf Null zu halten.&lt;br&gt;Bei den derzeit bestehenden Typen von Arbeitszeitkonten dominieren eindeutig jene, die auf die flexible Verarbeitung von kurz- und mittelfristigen &amp;Auml;nderungen der Markt- und Produktionsbedingungen reagieren. Die Flexi-Optionen der Besch&amp;auml;ftigten bilden die abh&amp;auml;ngige Variable, die sich im Regelfall lediglich im vorgegebenen engen Rahmen betrieblicher Anpassungserfordernisse entfalten k&amp;ouml;nnen. Sehr viel seltener sind dagegen Konzepte, die mithilfe von (langfristigen) Flexi-Angeboten an die Besch&amp;auml;ftigten zugleich das Flexibilit&amp;auml;tspotential der Betriebe erh&amp;ouml;hen wollen. Sie finden sich vornehmlich in Firmentarifvertr&amp;auml;gen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Welche Formen der Zeitkonten gibt es?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Es gibt Gleitzeitkonten, Mehrarbeitskonten, Jahresarbeitzeitkonten, Langzeitkonten und Lebensarbeitszeitkonten.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Aufhebungsvertrag</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Aufhebungsvertrag?&lt;/strong&gt;In einem Aufhebungsvertrag wird eine einvernehmliche Beendigung eines Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses, vertraglich geregelt. Als Arbeitnehmer sollten Sie den Aufhebungsvertrag vor der Unterzeichnung gr&amp;uuml;ndlich pr&amp;uuml;fen, da es kein gesetzliches Widerrufsrecht gibt und der Vertrag in aller Regel nicht r&amp;uuml;ckg&amp;auml;ngig gemacht werden kann. Wenn unabdingbare gesetzliche Schutzbestimmungen, tarifliche Vereinbarungen oder Betriebsvereinbarungen betroffen sind, sollten Sie den Betriebsrat oder die Mitarbeitervertretung informieren. Da Aufhebungsvertr&amp;auml;ge wie eigene K&amp;uuml;ndigungen bei der Agentur f&amp;uuml;r Arbeit gewertet werden, drohen immer Sperrfristen der Agentur f&amp;uuml;r Arbeit beim Bezug von Arbeitslosengeld wegen Arbeitsaufgabe .&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Ausbildungsnachweis</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Ausbildungsnachweis?&lt;/strong&gt;Der Ausbildungsnachweis ist das ausgef&amp;uuml;llte Berichtsheft. Dort werden alle T&amp;auml;tigkeiten eingetragen, die die Auszubildende w&amp;auml;hrend ihrer Berufsausbildung erlernen. Das F&amp;uuml;hren des Berichtsheftes ist Teil der Ausbildung und hat nach der Ausbildungsordnung eines jeden Berufes w&amp;auml;hrend der Arbeitszeit zu erfolgen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das F&amp;uuml;hren des Ausbildungsnachweises dient folgenden Zielen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Auszubildende und Ausbildende sollen zur Reflexion &amp;uuml;ber die Inhalte und den&lt;br&gt;Verlauf der Ausbildung angehalten werden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der zeitliche und sachliche Ablauf der Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule soll f&amp;uuml;r die an der Berufsausbildung Beteiligten (also auch die JAV und dem Betriebsrat) sowie die zur &amp;Uuml;berwachung der Berufsausbildung zust&amp;auml;ndigen Stellen (IHK und HWK) in einfacher Form nachvollziehbar und nachweisbar gemacht werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p style=&quot;text-align: left;&quot; align=&quot;right&quot;&gt;Der ordnungsgem&amp;auml;&amp;szlig; gef&amp;uuml;hrte Ausbildungsnachweis ist gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect; 43 Abs. 1 Nr. 2&amp;nbsp;BBiG / &amp;sect; 36 Absatz 1 Nr. 2 HwO Zulassungsvoraussetzung zur Abschluss-/ Gesellenpr&amp;uuml;fung.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Ausbildungsvertrag</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Ausbildungsvertrag?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der Berufsausbildungsvertrag wird zwischen dem Ausbildenden und den Auszubildenden geschlossen. Ausbildender ist diejenige nat&amp;uuml;rliche oder juristische Person (z.B. GmbH), die einen anderen zur Berufsausbildung einstellt. Davon zu unterscheiden sind diejenigen, die die Ausbildung praktisch durchf&amp;uuml;hren. Das k&amp;ouml;nnen der Ausbildende selbst oder von ihm beauftragte Ausbilder oder Ausbilderinnen sein. Auszubildende sind diejenigen, die ausgebildet werden. Im Falle der Minderj&amp;auml;hrigkeit ist zum Vertragsschluss die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich. F&amp;uuml;r Jugendliche unter 18 Jahren darf ein Berufsausbildungsvertrag nur in einem anerkannten Ausbildungsberuf abgeschlossen werden. Ausbildungsberufe werden durch Rechtsverordnung gem. &amp;sect;&amp;sect; 4, 5 Berufsbildungsgesetz (BBiG) und &amp;sect;&amp;sect; 25, 26 Handwerksordnung (HwO) anerkannt. Solange dies nicht geschehen ist, sind gem. &amp;sect; 104 Abs. 1 BBiG die bisherigen Ordnungsmittel (Berufsbild, Berufsbildungsplan und Pr&amp;uuml;fungsanforderungen) bzw. gem. &amp;sect; 122 Abs. 4 HwO die fachlichen Vorschriften anzuwenden. Das amtliche Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe kann bei der Berufsberatung der Agentur f&amp;uuml;r Arbeit oder bei der zust&amp;auml;ndigen Stelle eingesehen werden. Ist durch den &amp;uuml;bereinstimmenden Willen, dass eine Ausbildung in diesem Ausbildungsberuf stattfinden soll, zwischen den Vertragspartnern der Ausbildungsvertrag zustande gekommen, so muss unverz&amp;uuml;glich, sp&amp;auml;testens vor Beginn der Berufsausbildung, die Vertragsniederschrift ausgefertigt werden. Als Niederschrift dient das von der zust&amp;auml;ndigen Stelle vorgesehene Muster des Berufsausbildungsvertrages.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;Welche Punkte muss der Ausbildungsvertrag mindestens enthalten?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung (in Form eines beiliegenden Ausbildungsplans oder Ausbildungsrahmenplans)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Beginn und Dauer der Berufsausbildung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ausbildungsma&amp;szlig;nahmen, die au&amp;szlig;erhalb der Ausbildungsst&amp;auml;tte stattfinden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Dauer der Probezeit&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Dauer des Urlaubs&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Dauer der regelm&amp;auml;&amp;szlig;igen t&amp;auml;glichen Arbeitszeit&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Zahlung und H&amp;ouml;he der Verg&amp;uuml;tung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gek&amp;uuml;ndigt werden kann&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Hinweise auf die Tarifvertr&amp;auml;ge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Berufsausbildungsverh&amp;auml;ltnis anzuwenden sind.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wer ist Arbeitgeber in der Ausbildung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Arbeitgeberseite ist immer der Vertragspartner, mit dem der Ausbildungsvertrag unterzeichnet wird &amp;ndash; also der Betrieb bei einer dualen Ausbildung, der Bildungstr&amp;auml;ger bei einer au&amp;szlig;erbetrieblichen Ausbildung oder die Schule bei einer vollzeitschulischen Ausbildung. F&amp;uuml;r einige vollzeitschulische Ausbildungen, die von Berufsschulen und Oberstufenzentren angeboten werden, wird kein Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Dann gilt die/der Auszubildende als Sch&amp;uuml;lerin bzw. Sch&amp;uuml;ler und kein Azubi.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Ausgleichsquittung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Ausgleichsquittung?&lt;/strong&gt;Ausgleichsquittung nennt man das Schriftst&amp;uuml;ck, das Ihnen Ihr Arbeitgeber beim Ausscheiden aus dem Unternehmen zur Unterschrift vorlegt. Sie sollen damit zum Beispiel den Erhalt Ihrer Abeitspapiere best&amp;auml;tigen oder dass Sie keine Anspr&amp;uuml;che mehr an das Unternehmen haben.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Außertarifliche Bezahlung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wer ist au&amp;szlig;ertarifliche Bezahlung (AT)?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Als &amp;bdquo;au&amp;szlig;ertariflich&amp;ldquo; gilt derjenige, der&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;eine Aufgabe hat, die h&amp;ouml;here Anforderungen stellt, als sie f&amp;uuml;r die h&amp;ouml;chste Tarifgruppe definiert ist und&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;ein Gehalt deutlich oberhalb dieser Tarifgruppe erh&amp;auml;lt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Die Abgrenzung zwischen tariflichen und au&amp;szlig;ertariflichen Besch&amp;auml;ftigten erfolgt in der Regel &amp;uuml;ber den Geltungsbereich der Manteltarifvertr&amp;auml;ge (MTV).&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was ist zu beachten?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;AT-Besch&amp;auml;ftigte erhalten ein h&amp;ouml;heres Entgelt, als dies die Tarifvertr&amp;auml;ge vorsehen. Aber Achtung: Die AT-Vertr&amp;auml;ge enthalten eine h&amp;ouml;here Arbeitszeit, meistens eine 40-Stunden-Woche. Auch sind &amp;Uuml;berstunden in der Regel meist mit dem AT-Gehalt bereits abgegolten&lt;br&gt;&amp;Uuml;berstunden sind meist mit einem AT-Vertrag abgegolten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Bekomme ich auch Entgelterh&amp;ouml;hungen nach Tarifrunden?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Tariferh&amp;ouml;hungen gibt es bei einem AT-Vertrag nicht. Trotzdem haben Sie Einfluss auf das Gehalt eines AT-Mitarbeiters: Wenn das Entgelt der h&amp;ouml;chsten Tarifgruppe durch eine Tariferh&amp;ouml;hung steigt, wird damit die Berechnungsgrundlage f&amp;uuml;r einen AT-Mitarbeiter angehoben. Die Tarifvertr&amp;auml;ge sehen h&amp;auml;ufig n&amp;auml;mlich einen Mindestabstand zum h&amp;ouml;chsten Tarifentgelt vor.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Bagatellkündigung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Nein, es ist keine Bagatelle, dem Chef 1,30 Euro zu unterschlagen. Aber es ist auch kein zwingender Grund f&amp;uuml;r eine K&amp;uuml;ndigung. Mit seiner Entscheidung im Fall &amp;bdquo;Emmily&amp;ldquo; hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) seine bisherige Rechtsprechung ge&amp;auml;ndert. Galt bislang oft der Grundsatz: &amp;bdquo;Wer stiehlt, fliegt.&amp;ldquo; hei&amp;szlig;t es nun: &amp;bdquo;Kommt drauf an.&amp;ldquo; Im Fall der Kassiererin entschieden die Richter, dass ihr Arbeitgeber sie weiterbesch&amp;auml;ftigen muss. Schlie&amp;szlig;lich arbeitete sie 31 Jahre bei ihm. Vertrauen, das in so langer Zeit gewachsen ist, kann nicht vollst&amp;auml;ndig durch das unerlaubte Einl&amp;ouml;sen von Pfandbons &amp;uuml;ber 1,30 Euro eingeb&amp;uuml;&amp;szlig;t werden. &lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kein Freibrief &lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Dieses Urteil ist kein Freibrief f&amp;uuml;r kleine Straftaten am Arbeitsplatz. Auch wer kleinere Sch&amp;auml;den anrichtet, riskiert seinen Job. Das Urteil bedeutet aber auch, dass bei einer K&amp;uuml;ndigung alle Interessen abgewogen werden m&amp;uuml;ssen. Selbst dann, wenn ein Arbeitnehmer tats&amp;auml;chlich gestohlen hat. Denn dem Schaden und Vertrauensverlusts des Arbeitgebers stehen die schwerwiegenden Folgen f&amp;uuml;r den Gek&amp;uuml;ndigten gegen&amp;uuml;ber. Ob eine K&amp;uuml;ndigung gerechtfertigt ist, h&amp;auml;ngt unter anderem davon ab, ob das Delikt den Kernbereich der Arbeitsaufgaben ber&amp;uuml;hrt und ob es sich eignet, das erworbene Vertrauen eng&amp;uuml;ltig zu zerst&amp;ouml;ren. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Im Fall &amp;bdquo;Emmily&amp;ldquo; entschied das Gericht: 31 Dienstjahre ohne Fehltritt wiegen schwerer als ein unerlaubt eingel&amp;ouml;ster Pfandbon. Eine Abmahnung reiche aus. Die Entscheidung des BAG wirkt sich &amp;uuml;brigens nicht nur auf Diebst&amp;auml;hle aus. Auch vor anderen verhaltensbedingten K&amp;uuml;ndigungen &amp;ndash; wie etwa bei Rangeleien oder Beleidigungen &amp;ndash; m&amp;uuml;ssen alle Umst&amp;auml;nde ber&amp;uuml;cksichtigt werden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Befristung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Befristung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Wenn ein Arbeitsvertrag auf bestimmte Zeit abgeschlossen wird, handelt es sich um einen befristeten Arbeitsvertrag. Die Befristung muss schriftlich festgehalten werden. Arbeitsvertr&amp;auml;ge k&amp;ouml;nnen mit und ohne sachliche Gr&amp;uuml;nde befristet werden. Ohne sachliche Gr&amp;uuml;nde k&amp;ouml;nnen sie jedoch nur f&amp;uuml;r zwei Jahre abgeschlossen werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Hintergrund&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Zukunftspl&amp;auml;ne schmieden wird f&amp;uuml;r viele Menschen immer schwieriger. Der Planungshorizont reicht oft nur noch bis zum Ende des Arbeitsvertrags, und das ist f&amp;uuml;r fast jeden 10. Arbeitnehmer inzwischen absehbar. Fast neun Prozent der Erwerbst&amp;auml;tigen zwischen 15 und 65 Jahren hatten 2008 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das meldete das Statistische Bundesamt. Damit erreichte diese Zahl nach 1991 einen neuen H&amp;ouml;chststand. Damals hatten nur sechs Prozent einen Job auf Zeit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;M&amp;ouml;glich machten den Boom der befristeten Vertr&amp;auml;ge mehrere Gesetzes&amp;auml;nderungen seit Mitte der 90er-Jahre. Sie erleichtern es Arbeitgebern, Besch&amp;auml;ftigte&amp;uuml;ber l&amp;auml;ngere Zeit befristet einzustellen. Nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz gibt es zwei M&amp;ouml;glichkeiten, Arbeitnehmer nur f&amp;uuml;r eine bestimmte Zeit einzustellen. Es kann erstens sachliche Gr&amp;uuml;nde daf&amp;uuml;r geben. So kann ein Arbeitgeber einen Besch&amp;auml;ftigten nicht unbefristet einstellen, wenn er eine Schwangerschaftsvertretung braucht. Auch bei Projekten, f&amp;uuml;r die bestimmte Qualifikationen nur f&amp;uuml;r einen bestimmten Zeitraum ben&amp;ouml;tigt werden, ist eine Befristung nachvollziehbar. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Gesetzgeber hat zudem die M&amp;ouml;glichkeit der &amp;bdquo;sachgrundlosen Befristung&amp;ldquo; geschaffen und sie seit Mitte der 90er-Jahre erweitert. Inzwischen k&amp;ouml;nnen Arbeitgeber, Besch&amp;auml;ftigte ohne Angabe von Gr&amp;uuml;nden bis zu zwei Jahre befristet einstellen. Dabei d&amp;uuml;rfen sie den Vertrag innerhalb der zwei Jahre dreimal verl&amp;auml;ngern. Das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis darf aber nicht unterbrochen werden, auch nicht f&amp;uuml;r einen Tag. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die IG Metall hat Lockerungen bei Befristungen immer kritisiert. Damit erreiche der Gesetzgeber nur ein Ziel: Der K&amp;uuml;ndigungsschutz wird ausgeschaltet. Eine Befristung, f&amp;uuml;r die es keinen Sachgrund gibt, ist aus Sicht der IG Metall &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig und nichts anderes als eine verl&amp;auml;ngerte Probezeit.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Berufsschule</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Berufsschule?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Im dualen System lernen Auszubildende im Betrieb oder Unternehmen sowie in der Berufsschule. Aber auch Auszubildende in anderen Modellen m&amp;uuml;ssen in die Berufsschule. Die Berufsschule hat die Aufgabe, die im Betrieb oder beim Bildungstr&amp;auml;ger erlangten Kompetenzen theoretisch zu erg&amp;auml;nzen und auszubauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;Wie &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fe ich die Qualit&amp;auml;t der Berufsschule?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Sind die Schulb&amp;uuml;cher inhaltlich gut und auf dem neuesten Stand?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sind die Inhalte des Unterrichts und der praktischen Ausbildung gut aufeinander abgestimmt?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gibt es f&amp;uuml;r den Unterricht ausreichend viele Lehrmittel beziehungsweise ist die Ausstattung meiner Berufsschule (Computer, Maschinen) auf dem neusten Stand?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ist der bauliche Zustand (B&amp;ouml;den, Decken, W&amp;auml;nde) meiner Berufsschule ist einwandfrei?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Werden alle Inhalte des Rahmenlehrplans abgedeckt?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fallen viele Unterrichtsstunden aus? Findet Lernortkooperation zwischen Schule und Betrieb statt und Ausbilder und Lehrkr&amp;auml;fte besprechen sich regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig?&lt;br&gt;Werden die Themen von meinen Lehrern verst&amp;auml;ndlich erkl&amp;auml;rt?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Wenn die Berufsschule M&amp;auml;ngel aufweist, k&amp;ouml;nnen sich Auszubildende an ihre &lt;a title=&quot;Titel&quot; href=&quot;http://www.igmetall.de/internet/view_ogs_suche.htm&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;IG Metall vor Ort&lt;/a&gt; wenden. Dort erhalten sie Rat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;Wie ist die Freistellung zur Berufsschule geregelt? &lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Wie viele Stunden Unterricht erteilt werden, zu welchen Zeiten, an welchen Tagen oder in Blockform sowie die Festlegung, an welchen Schulen der Unterricht stattfindet, regeln die Schulbestimmungen der KultusministerInnen. Die Verteilung der Unterrichtsstunden auf die einzelnen Wochentage von montags bis samstags, z.B. am Dienstag 6 und am Donnerstag 4 Unterrichtsstunden, wird in der Regel von der Gesamtkonferenz der Schule, nach Vorgaben entsprechender Richtlinien des Kultusministeriums, festgelegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu fr&amp;uuml;her wird nur noch ein Berufsschultag pro Woche auf die Arbeitszeit voll angerechnet. Deshalb versuchen Unternehmer oftmals auf die Schulen Einfluss zu nehmen. W&amp;uuml;rde beispielsweise bei einem 12-st&amp;uuml;ndigen Unterricht pro Woche derart verfahren werden, dass am ersten Tag 8 Stunden und am zweiten Tag 4 Stunden Unterricht stattfinden, k&amp;ouml;nnte der Unternehmer den Jugendlichen am zweiten Berufsschultag noch nachmittags im Betrieb besch&amp;auml;ftigen. Bei einem 6-st&amp;uuml;ndigen Unterricht w&amp;auml;re dies im Hinblick auf Pausen, Wegezeiten etc. kaum noch m&amp;ouml;glich.&lt;br&gt;Um den Jugendlichen bzw. Berufssch&amp;uuml;lerInnen nicht zu &amp;uuml;berfordern und einen optimalen Schul- bzw. Ausbildungserfolg sicherzustellen, sollten nicht mehr als 6 Unterrichtsstunden pro Tag erteilt werden. Bei einem 12-st&amp;uuml;ndigen Unterricht pro Woche hie&amp;szlig;e das an je 2 Tagen 6 Stunden.&lt;br&gt;Das Unternehmen muss in jedem Fall die Jugendlichen bzw. Auszubildenden zum Besuch der Berufsschule freigeben. Der Unterricht geht jeder T&amp;auml;tigkeit &amp;ndash; auch in Notf&amp;auml;llen &amp;ndash; im Betrieb vor. Damit ist f&amp;uuml;r jeden Jugendlichen auch ein Arbeitsverweigerungsrecht gegeben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was hei&amp;szlig;t &amp;Uuml;bernahme nach der Ausbildung? &lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&amp;Uuml;bernahme bedeutet, dass Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung von ihrem ausbildenden Betrieb oder Unternehmen &amp;uuml;bernommen werden, also weiterhin dort besch&amp;auml;ftigt sind. &lt;br&gt;Die &amp;Uuml;bernahme nach der Ausbildung im Betrieb ist f&amp;uuml;r Azubis eine Existenzfrage. Wer nach der Ausbildung ohne Berufserfahrung gehen muss, hat schlechte Aussichten: Wenn &amp;uuml;berhaupt einen Job, dann meist befristet, in Leiharbeit und schlecht bezahlt. Die IG Metall-Jugend hatte mit ihrer &amp;bdquo;Operation &amp;Uuml;bernahme&amp;ldquo; und rund 300 Aktionen Druck gemacht. Die IG Metall hat mit vielen Unternehmen ausgehandelt, dass die Auszubildenden nach der Ausbildung garantiert unbefristet &amp;uuml;bernommen werden. IG Metall-Mitglieder haben Anspruch darauf. Das hat dazu beigetragen, dass in Deutschland nicht wie in anderen L&amp;auml;ndern 20 oder gar &amp;uuml;ber 40 Prozent der jungen Menschen arbeitslos sind, sondern &amp;bdquo;nur&amp;ldquo; 9,1 Prozent.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Berufsunfähigkeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Berufsunf&amp;auml;hig ist, wer durch Krankheit, Unfall oder Invalidit&amp;auml;t in der Aus&amp;uuml;bung seines gelernten Berufs dauernd beeintr&amp;auml;chtigt ist und dieses &amp;auml;rztlich best&amp;auml;tigt bekommt. Mit Inkrafttreten der Rentenreform von 2001 wurde die gesetzliche Erwerbs- und Berufsunf&amp;auml;higkeitsversorgung stark eingeschr&amp;auml;nkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Berufsunf&amp;auml;higkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es nur noch f&amp;uuml;r Versicherte, die vor dem 02.01.1961 geboren sind. Sie genie&amp;szlig;en weiterhin Berufsschutz und k&amp;ouml;nnen nicht auf jede andere T&amp;auml;tigkeit verwiesen werden. Gegebenenfalls erhalten sie eine halbe Erwerbsminderungsrente auch dann, wenn sie in ihrem bisherigen oder einem zumutbaren anderen Beruf nicht mehr sechs Stunden t&amp;auml;glich arbeiten k&amp;ouml;nnen. &lt;br&gt;Alle nach dem 2.1.1961 Geborenen m&amp;uuml;ssen ihre finanzielle Absicherung f&amp;uuml;r den Fall der Berufsunf&amp;auml;higkeit selbst in die Hand nehmen. M&amp;ouml;glich ist das zum Beispiel beim &lt;a href=&quot;http://www.metallrente.de/DE/MetallRente.BU/index.php&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Versorgungswerk MetallRente&lt;/a&gt;. Das Risiko f&amp;uuml;r die Erwerbst&amp;auml;tigen ist nicht unerheblich: Statistisch gesehen wird jeder vierte in Deutschland berufsunf&amp;auml;hig. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Seit der Rentenreform 2001 k&amp;ouml;nnen neue Rentenanspr&amp;uuml;che nur noch wegen Erwerbsminderung entstehen. Unterschieden wird dabei zwischen voll und teilweise erwerbsgemindert. Wer weniger als drei Stunden t&amp;auml;glich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt t&amp;auml;tig sein kann, ist voll erwerbsgemindert; teilweise erwerbsgemindert ist, wer zwischen drei und weniger als sechs Stunden arbeiten kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei voller Erwerbsminderung kann ein Anspruch auf die volle, bei teilweiser Erwerbsminderung auf die halbe Erwerbsminderungsrente vorliegen. &amp;Uuml;ber die H&amp;ouml;he einer m&amp;ouml;glichen Erwerbsminderungsrente informiert die Rentenversicherung in der j&amp;auml;hrlichen Renteninformation.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Beschäftigtendatenschutz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Es gibt zahlreiche technische M&amp;ouml;glichkeiten zur &amp;Uuml;berwachung, auch f&amp;uuml;r Arbeitgeber. Sie k&amp;ouml;nnen die Besch&amp;auml;ftigten durch Videoaufzeichnung kontrollieren, ihre Handy-, E-Mail- und Internetnutzung &amp;uuml;berwachen und nicht zuletzt die Aktivit&amp;auml;ten ihrer Mitarbeiter in den sozialen Medien analysieren. Nach Skandalen &amp;uuml;ber die Bespitzelung von Arbeitnehmern, etwa bei Lidl, Bahn und Telekom sollte ein Besch&amp;auml;ftigtendatenschutzgesetz die Rechte der Arbeitnehmer sichern. Leider ging der Gesetzentwurf, den die damaligen schwarz-gelb Koalition Anfang 2010 vorlegte, genau in die falsche Richtung. Arbeitnehmer&amp;uuml;berwachung w&amp;auml;re durch dieses Gesetz in weiten Teilen legalisiert und nicht verboten worden. Weil diese Pl&amp;auml;ne zum Arbeitnehmrdatenschutz heftige Widerst&amp;auml;nde, auch der Gewerkschaften, ausgel&amp;ouml;st hatte, stoppte die Regierung im Februar 2013 das Vorhaben vorl&amp;auml;ufig. &lt;br&gt;Daher ist der Besch&amp;auml;ftigtendatenschutz immer noch nur unzureichend in einem Paragraphen des Bundesdatenschutzgesetzes geregelt. Die meisten Fragen sind nach wie vor der Rechtsprechung &amp;uuml;berlassen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die IG Metall fordert ein Verbot der Video&amp;uuml;berwachung und der Rasterfahndung im Betrieb. Au&amp;szlig;erdem muss der Einsatz von Technik deutlich begrenzt werden. So soll es nicht m&amp;ouml;glich sein, dass durch den Einsatz von Chipkarten Bewegungsprofile erstellt werden k&amp;ouml;nnen. Auch fordern die Arbeitnehmervertreter, dass Video- oder Fotoaufnahmen automatisch nach einem Tag gel&amp;ouml;scht werden m&amp;uuml;ssen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Beschäftigungssicherung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was versteht man unter Besch&amp;auml;ftigungssicherung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Besch&amp;auml;ftigungssicherung bezeichnet alle Formen der Sicherung von Arbeitspl&amp;auml;tzen in den Betrieben durch betriebliche oder tarifliche Regelungen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Welche Formen der Besch&amp;auml;ftigungssicherung gibt es?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Es gibt &amp;bdquo;harte&amp;ldquo; Regelungen, nach denen eine feste Anzahl von Arbeitspl&amp;auml;tzen im Betrieb erhalten bleiben muss. H&amp;auml;ufiger wird der Ausschluss betriebsbedingter K&amp;uuml;ndigungen f&amp;uuml;r einen bestimmten Zeitraum vereinbart. &amp;bdquo;Sozialvertr&amp;auml;glicher&amp;ldquo; Abbau, etwa &amp;uuml;ber freiwilliges Ausscheiden, Alters&amp;uuml;berg&amp;auml;nge oder Einstellungsstopp ist dann jedoch m&amp;ouml;glich. In der derzeitigen Krise &amp;uuml;berwiegen &amp;bdquo;weiche&amp;ldquo; Regelungen wie die Kurzarbeit oder abgesenkte Arbeitszeit nach dem Tarifvertrag Besch&amp;auml;ftigungssicherung. Sie k&amp;ouml;nnen K&amp;uuml;ndigungen kurzfristig vermeiden, schlie&amp;szlig;en diese jedoch nicht aus.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Betriebsrat</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Betriebsrat?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Betriebsr&amp;auml;te vertreten die Arbeitnehmer im Betrieb. Bei Einstellungen, Entlassungen oder Ver&amp;auml;nderungen der Betriebsorganisation k&amp;ouml;nnen sie mit einscheiden. Auch in allt&amp;auml;glichen Fragen bestimmen Betriebsr&amp;auml;te mit &amp;ndash; ob es um Parkordnung oder Nichtraucherschutz geht. Die Mitwirkungsrechte sind unterschiedlich stark ausgepr&amp;auml;gt: vom Anspruch auf Information bis zum definitiven Vetorecht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was machen Betriebsr&amp;auml;te?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Betriebsr&amp;auml;te sind heute nicht mehr nur Vertreter der Arbeitnehmer. Sie sind Moderatoren, die das Wissen der Belegschaft transportieren und so das Unternehmen st&amp;uuml;tzen k&amp;ouml;nnen. Auch wenn alles gut l&amp;auml;uft im Unternehmen, sind Betriebsr&amp;auml;te wichtig. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber achten sie auf viele Dinge, die das Arbeitsleben der Angestellten beeinflussen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Einstellungen, Versetzungen, K&amp;uuml;ndigungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Einsicht in die Bilanzen, wenn Arbeitspl&amp;auml;tze bedroht sind durch wirtschaftliche Schieflage&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;L&amp;ouml;sungen zur Arbeitszeit, die den Arbeitnehmern zugute kommen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Allt&amp;auml;gliches wie Parkpl&amp;auml;tze, Nichtraucherschutz, Radio h&amp;ouml;ren&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Betriebsrat und Warnstreiks</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Nach Ende der Friedenspflicht sind Warnstreiks m&amp;ouml;glich. Betriebsratsmitglieder m&amp;uuml;ssen aufpassen: Laut &amp;sect;74 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz darf der Betriebsrat als Institution keine Arbeitskampfma&amp;szlig;nahmen betreiben. Aber: Ein IG Metall-Mitglied darf das. Mitglieder des Betriebsrates m&amp;uuml;ssen daher bewusst und strikt zwischen ihrer Betriebsratsfunktion und ihrer Eigenschaft als IG Metall-Mitglied trennen. Dann k&amp;ouml;nnen sie rechtssicher Warnstreikaufrufe der IG Metall umsetzen, Aktionen leiten und aktiv mitk&amp;auml;mpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;Warnstreikaufrufe der IG Metall d&amp;uuml;rfen daher niemals als Betriebsrat unterschrieben werden, sondern als aktive Metaller und Vertrauensleute. Das gilt auch f&amp;uuml;r E-Mails im Zusammenhang mit der Organisation von Warnstreiks, sie d&amp;uuml;rfen nicht &amp;uuml;ber das E-Mail Konto des Betriebsrats versendet werden. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Das alles gilt nicht nur f&amp;uuml;r klassische Warnstreikaktionen, sondern gilt auch f&amp;uuml;r alternative Aktionsformen. Grobe Verst&amp;ouml;&amp;szlig;e des Betriebsrats gegen das Friedensgebot nach &amp;sect;74Abs. 2BetrVG k&amp;ouml;nnen nach &amp;sect;23 BetrVG mit dem Ausschluss einzelner Mitglieder oder gar Aufl&amp;ouml;sung des Betriebsrats geahndet werden. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Gleichzeitig bleibt der Betriebsrat auch im Fall eines Arbeitskampfes in Funktion. Er kann weiterhin Sitzungen und Betriebsversammlungen ausrichten und hat Beteiligungsrechte im Sinne von Informationsrechten. Die Mitbestimmung haben die Gerichte leicht eingeschr&amp;auml;nkt, um &amp;ndash; wie es hei&amp;szlig;t &amp;ndash; &amp;bdquo;Arbeitskampfparit&amp;auml;t&amp;ldquo; zu sichern: Wenn der Arbeitgeber Besch&amp;auml;ftigte aus einem Betrieb in einem anderen, bestreikten, Betrieb des gleichen Unternehmens einsetzt, gibt es keine Mitbestimmung. Soweit die Mitbestimmung den Arbeitskampf nicht ber&amp;uuml;hrt, bleibt sie voll erhalten.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Betriebsrätegesetz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das Betriebsr&amp;auml;tegesetz?&lt;/strong&gt;Am 4. Februar 1920 wurde erstmals eine gew&amp;auml;hlte Interessenvertretung der Arbeitnehmer rechtlich verankert. Das Betriebsr&amp;auml;tegesetz forderte f&amp;uuml;r Betriebe mit mehr als zwanzig Besch&amp;auml;ftigten einen Betriebsrat. Die Arbeit des Betriebsrats beschr&amp;auml;nkte sich jedoch auf soziale und beratende Funktionen, eine Mitbestimmung in wirtschaftlichen Angelegenheiten sah das Gesetz nicht vor.&lt;br&gt;Zwei Jahre sp&amp;auml;ter folgte dann das &amp;bdquo;Gesetz &amp;uuml;ber die Entsendung von Betriebsr&amp;auml;ten in den Aufsichtsrat der Kapitalgesellschaften&amp;ldquo;. 1922 galten also f&amp;uuml;r Betriebsratsmitglieder die gleichen rechtlichen Regelungen wie f&amp;uuml;r alle anderen Mitglieder des Aufsichtsrats.&lt;br&gt;Mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus wurde das Betriebsr&amp;auml;tegesetz 1934 ausser Kraft gesetzt und durch das &amp;bdquo;Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit&amp;ldquo; ersetzt. Adolf Hitler sollte nicht nur milit&amp;auml;risch, sondern in allen politischen und rechtlichen Gebieten die oberste Befehlsgewalt haben, ohne kontrollierende Instanzen. Das F&amp;uuml;hrerprinzip ordnete alles und jeden ohne Einschr&amp;auml;nkung den Entscheidungen Hitlers unter.&lt;br&gt;Mit dem Ende der Hitler-Diktatur wurde im April 1946 durch die Alliierten das &amp;bdquo;Kontrollratsgesetz 22&amp;ldquo; geschaffen. Die Betriebsr&amp;auml;te in Deutschland durften ihre Arbeit wieder aufnehmen. Das &amp;bdquo;Kontrollratsgesetz&amp;ldquo; orientierte sich am Betriebsr&amp;auml;tegesetz von 1920 und setzte die Rahmenbedingungen f&amp;uuml;r eine Betriebsverfassung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Am 14. November 1952 trat schlie&amp;szlig;lich das Betriebsverfassungsgesetz in Kraft.&amp;nbsp;Eine erste grundlegende Reform folgte 1972. Das Gesetz ist seitdem in zahlreichen Punkten &amp;uuml;berarbeitet und angepasst worden, zuletzt mit der Novellierung vom 27. Juli 2001.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Betriebsratswahl</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Ein Betriebsrat ist in allen Betrieben ab f&amp;uuml;nf wahlberechtigten Besch&amp;auml;ftigten w&amp;auml;hlbar. Betriebsratswahlen finden regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig alle vier Jahre statt. Betriebe, die noch keinen Betriebsrat haben, k&amp;ouml;nnen jederzeit erstmals w&amp;auml;hlen. &lt;br&gt;&lt;strong&gt;Organisation&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Wahlberechtigt sind alle zum Betrieb geh&amp;ouml;renden Arbeitnehmer ohne Leitungsfunktion &amp;ndash; auch Besch&amp;auml;ftigte im Au&amp;szlig;endienst sowie Leihbesch&amp;auml;ftigte, die seit mindestens drei Monaten im Betrieb sind. Kandidieren d&amp;uuml;rfen nur Besch&amp;auml;ftigte, die dem Betrieb seit mindestens sechs Monaten angeh&amp;ouml;ren. Wenn bereits ein Betriebsrat (oder ein Konzern- oder Gesamtbetriebsrat) besteht, setzt dieser vier, ab 51 Besch&amp;auml;ftigten zehn Wochen vor Ende der Amtszeit einen Wahlvorstand aus drei w&amp;auml;hlbaren Besch&amp;auml;ftigten ein, der die Wahl organisiert: Termine, Ausschreiben, W&amp;auml;hler- und Kandidatenlisten &amp;ndash; und mehr. Ansonsten k&amp;ouml;nnen auch drei wahlberechtigte Besch&amp;auml;ftigte oder eine Gewerkschaft mit Mitgliedern im Betrieb zur Wahlversammlung einladen. Dort w&amp;auml;hlen die Besch&amp;auml;ftigten dann den Wahlvorstand. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wahl ist Grundrecht&lt;/strong&gt; &lt;br&gt;Die Betriebsratswahl ist gesetzlich gesch&amp;uuml;tzt. Der Arbeitgeber darf die Wahl nicht behindern oder beeinflussen. Mitglieder des Wahlvorstands und Kandidaten sind vor K&amp;uuml;ndigung gesch&amp;uuml;tzt, ebenso wie die sp&amp;auml;teren Betriebsrats- Mitglieder. Gesch&amp;uuml;tzt sind auch die drei einladenden Besch&amp;auml;ftigten &amp;ndash; aber nur eingeschr&amp;auml;nkt: ab Aushang der Einladung bis zum Ergebnis. Deshalb: Vorsicht. Und unbedingt mit Gewerkschaft. Auch die Besch&amp;auml;ftigten der IG Metall w&amp;auml;hlen jetzt ihren Betriebsrat. Denn: Mit Betriebsrat geht es besser. Nur wer w&amp;auml;hlen geht, sorgt f&amp;uuml;r gelebte Demokratie. Kreuzchen machen!&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Betriebsübergang</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Betriebs&amp;uuml;bergang?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Beim Betriebs&amp;uuml;bergang wechselt der Inhaber eines Betriebs oder eines Betriebsteils. Zwar behalten die Arbeitnehmer, die auf den neuen Betriebsinhaber &amp;uuml;bergehen, alle Rechte aus ihrem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis. Trotzdem entstehen Risiken f&amp;uuml;r die betroffenen Arbeitnehmer. Der Tarifbereich kann sich &amp;auml;ndern. Die Anwendbarkeit von Betriebsvereinbarungen und Tarifvertr&amp;auml;gen kann in Frage gestellt sein. Manchmal versucht ein Arbeitgeber, sich dem Tarifvertrag mit Hilfe eines Betriebs&amp;uuml;bergangs zu entziehen. Diese f&amp;uuml;r die Besch&amp;auml;ftigten besondere Situation des Betriebs&amp;uuml;bergangs regelt &amp;sect; 613a BGB. Er zielt darauf ab, den sozialen Besitzstand der Arbeitnehmer zu erhalten und ihnen einen l&amp;uuml;ckenlosen Bestandsschutz zu gew&amp;auml;hren. Doch &amp;sect; 613a gibt den Arbeitnehmer nur einen sehr unvollkommenen Schutz. Soweit ein Betriebsrat existiert, sollte dieser versuchen, den gesetzlichen Mindestschutz nachzubessern. So kann etwa vereinbart werden, betriebsbedingte K&amp;uuml;ndigungen f&amp;uuml;r einen gewissen Zeitraum nach dem &amp;Uuml;bergang auszuschlie&amp;szlig;en.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Tipps f&amp;uuml;r betroffene Arbeitnehmer&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Arbeitnehmer k&amp;ouml;nnen nicht gezwungen werden, durch einen Betriebs&amp;uuml;bergang auf einen anderen Inhaber zu wechseln. Sie k&amp;ouml;nnen dem &amp;Uuml;bergang ihres Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses widersprechen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Bei rechtzeitigem Widerspruch geht das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis nicht auf den Betriebserwerber &amp;uuml;ber, sondern er bleibt weiterhin Arbeitnehmer des Betriebsver&amp;auml;u&amp;szlig;erers. Dadurch besteht f&amp;uuml;r den widersprechenden Arbeitnehmer aber das Risiko einer betriebsbedingten K&amp;uuml;ndigung.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der &amp;Uuml;bergang der Arbeitsverh&amp;auml;ltnisse auf einen neuen Arbeitgeber bedeutet nicht, dass die Arbeitnehmer auch einen neuen Arbeitsvertrag erhalten. Sie sollten sich auch weigern, einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, denn der wird h&amp;auml;ufig schlechter sein als der alte Arbeitsvertrag.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Anspr&amp;uuml;che der Besch&amp;auml;ftigten auf betriebliche Altersversorgung gehen auf den Erwerber &amp;uuml;ber.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Es bietet sich an, eine &amp;Uuml;berleitungsbetriebsvereinbarung f&amp;uuml;r die Betriebsvereinbarungen abzuschlie&amp;szlig;en oder einen &amp;Uuml;berleitungstarifvertrag zu vereinbaren, wenn sich der Tarifbereich &amp;auml;ndert. Denn Inhalte von Tarifvertr&amp;auml;gen oder Betriebsvereinbarungen k&amp;ouml;nnen ein Jahr nach dem Betriebs&amp;uuml;bergang ge&amp;auml;ndert werden. Mit einem Streik k&amp;ouml;nnen die Besch&amp;auml;ftigten versuchen, beim Erwerber einen Haustarifvertrag oder Tarifbindung durchzusetzen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Betriebsvereinbarung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Im Gegensatz zu Tarifvertr&amp;auml;gen werden Betriebsvereinbarungen von den Betriebsparteien, dem Betriebsrat und dem Arbeitgeber, abgeschlossen. Gegenstand von Betriebsvereinbarungen k&amp;ouml;nnen sein die Arbeitsbedingungen im Betrieb oder auch Entgelte &amp;ndash; soweit diese nicht durch Tarifvertr&amp;auml;ge geregelt sind oder &amp;uuml;blicherweise geregelt werden (Tarifvorrang).&lt;br&gt;Eine Betriebsvereinbarung kann sich auch auf die Umsetzung oder Konkretisierung tariflicher (Rahmen-)Regelungen beziehen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Betriebsverfassungsgesetz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das Betriebsverfassungsgesetz?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) ist die rechtliche Grundlage f&amp;uuml;r die betriebliche Mitbestimmung von Betriebsrat und Jugend und Auszubildendenvertretung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was regelt das Betriebsverfassungsgesetz?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Betriebsverfassungsgesetz regelt die Wahl der Interessenvertretungen sowie deren Aufgaben und Rechte.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Inhalte&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das BetrVG ist in acht Abschnitte unterteilt. Zum Beispiel &amp;bdquo;Allgemeine Vorschriften&amp;ldquo;, &amp;bdquo;Betriebsrat, Betriebsversammlung, Gesamt- und Konzernbetriebsrat&amp;ldquo; und &amp;bdquo;Mitwirkung und Mitbestimmung der Arbeitnehmer&amp;ldquo;. Diese GesetzeordnendasVerh&amp;auml;ltnis zwischender Arbeitnehmervertretung und dem Arbeitgeber. Beide Seitenm&amp;uuml;ssen sich daran halten. F&amp;uuml;r einen Betriebsrat ist damit geregelt, welche Anh&amp;ouml;rungsrechte er hat (etwa bei einer K&amp;uuml;ndigung), welche Informationsrechte er hat (zum Beispiel beim Bau einer neuen Produktionsanlage) und welche zwingenden Mitbestimmungsrechte er hat. &lt;br&gt;Letztere sind besonders wichtig, weil der Arbeitgeber im Rahmen dieser Mitbestimmung zur Durchsetzung einer Ma&amp;szlig;nahme die positive Zustimmung des Betriebsrates braucht. Zum Beispiel, wenn der Arbeitgeber m&amp;ouml;chte, dass &amp;Uuml;berstunden gemacht werden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Bewerbung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Bewerbung?&lt;/strong&gt;Mit einer Bewerbung bekundet ein Arbeitnehmer gegen&amp;uuml;ber einem Betrieb oder Unternehmen sein Interesse an einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Bewerbungen erfolgen in der Regel schriftlich oder online, zunehmend auch &amp;uuml;ber Bewerberdatenbanken.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Bewerbungsurlaub</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Bewerbungsurlaub?&lt;/strong&gt;Um m&amp;ouml;glichst schnell einen neuen Job zu finden, k&amp;ouml;nnen gek&amp;uuml;ndigte Arbeitnehmer Bewerbungsurlaub in Anspruch nehmen. In dieser Zeit k&amp;ouml;nnen Sie Vorstellungsgespr&amp;auml;che und Bewerbertests absolvieren oder auch das Arbeitsamt aufsuchen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Bildungsausschuss</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Aus- und Weiterbildung ist ein Top-Thema f&amp;uuml;r Betriebsr&amp;auml;te. Im Betriebsverfassungsgesetz wird dem Betriebsrat bei der Durchf&amp;uuml;hrung von Ma&amp;szlig;nahmen der betrieblichen Berufsbildung ein Mitbestimmungsrecht einger&amp;auml;umt. In Betrieben mit mehr als 100 Arbeitnehmern kann der Betriebsrat Aussch&amp;uuml;sse bilden, denen bestimmte Aufgaben &amp;uuml;bertragen werden. So kann der Betriebsrat einen Bildungsausschuss einrichten, der die Aufgabe hat, Fragen der Berufsbildung und betriebliche Bildungsma&amp;szlig;nahmen mit dem Arbeitgeber zu beraten und entsprechende Beschlussfassungen f&amp;uuml;r das Betriebsratsgremium vor- bzw. nachzubereiten. Es besteht auch die M&amp;ouml;glichkeit, mit Vertretern des Arbeitgebers einen gemeinsamen Bildungsausschuss einzurichten. &lt;br&gt;&amp;Uuml;blicherweise tagen die Bildungssaussch&amp;uuml;sse etwa viermal im Jahr. Der Bildungsausschuss ber&amp;auml;t den Betriebsrat und fasst Entschl&amp;uuml;sse zu Bildungsma&amp;szlig;nahmen, zur Errichtung von Bildungseinrichtungen sowie zur Beauftragung von Bildungspersonal im Betrieb. Besonders wichtig ist dies neben der Erstausbildung vor allem f&amp;uuml;r die Weiterbildung.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Bildungsurlaub</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Was ist Bildungsurlaub?In den meisten Bundesl&amp;auml;ndern wird ArbeitnehmerInnen die M&amp;ouml;glichkeit geboten, sich f&amp;uuml;r eine bestimmte Zeit von ihrer Berufst&amp;auml;tigkeit freistellen zu lassen, um Gelegenheiten zur Weiterbildung wahrzunehmen. Dies wird als &amp;bdquo;Bildungsurlaub&amp;ldquo; beziehungsweise &amp;bdquo;Bildungsfreistellung&amp;ldquo; bezeichnet.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Chaku-Chaku-Linien</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Bei Chaku-Chaku-Linien (japanisch: legen, legen) legen die Monteure das Werkst&amp;uuml;ck nur noch ein und dr&amp;uuml;cken auf den Startschalter. Alles Weitere l&amp;auml;uft automatisch.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Clickworker</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&amp;bdquo;Clickworker&amp;ldquo; sind Internetnutzer, die freiberuflich per &amp;bdquo;Crowdsourcing&amp;ldquo; Aufgaben oder ganze Projekte f&amp;uuml;r Unternehmen erledigen. Das k&amp;ouml;nnen beispielsweise Programmieraufgaben sein, Texte verfassen, Datenbanken aktualisieren &amp;ndash; aber auch innovative Arbeiten. Da diese &amp;bdquo;Mikrojobs&amp;ldquo; meist schlecht bezahlt werden &amp;ndash; oft gibt es nur wenige Cent pro Arbeitseinheit &amp;ndash;, dienen sie vielen &amp;bdquo;Clickworkern&amp;ldquo; momentan nur als Zusatzverdienst. Doch f&amp;uuml;r immer mehr werden sie zu einer fest eingeplanten Einkommensquelle. Das kann zu einer neuen Form des Lohndumpings f&amp;uuml;hren. &amp;bdquo;Clickworker&amp;ldquo; bieten ihre Arbeitsleistung meist auf sogenannten Crowdsourcing-Plattformen an. Als Synonyme werden oft die Bezeichnungen &amp;bdquo;Crowdworker&amp;ldquo; und &amp;bdquo;Cloudworker&amp;ldquo; verwendet.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Crowdsourcing</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Es klingt wie eine unersch&amp;ouml;pfliche Quelle. Und so &amp;auml;hnlich funktioniert es auch. Mit Crowdsourcing zapfen Unternehmen oder Organisationen f&amp;uuml;r die L&amp;ouml;sung eines Problems online viele Quellen an. So arbeitet etwa das Internetlexikon Wikipedia. F&amp;uuml;r Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen k&amp;ouml;nnte Crowdsourcing den Arbeitsmarkt noch unsicherer machen. Wenn Firmen Auftr&amp;auml;ge einfach online stellen, m&amp;uuml;ssen sie sich noch nicht einmal mehr um Leiharbeit oder Werkvertr&amp;auml;ge k&amp;uuml;mmern. Sie m&amp;uuml;ssen nur noch warten, bis die Menge liefert. Die beste und billigste L&amp;ouml;sung erh&amp;auml;lt den Zuschlag. Alle anderen haben umsonst gearbeitet. Denn Crowdsourcees &amp;ndash; Freiberufler im Internet &amp;ndash; machen nicht nur ein Angebot, sie liefern Ergebnisse. Auf Dauer k&amp;ouml;nnte das System auch bei gut bezahlten Freiberuflern der IT-Branche die Einkommen dr&amp;uuml;cken. Denn im Internet konkurrieren sie mit Experten aus der ganzen Welt um den Auftrag. Beim IT-Unternehmen IBM ist das keine Zukunftsmusik mehr. Mit dem Programm &amp;bdquo;Liquid&amp;ldquo; vergibt der Konzern spezielle Projektaufgaben &amp;uuml;ber das Internet an Freiberufler weltweit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Crowd gestalten&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;IBM-Betriebsrat Herbert Rehm war schnell klar, dass sie sich dem Thema stellen und es gestalten m&amp;uuml;ssen. Der Betriebsrat verhinderte, dass Besch&amp;auml;ftigte von IBM sich &amp;uuml;bers Internet um ihre Arbeit bewerben m&amp;uuml;ssen. Und er vereinbarte eine Regelung zu einem virtuellem Akkordzettel. &amp;Uuml;ber das Internet werden Daten erfasst, die R&amp;uuml;ckschl&amp;uuml;sse auf die Leistung zulassen. Damit der Arbeitgeber sie nicht missbraucht, hat der Betriebsrat festgelegt, welche Daten wo sichtbar sind und wof&amp;uuml;r sie verwendet werden d&amp;uuml;rfen. Rehm sieht nicht nur Nachteile f&amp;uuml;r Freiberufler. Auch f&amp;uuml;r IBM-Besch&amp;auml;ftigte steigt der Aufwand. Sie m&amp;uuml;ssen Auftr&amp;auml;ge so beschreiben, dass sie jeder versteht, und zwar weltweit. Ohne Risiko ist das System auch f&amp;uuml;r den Arbeitgeber nicht. Wenn die Crowd nicht antwortet, bekommt er gar kein Ergebnis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Definition&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Crowdsourcing ist die Strategie des Auslagerns einer &amp;uuml;blicherweise von Erwerbst&amp;auml;tigen entgeltlich erbrachten Leistungdurch eine Organisation oder Privatperson mittels eines offenen Aufrufes an eine Masse von unbekannten Akteuren, bei dem der Crowdsourcer und/oder die Crowdsourcees frei verwertbare und direkte wirtschaftliche Vorteile erlangen. (Christian Papsdorf: &amp;bdquo;Wie Surfen zur Arbeit wird&amp;ldquo;, 2009)&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Diversity Management</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Diversity Management?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Diversity Management ist ein Konzept zur Unternehmensf&amp;uuml;hrung, das die Unterschiede der Besch&amp;auml;ftigten nach Alter, Herkunft oder Geschlecht ber&amp;uuml;cksichtigt und versucht, zum Vorteil aller Beteiligten im Betrieb zu nutzen. Diversity, zu deutsch Vielfalt, bedeutet in erster Linie, die Unterschiedlichkeit, Andersartigkeit und Individualit&amp;auml;t anzuerkennen. Dazu geh&amp;ouml;ren zun&amp;auml;chst die offensichtlichen Unterschiede wie die Zugeh&amp;ouml;rigkeit zu einer Ethnie, die Hautfarbe, die Geschlechts- und Altersgruppe. Die weniger offensichtlichen Merkmale k&amp;ouml;nnen unterschiedliche Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster sein.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Woher kommt Diversity Management?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&amp;bdquo;Anders&amp;ldquo; zu sein war oft gleichbedeutend damit, Defizite zu haben. Von diesem alten Denk- und Handlungsmuster verabschieden sich immer mehr, vor allem global t&amp;auml;tige, Unternehmen. Dass Arbeitnehmer unterschiedlich sind, ist offensichtlich und muss keineswegs ein Defizit bedeuten. Das haben auch viele Arbeitgeber in Deutschland erkannt, die sich verst&amp;auml;rkt mit der Vielfalt und den Unterschieden innerhalb ihrer Belegschaften auseinandersetzen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie wird Diversitys Management umgesetzt?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;In den meisten F&amp;auml;llen schlie&amp;szlig;en Unternehmen per Betriebsvereinbarung &amp;bdquo;Diversity-Richtlinien&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Diversity-Management-Programme&amp;ldquo; ab. Darin bekennt sich ein Betrieb etwa zu Respekt, Wertsch&amp;auml;tzung und F&amp;ouml;rderung aller Besch&amp;auml;ftigten, unabh&amp;auml;ngig von Geschlecht, Nationalit&amp;auml;t, Religion, sexueller Orientierung oder ethnischer Herkunft. Das Unternehmen verpflichtet sich, ein Arbeitsumfeld ohne Vorurteile zu schaffen. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Frauen im Managment oder Mitarbeiter &amp;uuml;ber 45 sowie die Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderung, k&amp;ouml;nnen unter dem Begriff &amp;bdquo;Diversity Management&amp;ldquo; zusammengefasst werden. Denn wenn die unterschiedlichen Besch&amp;auml;ftigten besser in das Unternehmen integriert sind, steigt auch ihre Motivation und Zufriedenheit. Es gibt weniger Reibungsverluste durch Diskriminierung, was sich f&amp;uuml;r Unternehmen nicht zuletzt kostensenkend auswirken kann. So haben beispielsweise die Ford- Werke in K&amp;ouml;ln ein t&amp;uuml;rkisches Mitarbeiter-Netzwerk gegr&amp;uuml;ndet. Die &amp;bdquo;Turkish Resource Group&amp;ldquo; will t&amp;uuml;rkische und deutsche Mitarbeiter und Kunden in Deutschland und der T&amp;uuml;rkei ansprechen, um die Marke Ford noch attraktiver zu machen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Dual Studierende</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&amp;bdquo;Dual Studierende&amp;ldquo; machen einen Teil ihrer Ausbildung an der Hochschule, den anderen im Betrieb. Ihre Zahl w&amp;auml;chst rasch: 64 000 waren im Jahr 2013 in den Betrieben &amp;ndash; 50 Prozent mehr als 2010. Mehr als 50 Prozent der dualen Studienangebote sind sog. &amp;bdquo;praxisintegrierende&amp;ldquo; Studieng&amp;auml;nge (mit langen Praxisanteilen im Betrieb). Studis und Betrieb schlie&amp;szlig;en einen Vertrag, der neben der Verg&amp;uuml;tung auch Angaben zu Arbeits- und Urlaubszeiten enthalten sollte. Zirka 44 Prozent verbinden duale Ausbildung mit Studium und Bachelorabschluss in sog. ausbildungsintegrierenden dualen Studieng&amp;auml;ngen. F&amp;uuml;r die duale Ausbildung wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Anbieter sind Fachhochschulen, Berufsakademien oder die Duale Hochschule Baden-W&amp;uuml;rttemberg (DHBW). Die Studienangebote finden sich in den Wirtschaftswissenschaften, in den Ingenieurwissenschaften und in der Informatik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;Die Studis sind keine Azubis gem&amp;auml;&amp;szlig; Berufsbildungsgesetz, aber Besch&amp;auml;ftigte gem&amp;auml;&amp;szlig; Betriebsverfassungsgesetz. Daraus leiten sich Arbeitnehmerrechte ab. Betriebsvereinbarungen gelten f&amp;uuml;r sie &amp;ndash; Tarifvertr&amp;auml;ge nur, wenn sie darin speziell erw&amp;auml;hnt sind. Verg&amp;uuml;tungen sind daher oft noch &amp;bdquo;Ermessenssache&amp;ldquo;. Anders ist es bei denen, die einen ausbildungsintegrierenden dualen Studiengang absolvieren. Sie erwerben einen IHK-Berufsabschluss im Betrieb. In dieser Zeit sind sie rechtlich als &amp;bdquo;normale&amp;ldquo; Azubis nach dem Berufsbildungsgesetz zu behandeln, erst danach als dual Studierende. In der Sozialversicherung sind dual Studierende seit 1. Januar 2012 Auszubildenden gleichgestellt und als Arbeitnehmer versicherungspflichtig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;Die Ziele der IG Metall: Dual Studierende sollen wie klassische Azubis behandelt werden, mit gleichen Rechten und Tarifleistungen. Dazu geh&amp;ouml;rt die Verg&amp;uuml;tung, die Regelung von Arbeits- und Urlaubszeiten. Au&amp;szlig;erdem setzt sich die IG Metall f&amp;uuml;r die Qualit&amp;auml;t dualer Studieng&amp;auml;nge ein.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Easy Economy</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Der B&amp;uuml;roalltag von morgen wird heute schon mancherorts praktiziert: Es gibt keine festen Arbeitspl&amp;auml;tze mehr. Wer nicht gerade auf Dienstreise ist und die Firma betritt, holt sich seinen Rollcontainer mit Laptop und pers&amp;ouml;nlichen Unterlagen. &lt;br&gt;Der Besch&amp;auml;ftigte geht an einen freien Schreibtisch. Vorbei sind die Zeiten, in denen Gr&amp;uuml;npflanzen und das pers&amp;ouml;nliche Familienfoto den eigenen Schreibtisch schm&amp;uuml;ckten, denn den gibt es nicht mehr. Auch der t&amp;auml;gliche vertraute Umgang mit denselben Kollegen ist vorbei. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Easy Economy hei&amp;szlig;t diese neue Form der Arbeitsorganisation nach dem Grundprinzip: Es ist egal, wer wann wo arbeitet, Hauptsache das Ergebnis stimmt. Easy Economy stellt die traditionellen Arbeitsmodelle vor allem im Angestelltenbereich in Frage, die sich durch starre Anwesenheitspflicht, Acht- Stunden-Tag und lange Meetings auszeichnen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Formuliert wurde der Begriff (auf Deutsch: &amp;bdquo;einfache Wirtschaft&amp;ldquo;) 2008. Vor allem in IT-Unternehmen wie IBM, bei Versicherungen und Beratungsfirmen wird Easy Economy angewandt. Auch kleinere Unternehmen testen diese Arbeitsform f&amp;uuml;r bestimmte Abteilungen wie Au&amp;szlig;endienst und Entwicklung, weil sie glauben, Effizienz steigern und Kosten dr&amp;uuml;cken zu k&amp;ouml;nnen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Moderne Nomaden&lt;/strong&gt; &lt;br&gt;Easy Economy klingt jedoch einfacher und harmloser als es ist. Arbeitszeitforscher warnen vor den Schattenseiten, den psychischen Belastungen und sozialen Konsequenzen. Arbeitnehmer k&amp;ouml;nnen durch flexibles Arbeiten zerrieben werden. Freizeit und Arbeitszeit vermischen sich immer mehr. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Gefahr ist gro&amp;szlig;, dass Menschen keine richtigen Entspannungszeiten mehr haben und arbeiten bis zum Umfallen. Die Anonymit&amp;auml;t steigt, Besch&amp;auml;ftigte werden &amp;ndash; &amp;uuml;berspitzt formuliert &amp;ndash; zu Arbeitsnomaden in einer globalisierten Welt.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>EBR-Richtlinie</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist die EBR-Richtlinie?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die EBR-Richtlinie (94/45 EG) schaffte 1994 den Rahmen f&amp;uuml;r eine grenz&amp;uuml;bergreifende Arbeitnehmervertretung in Europa. Seither haben Arbeitnehmervertreter Anspruch, einen Europ&amp;auml;ischen Betriebsrat (EBR) zu gr&amp;uuml;nden. Gegen&amp;uuml;ber dem Arbeitgeber hat der EBR ein Informations- und Anh&amp;ouml;rungsrecht in wirtschaftlichen Angelegenheiten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Neufassung der EBR-Richtlinie&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Da die Richtlinie sich in der Praxis als l&amp;ouml;chrig erwiesen hat, wurde im Mai 2009 neu formuliert. Die neue Richtlinie (2009/38 EG) enth&amp;auml;lt Mindestvorschriften zu den Aufgaben des EBR und definiert etwa &amp;bdquo;Information&amp;ldquo;, &amp;bdquo;Anh&amp;ouml;rung&amp;ldquo; und &amp;bdquo;l&amp;auml;nder&amp;uuml;bergreifende Angelegenheiten&amp;ldquo; besser. So muss die Information so rechtzeitig und umfassend erfolgen, dass es dem EBR erm&amp;ouml;glicht ist, eventuelle Auswirkungen einer Ma&amp;szlig;nahme gr&amp;uuml;ndlich zu &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fen. Und er muss so rechtzeitig und angemessen angeh&amp;ouml;rt werden, dass der Arbeitgeber seine Stellungnahme ber&amp;uuml;cksichtigen kann &amp;ndash; also vor der Umsetzung der Ma&amp;szlig;nahme durch den Arbeitgeber. Nach der Neufassung haben EBR-Mitglieder nun Anspruch darauf, f&amp;uuml;r Qualifizierungen bezahlt freigestellt zu werden. Au&amp;szlig;erdem regelt die Neufassung der Richtlinie die Abstimmung zwischen den nationalen und europ&amp;auml;ischen Ebenen der Arbeitnehmervertretung klarer. Auf diese Rechte k&amp;ouml;nnen sich alle bestehenden EBR berufen, die sich nach 1996 gegr&amp;uuml;ndet haben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was gibt es zu beachten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Es gibt Ausnahmen bei der Anwendbarkeit der neuen Richtlinie. Ebenso gilt Vorsicht bei laufenden Verhandlungen oder &amp;Uuml;berarbeitungen von EBR-Vereinbarungen. Fragen Sie hier am besten bei Ihrer IG Metall vor Ort oder bei unserem EBR/SE-Team (EBR@igmetall.de) nach. Dies gilt auch bei Fragen rund um die SE.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Effektivlohn</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Effektivlohn?&lt;/strong&gt;Der Effektivlohn ist der tats&amp;auml;chlich erzielte Arbeitsverdienst, der sich aus der tariflichen Grundverg&amp;uuml;tung, den sonstigen tariflichen Leistungen (z.B. Zulagen/Zuschl&amp;auml;ge) sowie &amp;uuml;bertariflichen Einkommensbestandteilen zusammensetzt.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Eingruppierung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was hei&amp;szlig;t Eingruppierung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&amp;Uuml;ber eine Eingruppierung werden Sie zu den im Tarifvertrag vorgegebenen Lohn-, Gehalts- oder Entgeltgruppen entsprechend der von Ihnen ausge&amp;uuml;bten T&amp;auml;tigkeit zugeordnet. Gegebenenfalls auch zu den infrage kommenden Stufen innerhalb der Gruppe.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie finde ich heraus, wo ich eingruppiert bin?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Fragen Sie am besten Ihren Betriebsrat oder Ihre IG Metall vor Ort. Beide haben genaue Kenntnis &amp;uuml;ber den f&amp;uuml;r Sie geltenden Tarifvertrag und k&amp;ouml;nnen gemeinsam mit Ihnen Ihre Eingruppierung identifizieren.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Elektronische-Lohn-Steuer-Abzugs-Merkmale</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Nach 85 Jahren ist Schluss: Die Lohnsteuerkarte aus Papier hat ausgedient. Neue werden nicht mehr verschickt. Der Karton wird 2012 durch das Verfahren &amp;bdquo;Elektronische-Lohn-Steuer-Abzugs- Merkmale&amp;ldquo;, kurz ELStAM, ersetzt. Weil sich das jedoch verz&amp;ouml;gert, bleibt die Karte von 2010 samt aller Abzugsmerkmale auch 2011 g&amp;uuml;ltig. &lt;br&gt;Sie ist nur dann anzupassen, wenn sich der Kinderfreibetrag oder andere Freibetr&amp;auml;ge (wie etwa die Kilometerpauschale), &amp;auml;ndern oder man in eine h&amp;ouml;here Steuerklasse rutscht. F&amp;uuml;r alle &amp;Auml;nderungen auf der Lohnsteuerkarte ist jetzt das Finanzamt zust&amp;auml;ndig und nicht mehr die Gemeinde. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Der &amp;Uuml;bergang&lt;/strong&gt; &lt;br&gt;Wer 2011 den Arbeitgeber wechselt nimmt die alte Karte einfach mit. Wer erstmals eine Steuerkarte ben&amp;ouml;tigt, erh&amp;auml;lt vom Finanzamt eine Ersatzbescheinigung. Ausnahme: Ledige, die 2011 ein Ausbildung beginnen. Sie stuft der Arbeitgeber automatisch in Steuerklasse I, wenn Azubis ihre Steuer-Identifikationsnummer (IdNr.), das Geburtsdatum sowie die Religionszugeh&amp;ouml;rigkeit mitteilen und gleichzeitig schriftlich best&amp;auml;tigen, dass es sich um das erste Dienstverh&amp;auml;ltnis handelt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;2012 soll dann ELStAM starten. Eine Datenbank, in der Finanz&amp;auml;mter Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibetr&amp;auml;ge, sonstige Freibetr&amp;auml;ge sowie Religionszugeh&amp;ouml;rigkeit von Besch&amp;auml;ftigten speichern und sie Arbeitgebern elektronisch &amp;uuml;bermitteln. Um ELStAM abrufen zu k&amp;ouml;nnen, m&amp;uuml;ssen sich Betriebe &amp;uuml;ber ein Online-Portal registrieren sowie die IdNr. und das Geburtsdatum des Arbeitnehmers eingeben. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Bei bestehenden Besch&amp;auml;ftigungsverh&amp;auml;ltnissen hat der Arbeitgeber diese Infos bereits. &amp;Uuml;brigens: ELStAM-Daten abrufen darf nur der aktuelle Arbeitgeber. Bei einem Jobende oder -wechsel erlischt die Berechtigung.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Elektronischer Entgeltnachweis</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Wer glaubt, hinter dem Namen Elena stecke eine h&amp;uuml;bsche Blondine, der irrt. Das K&amp;uuml;rzel &amp;bdquo;Elena&amp;ldquo; steht f&amp;uuml;r Elektronischer Entgeltnachweis. Das Verfahren soll erm&amp;ouml;glichen, dass sich Besch&amp;auml;ftigte ab 2012 nicht mehr an ihren Arbeitgeber wenden m&amp;uuml;ssen, wenn sie einen Gehaltsnachweis ben&amp;ouml;tigen. Zum Beispiel weil sie staatliche Leistungen wie Sozialhilfe, Wohn- oder Elterngeld beantragen. Darum melden seit Januar alle Arbeitgeber die Entgeltdaten von etwa 40 Millionen Besch&amp;auml;ftigten gem&amp;auml;&amp;szlig; einer Liste an die Zentrale Speicherstelle (ZSS). &lt;br&gt;&lt;strong&gt;60 Seiten sensible Daten&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Neben den Gehaltsangaben durch den Arbeitgeber, entpuppt sich Elena als neugierige, sammelw&amp;uuml;tige Datenkrake. Die Liste hat etwa 60 Seiten und umfasst auch Angaben zu Abmahnungen oder Streikteilnahmen. Das st&amp;ouml;&amp;szlig;t bei Gewerkschaftern auf heftige Kritik. Denn w&amp;auml;hrend bestimmte Angaben lediglich &amp;uuml;ber das Eingeben eines H&amp;auml;ckchens zu beantworten sind, hat der Arbeitgeber beim Streik formlose Erl&amp;auml;uterungen zu verfassen. Und zwar, ob die Teilnahme eines streikenden Besch&amp;auml;ftigten rechtm&amp;auml;&amp;szlig;ig war oder als Vertragsbruch einzustufen ist. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Andererseits wird bei der Frage nach unbezahlten Fehlzeiten nicht unterschieden zwischen unentschuldigtem Fehlen und unbezahltem Urlaub, beispielsweise wegen der Pflege eines kranken Kindes. &amp;bdquo;Diese Sammelwut ist ein unverh&amp;auml;ltnism&amp;auml;&amp;szlig;iger Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung der Betroffenen&amp;ldquo;, sagt IG Metall-Vorstandsmitglied Hans-J&amp;uuml;rgen Urban. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Gesetz ist zwar in Kraft. Details m&amp;uuml;ssen aber noch beschlossen werden. Die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will jetzt die Erfassung bei den Streikzeiten &amp;auml;ndern. Das geht Urban nicht weit genug. Er fordert, auch bei den Fehlzeiten und Abmahnungen Korrekturen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Elternzeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was bedeutet Elternzeit?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Elternzeit ist der Anspruch gegen den Arbeitgeber auf (unbezahlte) Freistellung von der Arbeit zur Betreuung und Erziehung von Kindern. Sie kann von M&amp;uuml;ttern und V&amp;auml;tern w&amp;auml;hrend der ersten drei Lebensjahre des Kindes geltend gemacht werden.&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Ihr Vorteil&lt;/strong&gt;: Sie k&amp;ouml;nnen bis zu drei Jahre lang ganz oder teilweise aus dem Berufsleben aussteigen, um sich der Betreuung und Erziehung Ihres Kindes zu widmen. Nach dieser Zeit lebt ihr urspr&amp;uuml;ngliches Arbeitsverh&amp;auml;ltnis wieder auf. D.h. Sie haben ein Recht darauf, von Ihrem Arbeitgeber weiterbesch&amp;auml;ftigt zu werden, und zwar in einer Ihrer fr&amp;uuml;heren Arbeitsstelle vergleichbaren Position. Au&amp;szlig;erdem genie&amp;szlig;en Sie f&amp;uuml;r die Dauer der Elternzeit einen besonderen K&amp;uuml;ndigungsschutz. Rechtsgrundlage der Elternzeit ist das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG).&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wer kann Elternzeit in Anspruch nehmen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Anspruch auf Elternzeit haben M&amp;uuml;tter und V&amp;auml;ter, die in einem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis stehen und Zeit in die Betreuung und Erziehung eines Kindes investieren, mit dem sie in einem gemeinsamen Haushalt leben. Dabei ist es gleichg&amp;uuml;ltig, ob es sich um ein leibliches Kind handelt oder um ein Adoptiv-, Stief- oder Pflegekind. Auch als Gro&amp;szlig;eltern, Geschwister, Tanten oder Onkel k&amp;ouml;nnen Sie Elternzeit beanspruchen, wenn Sie sich um ein verwandtes Kind k&amp;uuml;mmern, dessen leibliche Eltern die Betreuung nicht &amp;uuml;bernehmen k&amp;ouml;nnen.&lt;br&gt;Ebenfalls gleichg&amp;uuml;ltig ist, in welcher Art von Arbeitsverh&amp;auml;ltnis Sie stehen. Wer Teilzeit oder geringf&amp;uuml;gig besch&amp;auml;ftigt ist, hat genauso Anspruch auf Elternzeit wie Vollzeit-Erwerbst&amp;auml;tige. Das gleiche gilt f&amp;uuml;r befristet Besch&amp;auml;ftigte. Auch sie haben Anspruch auf Elternzeit. Allerdings hat die Elternzeit keine aufschiebende Wirkung f&amp;uuml;r die Befristung. Das bedeutet: L&amp;auml;uft das befristete Arbeitsverh&amp;auml;ltnis w&amp;auml;hrend der Elternzeit aus, so entf&amp;auml;llt in diesem Fall der Anspruch auf &amp;bdquo;Wiederaufleben&amp;ldquo; des alten Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie lange kann ich Elternzeit in Anspruch nehmen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Elternzeit kann grunds&amp;auml;tzlich drei Jahre bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes betragen. 24 Monate der Elternzeit k&amp;ouml;nnen aber bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes &amp;uuml;bertragen werden, ohne dass eine Zustimmung des Arbeitgebers notwendig ist. Damit soll zum Beispiel erm&amp;ouml;glicht werden, besser auf die Einschulungsphase reagieren zu k&amp;ouml;nnen. Die Inanspruchnahme von Elternzeit ist letztlich ein Individualanspruch, das hei&amp;szlig;t, jedes Elternteil hat die M&amp;ouml;glichkeit maximal drei Jahre f&amp;uuml;r sich in Anspruch zu nehmen.&lt;br&gt;Bei Frauen werden die Mutterschutzfristen auf die Elternzeit angerechnet. Wie Mutter und Vater die Elternzeit aufteilen, bleibt ganz ihnen &amp;uuml;berlassen: Beide, nur eine oder einer, nacheinander, im Wechsel oder gleichzeitig &amp;ndash; alles ist denkbar.&lt;br&gt;Adoptiv- oder Pflegeeltern k&amp;ouml;nnen die dreij&amp;auml;hrige Elternzeit ab dem Zeitpunkt der Aufnahme des Kindes geltend machen, l&amp;auml;ngstens bis zu dessen achten Geburtstag.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wann und wo muss ich Elternzeit beantragen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Wenn Sie als Mutter oder Vater Elternzeit geltend machen m&amp;ouml;chten, m&amp;uuml;ssen Sie dies sp&amp;auml;testens sieben Wochen vor dem gew&amp;uuml;nschten Beginn schriftlich bei Ihrem Arbeitgeber anmelden. Mit der schriftlichen Anmeldung legen Sie verbindlich fest, f&amp;uuml;r welche Zeitr&amp;auml;ume Sie innerhalb der ersten zwei Lebensjahre Ihres Kindes Elternzeit beanspruchen.&lt;br&gt;Ob und zu welchem Zeitpunkt Sie das dritte Elternzeitjahr in Anspruch nehmen, k&amp;ouml;nnen Sie sp&amp;auml;ter entscheiden. Auch hier ist dann eine siebenw&amp;ouml;chige Anmeldefrist zu wahren. Zwei Dinge gilt es jedoch zu beachten:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Bis Ihre Kind drei Jahre alt ist, k&amp;ouml;nnen Sie Elternzeit ohne die Zustimmung Ihres Arbeitgebers nehmen, Sie m&amp;uuml;ssen diese nur fristgerecht anmelden. Wenn Sie das dritte Elternzeitjahr jedoch ganz oder teilweise auf einen sp&amp;auml;teren Zeitraum &amp;bdquo;verschieben&amp;ldquo;&amp;bdquo;m&amp;ouml;chten, bedarf dies der Zustimmung des Arbeitgebers.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Streng nach Gesetz d&amp;uuml;rfen Sie die Elternzeit nur auf zwei Zeitabschnitte verteilen, wobei die &amp;ldquo;Verschiebung&amp;bdquo; des dritten Jahres als ein Zeitabschnitt gez&amp;auml;hlt wird. Bei einer Aufteilung auf mehr als zwei Zeitabschnitte muss der Arbeitgeber zustimmen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Gleichg&amp;uuml;ltig wie Sie Ihre Elternzeit planen, lassen Sie sich die angemeldeten Zeitr&amp;auml;ume in jedem Fall von Ihrem Arbeitgeber bescheinigen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Darf ich w&amp;auml;hrend der Elternzeit arbeiten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Ja, Sie d&amp;uuml;rfen. W&amp;auml;hrend der Elternzeit k&amp;ouml;nnen Sie bis zu 30 Stunden w&amp;ouml;chentlich arbeiten. Die Verringerung Ihrer Arbeitszeit m&amp;uuml;ssen Sie mindestens sieben Wochen vor ihrem geplanten Beginn beantragen. Sie k&amp;ouml;nnen den Antrag auf Teilzeit in der Elternzeit gleichzeitig mit der Elternzeit beantragen, m&amp;uuml;ssen dies jedoch nicht tun. Es ist durchaus denkbar, dass Sie zun&amp;auml;chst nur die Elternzeit anmelden und sich ganz freistellen lassen, um erst einmal &amp;bdquo;zu schauen wie es l&amp;auml;uft&amp;ldquo;. Sobald Sie dann wissen, ob und wie viel Sie w&amp;auml;hrend Ihrer Elternzeit arbeiten k&amp;ouml;nnen und wollen, stellen Sie einen Antrag auf Teilzeit.&lt;br&gt;Alternativ k&amp;ouml;nnen Sie die Teilzeitbesch&amp;auml;ftigung auch bei einem anderen Arbeitgeber aus&amp;uuml;ben oder selbstst&amp;auml;ndig arbeiten. In diesen F&amp;auml;llen muss Ihr Arbeitgeber jedoch zustimmen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Ihr Arbeitgeber lehnt es ab, Sie Teilzeit zu besch&amp;auml;ftigen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Eine Ablehnung durch den Arbeitgeber muss innerhalb von vier Wochen und schriftlich erfolgen. Unter den folgenden Voraussetzungen haben Sie einen Anspruch auf Teilzeitbesch&amp;auml;ftigung w&amp;auml;hrend der Elternzeit:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Ihr Arbeitgeber hat mehr als 15 Besch&amp;auml;ftigte (ohne Azubis).&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sie selbst sind seit mindestens sechs Monaten im Unternehmen besch&amp;auml;ftigt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sie m&amp;ouml;chten mindestens 15 Stunden (maximal 30 Stunden) pro Woche arbeiten.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sie beantragen die Teilzeitbesch&amp;auml;ftigung mindestens sieben Wochen vor ihrem geplanten Beginn.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der Teilzeitbesch&amp;auml;ftigung stehen keine dringenden betrieblichen Gr&amp;uuml;nde entgegen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Am besten, Sie holen sich in diesem Fall Hilfe von Ihrem Betriebsrat oder wenden sich an die zust&amp;auml;ndige IG Metall-Verwaltungsstelle.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was passiert mit meinem Urlaub?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Ihr Arbeitgeber kann Ihren Erholungsurlaub f&amp;uuml;r jeden vollen Kalendermonat, in dem Sie Elternzeit in Anspruch nehmen, um ein Zw&amp;ouml;lftel k&amp;uuml;rzen. Dies gilt nat&amp;uuml;rlich nicht, wenn Sie w&amp;auml;hrend der Elternzeit Teilzeit arbeiten. Wenn Ihnen bei Antritt der Elternzeit noch Resturlaub zusteht, k&amp;ouml;nnen Sie diesen auf die Zeit nach der Elternzeit bis ins n&amp;auml;chste Urlaubsjahr &amp;uuml;bertragen. Er erlischt nicht zu einem festen Zeitpunkt des Folgejahres. Eine l&amp;auml;ngere &amp;Uuml;bertragung &amp;ndash; eventuell n&amp;ouml;tig, wenn Sie mehrere Jahre Elternzeit geltend machen oder w&amp;auml;hrend der Elternzeit ein weiteres Kind bekommen &amp;ndash; ist m&amp;ouml;glich.&lt;br&gt;Sollten Sie vor Beginn der Elternzeit zu viel Urlaub erhalten haben, kann der Arbeitgeber Ihren Urlaub nach der Elternzeit um die entsprechenden Tage k&amp;uuml;rzen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kann ich w&amp;auml;hrend der Elternzeit gek&amp;uuml;ndigt werden?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;W&amp;auml;hrend der Elternzeit unterliegen Sie einem besonderen K&amp;uuml;ndigungsschutz.&lt;br&gt;Dieser besagt im Wesentlichen, dass der Arbeitgeber Ihnen in den acht Wochen vor Beginn der Elternzeit sowie w&amp;auml;hrend der Elternzeit nicht k&amp;uuml;ndigen darf. Das gilt auch, wenn Sie w&amp;auml;hrend der Elternzeit Teilzeit arbeiten. Vorsicht ist f&amp;uuml;r Eltern geboten, die sich bei der Elternzeit mehrfach abwechseln m&amp;ouml;chten. Der besondere K&amp;uuml;ndigungsschutz gilt nur f&amp;uuml;r die Zeitr&amp;auml;ume, in denen Sie sich tats&amp;auml;chlich in Elternzeit befinden, nicht f&amp;uuml;r die Arbeitsabschnitte dazwischen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Sie erwarten Mehrlinge oder bekommen w&amp;auml;hrend der Elternzeit ein weiteres Kind?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Grunds&amp;auml;tzlich besteht zwar f&amp;uuml;r jedes Kind ein Anspruch auf drei Jahre Elternzeit, &amp;Uuml;berschneidungszeitr&amp;auml;ume werden jedoch nicht automatisch addiert. Um Ihre Elternzeit trotzdem zu verl&amp;auml;ngern, k&amp;ouml;nnen Sie in diesen F&amp;auml;llen nur von der M&amp;ouml;glichkeit Gebrauch machen, das dritte Elternzeitjahr auf einen sp&amp;auml;teren Zeitpunkt zu &amp;uuml;bertragen. Allerdings muss Ihr Arbeitgeber dem zustimmen. Dazu zwei Beispiele.&lt;br&gt;Geschwisterkind: Sie befinden sich in Elternzeit f&amp;uuml;r ihr erstes Kind. Als dieses 1 &amp;frac12; Jahre alt ist, bekommen Sie ein zweites Kind, f&amp;uuml;r das Sie nun ebenfalls Elternzeit beanspruchen m&amp;ouml;chten. Ohne &amp;Uuml;bertragung k&amp;ouml;nnen Sie in diesem Fall maximal 4 &amp;frac12; Jahre Elternzeit geltend machen, 3 Jahre bis zum dritten Geburtstag des ersten Kindes, weitere 1 &amp;frac12; Jahre bis zum dritten Geburtstag des zweiten Kindes. Sofern Ihr Arbeitgeber zustimmt k&amp;ouml;nnen Sie jedoch mit Geburt des zweiten Kindes auch das dritte Elternzeitjahr f&amp;uuml;r das erste Kind auf einen sp&amp;auml;teren Zeitpunkt &amp;uuml;bertragen und k&amp;auml;men so auf eine Gesamtelternzeit von 5 &amp;frac12; Jahren.&lt;br&gt;Mehrlingsgeburt: Sie haben Zwillinge bekommen und m&amp;ouml;chten 4 Jahre Elternzeit in Anspruch nehmen. Dazu nehmen Sie zun&amp;auml;chst die beiden ersten Elternzeitjahre f&amp;uuml;r den ersten Zwilling, dann das erste Elternzeitjahr f&amp;uuml;r den zweiten und schlie&amp;szlig;lich das mit Zustimmung des Arbeitgebers &amp;uuml;bertragene, dritte Elternzeitjahr f&amp;uuml;r den ersten Zwilling. &amp;Uuml;bertragen Sie auch das dritte Elternzeitjahr f&amp;uuml;r den zweiten Zwilling auf einen sp&amp;auml;teren Zeitpunkt, sind sogar bis zu 5 Jahre Elternzeit m&amp;ouml;glich. Verzichten Sie hingegen auf eine &amp;Uuml;bertragung oder stimmt der Arbeitgeber einer solchen nicht zu, wird Ihre Elternzeit nur 3 Jahre betragen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Bin ich w&amp;auml;hrend der Elternzeit rankenversichert?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Wenn Sie bisher in der gesetzlichen Kranken- / Pflegeversicherung pflichtversichert waren, bleibt die Mitgliedschaft w&amp;auml;hrend der Elternzeit beitragsfrei bestehen. Dies gilt, solange Sie ausschlie&amp;szlig;lich Elterngeld beziehen oder keine Eink&amp;uuml;nfte haben. Sobald Sie Teilzeit arbeiten oder andere beitragspflichtige Eink&amp;uuml;nfte haben, m&amp;uuml;ssen Sie entsprechende Beitr&amp;auml;ge abf&amp;uuml;hren.&lt;br&gt;Als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Kranken- / Pflegeversicherung m&amp;uuml;ssen Sie w&amp;auml;hrend der Elternzeit mit Beitr&amp;auml;gen rechnen, es sei denn, Sie k&amp;ouml;nnen sich bei Ihrem Ehepartner beitragsfrei mitversichern. Besteht keine M&amp;ouml;glichkeit zur Familienversicherung, zahlen Sie ohne Eink&amp;uuml;nfte oder bei ausschlie&amp;szlig;lichem Elterngeldbezug den Mindestbeitrag. Sofern Sie beitragspflichtige Eink&amp;uuml;nfte erzielen, werden Ihre Beitr&amp;auml;ge entsprechend berechnet.&lt;br&gt;Privat Versicherte bleiben w&amp;auml;hrend der Elternzeit beitragspflichtig privat versichert. Sollten Sie w&amp;auml;hrend der Elternzeit Teilzeit arbeiten und mit ihrem Einkommen deshalb unter die Versicherungspflichtgrenze fallen &amp;ndash; und damit versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung werden &amp;ndash; k&amp;ouml;nnen Sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen, um weiterhin in der privaten Krankenversicherung zu verbleiben. Hierzu ist ein schriftlicher, formloser Antrag bei irgendeiner gesetzlichen Krankenkasse erforderlich.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Bin ich w&amp;auml;hrend der Elternzeit arbeitslosen- und krankenversichert?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;In der Arbeitslosenversicherung fallen w&amp;auml;hrend der Elternzeit keine Beitr&amp;auml;ge an. Sollten Sie im Anschluss an die Elternzeit arbeitslos werden, wird Ihr Arbeitslosengeld auf Basis Ihrer Eink&amp;uuml;nfte vor der Elternzeit berechnet. Wenn binnen der letzten zwei Jahre keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt zusammenkommen, wird das Arbeitslosengeld fiktiv bemessen.&lt;br&gt;In der Rentenversicherung fallen w&amp;auml;hrend der Elternzeit ebenfalls keine Beitr&amp;auml;ge an. Rentenrechtlich werden Kindererziehungszeiten jedoch als Pflichtbeitragszeiten anerkannt, d.h. sie werden wie Jahre behandelt, in denen Beitr&amp;auml;ge gezahlt wurden.&lt;br&gt;F&amp;uuml;r Geburten ab dem 1. Januar 1992 werden grunds&amp;auml;tzlich die ersten drei Jahre nach der Geburt des Kindes als Erziehungszeit veranschlagt. F&amp;uuml;r diese Zeit wird Ihnen ein im Vergleich zu allen Versicherten durchschnittliches Einkommen unterstellt. Wenn Sie im selben Zeitraum versicherungspflichtig arbeiten und Beitr&amp;auml;ge zahlen, werden diese Beitragszeiten bis zur Beitragsbemessungsgrenze ebenfalls angerechnet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was muss ich sonst noch beachten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Eigenk&amp;uuml;ndigung: Falls Sie Ihr Arbeitsverh&amp;auml;ltnis w&amp;auml;hrend der Elternzeit selbst k&amp;uuml;ndigen m&amp;ouml;chten, gelten f&amp;uuml;r Sie die gleichen Fristen wie vor der Elternzeit. M&amp;ouml;chten Sie Ihr Arbeitsverh&amp;auml;ltnis zum Ende der Elternzeit k&amp;uuml;ndigen, m&amp;uuml;ssen Sie eine K&amp;uuml;ndigungsfrist von drei Monaten einhalten. Arbeitgeberseitige Zustimmungen: Wer beabsichtigt, den Arbeitgeber zu wechseln, sollte bei der Planung der Elternzeit bedenken, dass ein neuer Arbeitgeber nicht an eventuelle Zustimmungen des alten Arbeitgebers gebunden ist. So ist beispielsweise die Verabredung, das dritte Elternzeitjahr auf einen sp&amp;auml;teren Zeitpunkt zu verschieben, f&amp;uuml;r den neuen Arbeitgeber nicht bindend und Sie laufen Gefahr dieses Jahr zu verlieren.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was sollten insbesondere V&amp;auml;ter beachten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Akzeptanz gegen&amp;uuml;ber V&amp;auml;tern in Elternzeit steigt, so selbstverst&amp;auml;ndlich wie bei M&amp;uuml;ttern ist sie jedoch nicht. V&amp;auml;ter sollten daher besonders darauf achten, Ihre Elternzeitpl&amp;auml;ne erst dann kund zu tun, wenn sie bereits dem besonderen K&amp;uuml;ndigungsschutz unterliegen, also fr&amp;uuml;hestens acht Wochen vor dem geplanten Beginn der Elternzeit.&lt;br&gt;Sprechen Sie im Zweifel mit dem Betriebsrat oder Ihrer zust&amp;auml;ndigen IG Metall-Verwaltungsstelle und informieren Sie sich dort &amp;uuml;ber die Erfahrungen von V&amp;auml;tern in Elternzeit in Ihrem Betrieb.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wo bekomme ich weitere Informationen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Sie bekommen Informationen von der IG Metall, insbesondere die Brosch&amp;uuml;re &amp;bdquo;Elterngeld &amp;ndash; Neue Chancen f&amp;uuml;r V&amp;auml;ter und M&amp;uuml;tter&amp;ldquo;, zu beziehen &amp;uuml;ber den Betriebsrat oder die zust&amp;auml;ndige IG Metall-Verwaltungsstelle. Oder beim Bundesministerium f&amp;uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hier online direkt zum Thema &amp;bdquo;Elternzeit&amp;ldquo; oder &amp;uuml;ber ein Sichwortverzeichnis.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Entgeltrahmenabkommen</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das Entgeltrahmenabkommen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Mit dem Entgeltrahmenabkommen (ERA) haben die IG Metall und die Metallarbeitgeberverb&amp;auml;nde eine neue, einheitliche Grundlage f&amp;uuml;r die Entgeltgestaltung der Arbeiter/innen und Angestellte in der Metall- und Elektroindustrie geschaffen. Der erste regionale ERA-Tarifvertrag wurde 2003 in Baden-W&amp;uuml;rttemberg abgeschlossen. Die Einf&amp;uuml;hrung von ERA in den Betrieben wird sich bis Ende 2009 erstrecken.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie hilft die IG Metall?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Wir bieten Betriebsr&amp;auml;ten und Vertrauensleuten Arbeitshilfen rund um das Thema ERA. Fragen Sie am besten dort nach oder wenden Sie sich direkt an Ihre IG Metall vor Ort.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Entsendegesetz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das Entsendegesetz?&lt;/strong&gt;Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz verpflichtet alle Unternehmen einer Branche, die in das Gesetz aufgenommen wurden, die tariflichen Mindestl&amp;ouml;hne zu zahlen. Auch wenn sie an keinen oder einen anderen Tarifvertrag gebunden sind oder der Arbeitgeber ein Ausl&amp;auml;nder ist.Alle an Fl&amp;auml;chen- und Firmentarifvertr&amp;auml;ge gebundenen Arbeitgeber m&amp;uuml;ssen zusammen mindestens 50 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Branche besch&amp;auml;ftigen. &amp;Uuml;ber einen beantragten Mindestlohn entscheidet ein Tarifausschuss aus je drei Vertretern der Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Nimmt er innerhalb von drei Monaten nicht Stellung oder stimmt er zu, kann der Bundesarbeitsminister die Aufnahme beschlie&amp;szlig;en. Gibt es ein Patt oder lehnt der Ausschuss ab, kann das BMAS den Mindestlohn durch Rechtsverordnung umsetzen &amp;ndash; wenn das Kabinett zustimmt. Bestehen mehrere konkurrierende Tarifvertr&amp;auml;ge (zum Beispiel von &amp;bdquo;christlichen Gewerkschaften&amp;ldquo;), wird anhand von Kriterien entschieden, welcher Tarifvertrag allgemein verbindlich wird.&lt;br&gt;In Branchen, in denen f&amp;uuml;r weniger als 50 Prozent der Besch&amp;auml;ftigten ein Tarifvertrag gilt oder in denen tariflose Zust&amp;auml;nde herrschen, kann der Staat einen Mindestlohn festlegen. In diesem Fall nicht nach dem Entsendegesetz, sondern nach dem Mindestarbeitsbedingungen-Gesetz von 1952 (MiA). Aussch&amp;uuml;sse aus &amp;bdquo;unabh&amp;auml;ngigen&amp;ldquo; Experten (die Arbeitgeber und Gewerkschaften vorschlagen k&amp;ouml;nnen) pr&amp;uuml;fen, ob Mindestl&amp;ouml;hne notwendig sind, und geben eine Empfehlung ab. Diese kann die Regierung auf Vorschlag des BMAS rechtlich verbindlich machen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Equal Pay Day</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Bei Equal Pay, auf deutsch: gleiche Bezahlung, denken viele zuerst an Leihbesch&amp;auml;ftigte, nicht an Frauen. Dabei gibt es Benachteiligungen von Arbeitnehmerinnen beim Entgelt und ihr Engagement f&amp;uuml;r EqualPay schon l&amp;auml;nger als Leiharbeit, praktisch seit es Frauenarbeit gibt. Seit einiger Zeit wird in vielen L&amp;auml;ndern der Equal Pay Day begangen. In Deutschland seit 2008, initiiert vom Verband &amp;bdquo;Business and Professional Women Germany&amp;ldquo;. Dieses Jahr ist er am 23.M&amp;auml;rz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sp&amp;auml;t eingeholt&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Der Equal Pay Day ist in jedem Jahr und in jedem Land an einem anderen Tag. Denn: Das Datum markiert den Zeitpunkt im neuen Jahr, bis zu dem eine Frau im Durchschnitt &amp;uuml;ber den Jahreswechsel hinaus arbeiten muss, um das Entgelt zu erreichen, dass M&amp;auml;nner im Vorjahr im Schnitt erhalten haben. In Deutschland ist der Equal Pay Day im internationalen Vergleich sp&amp;auml;t, weil hier der Abstand zwischen Frauen- und M&amp;auml;nnerl&amp;ouml;hnen mit 23 Prozent &amp;uuml;berdurchschnittlich hoch ist. In den 27 EU-L&amp;auml;ndern ist er nur in &amp;Ouml;sterreich und Tschechien noch h&amp;ouml;her. Im Schnitt verdienen Frauen in der EU 17,8 Prozent weniger als M&amp;auml;nner. In Deutschland hat sich der Lohnabstand zwischen den Geschlechtern seit Jahrzehnten kaum verringert. Damit sich endlich etwas bewegt, bedarf es aus Sicht der IG Metall eines Gesetzes f&amp;uuml;r Entgeltgleichheit. Seit ein paar Jahren fordert sie das.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;Aktiv&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Am Equal Pay Day machen Frauen (und M&amp;auml;nner) in vielen St&amp;auml;dten auf die Ungleichheit aufmerksam. 2011 waren bundesweit mehr als 90 000 Menschen in 250 St&amp;auml;dten an rund 370 Aktionen beteiligt, darunter viele Metallerinnen. Dieses Jahr ist wieder mit etlichen Veranstaltungen und Aktionen zu rechnen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Erstuntersuchung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Erstuntersuchung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Erstuntersuchung dient dazu, den Gesundheitszustand des Arbeitnehmers vor dem Arbeitsbeginn festzustellen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie sieht das bei den Auszubildenden aus?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Jugendliche Auszubildende m&amp;uuml;ssen sich vor der Ausbildung sowie nach einem Jahr &amp;auml;rztlich untersuchen lassen. Damit wird der Gesundheits und Entwicklungsstand festgestellt, insbesondere auch, ob die Gesundheit durch die Aus&amp;uuml;bung bestimmter Arbeiten gef&amp;auml;hrdet werden k&amp;ouml;nnte. Vorgeschrieben werden dabei eine Erstuntersuchung zu Beginn der Ausbildung und weitere Nachuntersuchungen w&amp;auml;hrend der Ausbildung.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Europa AG</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Europa AG?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Mit der Europ&amp;auml;ischen Aktiengesellschaft (Societas Europea &amp;ndash; SE) hat die EU eine einheitliche Unternehmensrechtsform geschaffen, die Unternehmen grenz&amp;uuml;berschreitende Mobilit&amp;auml;t erleichtert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was bedeutet das f&amp;uuml;r die Arbeitnehmer?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;F&amp;uuml;r die Arbeitnehmer und ihre Mitbestimmung ergeben sich Risiken &amp;ndash; aber auch Chancen. Die Unternehmensleitung hat die Wahl, eine SE entweder mit einem einstufigen Board (wie in England oder Schweden &amp;uuml;blich) oder mit der herk&amp;ouml;mmlichen Struktur mit Vorstand und Aufsichtsrat zu f&amp;uuml;hren. Keine Wahl hat die Leitung jedoch bei der Mitbestimmung. Wenn Arbeitnehmer auch nur in einer Einheit der neuen SE auf nationaler Ebene Mitbestimmungsrechte hatten, muss &amp;uuml;ber die Beteiligung der Arbeitnehmer durch den SE-Betriebsrat und im F&amp;uuml;hrungsorgan verhandelt werden.&lt;br&gt;Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ist nach der SE-Richtlinie Voraussetzung f&amp;uuml;r die Registrierung einer SE. Wird bei der Verhandlung keine Einigung erzielt, gelten die bisherigen Mitbestimmungsrechte weiter &amp;ndash; vorausgesetzt, dass diese mindestens 25 Prozent der Besch&amp;auml;ftigten (bei einer Verschmelzung) beziehungsweise 50 Prozent (bei Gr&amp;uuml;ndung einer Holding- oder Tochter-SE) betreffen. Bei der Gr&amp;uuml;ndung einer SE durch Umwandlung ist eine Minderung von vorher bestehenden Mitbestimmungsrechten ausgeschlossen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was kann schief gehen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Vorsicht ist geboten bei SE, die ihren Sitz in Staaten haben, deren nationale Umsetzung der EU-Direktive keine Neuverhandlung bei Strukturver&amp;auml;nderung vorsieht. Wenn etwa eine mitbestimmungslose britische SE deutsche Standorte schluckt, ist auch hier die Unternehmensmitbestimmung weg.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Fachabitur</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das Fachabitur?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Wer ein Fachabitur hat, hat deutschlandweit den allgemeinen Zugang zu Fachhochschulen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wo wird das Fachabitur erworben?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Fachabitur kann an der Fachoberschule erworben werden. Diese Schulen setzen in der Regel einen Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Fehlzeiten</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was versteht man unter Fehlzeiten?&lt;/strong&gt; F&amp;uuml;r das Institut f&amp;uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesanstalt f&amp;uuml;r Arbeit, das die Fehlzeiten seit Jahren untersucht, sind krankheitsbedingte Abwesenheiten vom Arbeitsplatz, also Krankenst&amp;auml;nde, Fehlzeiten im engen Sinn. Im weiteren Sinne z&amp;auml;hlt das N&amp;uuml;rnberger Institut unentschuldigtes Fehlen und Freistellungen f&amp;uuml;r Beh&amp;ouml;rdeng&amp;auml;nge oder Familienangelegenheiten dazu, im weitesten Sinne auch Kuren, Mutterschutz und Bildungsurlaub. In Personalabteilungen ist der Begriff mitunter so weit gefa&amp;szlig;t, da&amp;szlig; sogar Auslandseins&amp;auml;tze oder Wehr&amp;uuml;bungen mitgez&amp;auml;hlt werden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Fünf-S-Methode</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Die f&amp;uuml;nf &amp;bdquo;S&amp;ldquo; stehen f&amp;uuml;r Sortieren, Systematisieren, S&amp;auml;ubern, Standardisieren, Selbstdisziplin.&lt;br&gt;Die Arbeitspl&amp;auml;tze sollen ordentlich und sauber sein und hohe Arbeitssicherheit bieten, damit besser in standardisierten Abl&amp;auml;ufen ohne Verschwendung gearbeitet werden kann.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Ganzheitliches Produktionssystem</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Die R&amp;uuml;ckkehr zum Taylorismus geschieht oft durch &amp;bdquo;Ganzheitliche Produktionssysteme&amp;ldquo; (GPS).&lt;br&gt;Ausgehend von der Autoindustrie breiten sie sich zurzeit rasant aus: in der Fertigung und Montage &amp;ndash; und in B&amp;uuml;ros. GPS sind kein neues Konzept, sondern der Versuch, in den Unternehmen vorhandene unterschiedliche Methoden und Konzepte optimal aufeinander abzustimmen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Gender Pay Gap</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Gender Pay Gap beschreibt die Lohnl&amp;uuml;cke zwischen M&amp;auml;nnern und Frauen. Diese betr&amp;auml;gt in Deutschland etwa 23 Prozent. Der Begriff setzt sich zusammen aus:&lt;/p&gt;
&lt;ol type=&quot;1&quot;&gt;
&lt;li&gt;gender = soziokulturelles Geschlecht. Also nicht das biologische Geschlecht, sondern die &amp;bdquo;Geschlechterrolle&amp;ldquo;, die eine Gesellschaft M&amp;auml;nnern und Frauen zuschreibt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;pay = Lohn, Gehalt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;gap = L&amp;uuml;cke, Abstand&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Ursachen&lt;/strong&gt;Es gibt einige Fakten, die dazu f&amp;uuml;hren, dass Frauen im Durchschnitt weniger verdienen: Sie arbeiten &amp;uuml;berproportional oft in schlechter bezahlten Berufen. Sie arbeiten mehr in Teilzeit als M&amp;auml;nner. Und die Formalqualifikationen (Bildungsgrad durch Schule, Ausbildung und Studium) sind geringer als bei M&amp;auml;nnern. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Aber: Selbst wenn man diese Faktoren aus der Gender Pay Gap herausrechnet, bleibt immer noch ein Teil ungekl&amp;auml;rt, den Experten dann der geschlechterspezifischen Lohndiskriminierung zuschreiben. An die 40 Prozent der Lohnl&amp;uuml;cke geh&amp;ouml;ren zu diesem &amp;bdquo;blinden Fleck&amp;ldquo;. Was also tun? Deutschland wollte die Lohnl&amp;uuml;cke eigentlich bis 2010 auf 15 Prozent schrumpfen lassen. Da ist auf politischer Ebene nicht viel passiert. Umso wichtiger ist es f&amp;uuml;r Betriebsr&amp;auml;te, sich auf Betriebsebene f&amp;uuml;r gerechte Entlohnung stark zumachen. Basis daf&amp;uuml;r sind die Paragrafen 45, 80 und 92 BetrVG. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Im Betrieb&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der Betriebsrat darf auf Betriebsversammlungen &amp;bdquo;Fragen der F&amp;ouml;rderung der Gleichstellung von Frauen und M&amp;auml;nnern&amp;ldquo; behandeln. Zu seinen allgemeinen Aufgaben geh&amp;ouml;rt die &amp;bdquo;Durchsetzung der tats&amp;auml;chlichen Gleichstellung von Frauen und M&amp;auml;nnern&amp;ldquo;. Und der Arbeitgeber muss den Betriebsrat &amp;uuml;ber seine Personalplanung unterrichten. Gerade hier ist der beste Ansatzpunkt: Bei Neueinstellungen und Stellenwechseln im Betrieb aufzupassen, ob das Gehalt stimmt. Damit zum Beispiel die Kollegin nicht weniger verdient als ihr m&amp;auml;nnlicher Vorg&amp;auml;nger.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Gewerkschaft</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Gewerkschaft?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Eine Gewerkschaft ist ein Zusammenschluss abh&amp;auml;ngig Besch&amp;auml;ftigter.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was macht eine Gewerkschaft?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Eine Gewerkschaft vertritt die Interessen der in ihr zusammengefassten Besch&amp;auml;ftigten aber auch die der Besch&amp;auml;ftigten im Allgemeinen. Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft ist freiwillig &amp;ndash; aber sinnvoll. Sie kostet in der Regel ein Prozent vom Bruttolohn.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Gläubigerausschuss</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Gl&amp;auml;ubigerausschuss?&lt;/strong&gt;W&amp;auml;hrend des Insolvenzverfahrens sucht der Insolvenzverwalter nach Investoren, die das angeschlagene Unternehmen oder Teile davon &amp;uuml;bernehmen m&amp;ouml;chten. Bei der Aufstellung eines Insolvenzplans wirken die Arbeitnehmer &amp;uuml;ber den Betriebsrat oder den Gl&amp;auml;ubigerausschuss mit. In den Gl&amp;auml;ubigerausschuss kann ein Betriebsratsmitglied oder ein Gewerkschaftsvertreter berufen werden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Gleitzeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Gleitzeit?&lt;/strong&gt;Gleitzeit oder gleitende Arbeitszeit bezeichnet eine in gewissem Rahmen frei geregelte Arbeitszeit. Regelungen zur Gleitzeit werden in Deutschland zumeist zwischen Unternehmensf&amp;uuml;hrung und Betriebsrat festgelegt. Das geschieht &amp;uuml;ber eine Betriebsvereinbarung. In der Regel besteht eine Kernzeit (oft zwischen 9 und 15 Uhr). In dieser Kernzeit m&amp;uuml;ssen die Mitarbeiter anwesend sein. Die Arbeitszeiten vor und nach der Kernzeit sind dem Einzelnen &amp;uuml;berlassen, doch muss er sich insgesamt im Durchschnitt an die vereinbarte Wochen-Arbeitszeit halten.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Gruppenarbeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Abkehr von Flie&amp;szlig;band und engen Taktzeiten. Die Gruppenarbeit l&amp;ouml;ste das Taylorsystem in den 1980er- und 90er-Jahren ab.&lt;br&gt;Eine Gruppe von Besch&amp;auml;ftigten arbeitet einen umfangreicheren Arbeitskomplex gemeinsam ab. Sie entscheidet selbst, wie sie die Arbeit untereinander regelt. Die Arbeitsinhalte werden abwechslungsreicher. Die Gewerkschaften sehen eine Chance zu humanerer Arbeit.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Hartz IV</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Am 1. Januar 2005 trat &amp;bdquo;Hartz IV&amp;ldquo; in Kraft. Der offizielle Name &amp;bdquo;Viertes Gesetz f&amp;uuml;r moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&amp;ldquo; verschleiert allerdings, um was es dabei geht: Neben &amp;Auml;nderungen am Arbeitslosengeld (I) wurde die Arbeitslosenhilfe mit der niedrigeren Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II (ALG II) verschmolzen &amp;ndash; auf einem Niveau unter der damaligen Sozialhilfe.&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Regels&amp;auml;tze&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Der Regelsatz bei ALG II f&amp;uuml;r alleinstehende Erwachsene betr&amp;auml;gt zurzeit 359 Euro. Kinder zwischen 7 und 13 Jahren bekommen nur 60 Prozent davon (vorher 65), bis 17-J&amp;auml;hrige 80 Prozent (vorher 90). Ehepartnern stehen jeweils 90 Prozent zu: 323 Euro.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wer von &amp;bdquo;Hartz IV&amp;ldquo; redet, meint meist &amp;bdquo;ALG II&amp;ldquo;. Nach f&amp;uuml;nf Jahren Erfahrungen mit Hartz IV halten alle Parteien Reformen f&amp;uuml;r erforderlich. Zwei Punkte stellt die Regierung auf den Pr&amp;uuml;fstand:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Zuverdienstgrenzen: Sie sollen erh&amp;ouml;ht werden &amp;ndash; als &amp;bdquo;Anreiz&amp;ldquo; f&amp;uuml;r Arbeitslose, Jobs anzunehmen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Schonverm&amp;ouml;gen: Angespartes Verm&amp;ouml;gen f&amp;uuml;r Altersvorsorge soll bis 750 Euro pro Lebensjahr nicht mehr auf ALG II angerechnet werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;Voraussichtlich im Februar entscheidet das Bundesverfassungsgericht &amp;uuml;ber einen anderen Punkt:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Die H&amp;ouml;he der Regels&amp;auml;tze: Hintergrund sind Klagen vor den Sozialgerichten. Einige davon hat die IG Metall f&amp;uuml;r Mitglieder gef&amp;uuml;hrt. Sie h&amp;auml;lt die Regels&amp;auml;tze f&amp;uuml;r zu niedrig, weil sie das Existenzminimum nicht absichern, und fordert mindestens 440 Euro. Die IG Metall h&amp;auml;lt es au&amp;szlig;erdem f&amp;uuml;r verfassungswidrig, die H&amp;ouml;he pauschal nach statistischen Bedarfsberechnungen festzulegen, ohne R&amp;uuml;cksicht darauf, was die Menschen tats&amp;auml;chlich brauchen. Mit beiden Punkten werden sich die Verfassungsrichter jetzt befassen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;Zumutbare Arbeit. Auch die Kriterien f&amp;uuml;r &amp;bdquo;zumutbare&amp;ldquo; Arbeit m&amp;uuml;ssen ge&amp;auml;ndert werden, fordert IG Metall-Vorstandsmitglied Hans-J&amp;uuml;rgen Urban. Sie haben Lohndumping und menschenunw&amp;uuml;rdige Armutsl&amp;ouml;hne gef&amp;ouml;rdert. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Tipp: &amp;Uuml;berpr&amp;uuml;fen&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Bundesverfassungsgericht wird die Regels&amp;auml;tze bei Hartz IV vermutlich beanstanden. Es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, dass sie r&amp;uuml;ckwirkend nachgebessert werden. Trotzdem sollten bisherige Hart-IV-Empf&amp;auml;nger vorsorglich bei ihren Leistungstr&amp;auml;gern (Arbeitsagentur oder Kommune) &amp;Uuml;berpr&amp;uuml;fungsantr&amp;auml;ge stellen. Und zwar schnell &amp;ndash; bevor das Bundesverfassungsgericht entscheidet.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Holding</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Holding?&lt;/strong&gt; &lt;br&gt;Porsche, Georgsmarienh&amp;uuml;tte, Heraeus, Allgeier, Thyssen-Krupp und Liebherr &amp;ndash; so unterschiedlich diese Unternehmen sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind Holdings, geh&amp;ouml;ren zu Holdings oder haben Holdings. Eine Holding ist eine Dachgesellschaft, die Beteiligungen an mehreren rechtlich selbstst&amp;auml;ndigen Unternehmen h&amp;auml;lt (darum &amp;bdquo;Holding&amp;ldquo;, von &amp;bdquo;to hold&amp;ldquo;, deutsch: halten). &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Holding ist nicht gleich Holding&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Es gibt verschiedene Formen von Holdings: Operative Holding: Muttergesellschaft, selbst wirtschaftlich t&amp;auml;tig, &amp;uuml;bt starken Einfluss auf ihre T&amp;ouml;chter aus, die die Aktivit&amp;auml;ten der Mutter meist nur erg&amp;auml;nzen (z.B. Auslandsniederlassungen); Management-Holding: ist nicht selbst operativ t&amp;auml;tig, sondern f&amp;uuml;r die strategische Steuerung der Gesch&amp;auml;ftsfelder und des Kapitalflusses zust&amp;auml;ndig und besetzt F&amp;uuml;hrungspositionen. DieT&amp;ouml;chter sind relativ eigenst&amp;auml;ndig in ihren Gesch&amp;auml;ftsfeldern; Finanzholding: verwaltet das Verm&amp;ouml;gen, teilt den T&amp;ouml;chtern Finanzmittel zu, gibt wirtschaftliche Zielgr&amp;ouml;&amp;szlig;envor, aber &amp;uuml;bernimmt keine strategische oder operative Leitung.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>IndustriAll Europe</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Gewerkschaften gibt es in Europa viel zu tun. Denn immer &amp;ouml;fter wird in Br&amp;uuml;ssel entschieden, wo es in der Wirtschaft langgeht. F&amp;uuml;r die Autoindustrie kommen die wichtigsten Vorgaben l&amp;auml;ngst von dort. Die EU hat etwa festgelegt, wie viel Treibhausgas aus dem Auspuff deutscher Autos kommen darf. Gleichzeitig werden Unternehmen nicht nur internationaler, sondern auch vielf&amp;auml;ltiger. Oft finden sich in einer Branche Betriebe der Metall-, Chemie- und Textilindustrie. Auch hier ist die Autoindustrie ein Paradebeispiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zusammen stark&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Mit dieser Entwicklung gehen die Gewerkschaften nun mit. Im Mai haben sich die europ&amp;auml;ischen Gewerkschaftsverb&amp;auml;nde der Metall-, Chemie-, Energie- und Textilindustrie vereinigt. Der neue Dachverband tr&amp;auml;gt den Namen &amp;bdquo;IndustriAll &amp;ndash; European Trade Union &amp;ldquo;. Zuvor hatte sich der Europ&amp;auml;ische Metallgewerkschaftsbund aufgel&amp;ouml;st. Er ging in der Organisation auf. In Europa wollen sich die Verb&amp;auml;nde so eine starke gemeinsame Stimme gegen&amp;uuml;ber Rat, Kommission und Parlament verschaffen. Sie wollen mitreden, wenn in Europa industriepolitische Weichen gestellt werden. Eine starke Industrie ist wichtig, um die Krise zu bew&amp;auml;ltigen. Doch zu einem starken Wirtschaftsstandort Europa geh&amp;ouml;rt f&amp;uuml;r die Gewerkschaften eine sozial gerechte Wirtschaft. Auch bei der Arbeitnehmerbeteiligung will der Verband mehr erreichen. Bereits heute sitzen in Europ&amp;auml;ischen Betriebsr&amp;auml;ten Vertreter verschiedener Gewerkschaften. Wenn auch ihre Organisationen in Europa an einem Tisch sitzen, wird es leichter, eine gemeinsame Linie zu finden und durchzuziehen. Der Dachverband vereinigt in Europa fast 200 Gewerkschaften mit mehr als 7 Millionen Mitgliedern. Er bringt unterschiedliche nationale und gewerkschaftliche Kulturen zusammen. Die eigentliche Arbeit beginnt nun. Die Gewerkschaften m&amp;uuml;ssen einen gemeinsamen europ&amp;auml;ischen Weg f&amp;uuml;r alle finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vier Schwerpunkte &lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der neue Gewerkschaftsverband &amp;bdquo;IndustriAll Europe&amp;ldquo; hat sich vier Schwerpunkte gesetzt. Das sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Koordinierung der europ&amp;auml;ischen Tarifpolitik&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Unternehmenspolitik&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Industriepolitik und&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;der soziale Dialog&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Industrie 4.0</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Ein Rohling f&amp;auml;hrt in die Fertigungsstra&amp;szlig;e ein. Auf einem Chip hat er die Daten f&amp;uuml;r das Endprodukt gespeichert: eine Serienmaschine mit vielen Extras, die der Kunde gerade bestellt hat. Eine zentrale Steuerung ist nicht n&amp;ouml;tig. Der Rohling &amp;uuml;bermittelt den Fertigungsmaschinen drahtlos, welche Bearbeitungsschritte anstehen. Der Kunde ist live &amp;uuml;ber Internet dabei. So etwa funktioniert die schlaue Fabrik &amp;bdquo;Smart Factory&amp;ldquo;) der Zukunft in der Industrie 4.0.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dezentral vernetzt&lt;/strong&gt;Nach Dampfmaschine, Flie&amp;szlig;band und Computer kommt die vierte industrielle Revolution: die &amp;bdquo;cyberphysische&amp;ldquo; Produktion mit in Echtzeit vernetzten Bauteilen, Maschinen und Besch&amp;auml;ftigten. Hoch flexibel, auch bei Einzelst&amp;uuml;cken kosten- und energiesparend. Keine Science-Fiction: Es gibt bereits ein 500-Millionen-Euro-F&amp;ouml;rderprogramm, je zur H&amp;auml;lfte finanziert vom Bund und der Industrie, um den Premium-Produktionsstandort Deutschland zukunftsfest zu machen. BMW, Bosch Rexroth, Daimler, Siemens und Thyssen-Krupp sind dabei. Beim Antriebshersteller Wittenstein ist die Smart Factory heute schon ein St&amp;uuml;ck weit Realit&amp;auml;t.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Arbeit wird anders&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der Mensch bleibt wichtig, sagen die Experten: als Entscheider, Sensor und Probleml&amp;ouml;ser. Also als L&amp;uuml;ckenb&amp;uuml;&amp;szlig;er? Oder gar nur ein vernetztes R&amp;auml;dchen in der virtuellen Cyberfabrik? Damit das nicht so wird, mischt sich die IG Metall fr&amp;uuml;h bei der Industrie 4.0 ein. Damit der Mensch und nicht die Technik entscheidet &amp;ndash; und Arbeit besser statt billiger wird. Die Besch&amp;auml;ftigten m&amp;uuml;ssen faire Arbeitsbedingungen und Beteiligungsm&amp;ouml;glichkeiten haben, fordert Constanze Kurz, die als Expertin der IG Metall im Arbeitskreis Industrie 4.0 mitarbeitet. Klar ist: Die Arbeit wird v&amp;ouml;llig anders, mit deutlich h&amp;ouml;heren Anforderungen an Flexibilit&amp;auml;t, Kooperation und Qualifikation. Gewerkschaften und Betriebsr&amp;auml;te m&amp;uuml;ssen fr&amp;uuml;hzeitig Technik, Arbeitsorganisation und Ausbildung gestalten, um gen&amp;uuml;gend und gute Arbeit zu sichern.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Insolvenz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Insolvenz?&lt;/strong&gt;Insolvenz bezeichnet die dauernde Unf&amp;auml;higkeit eines Unternehmens, seine f&amp;auml;lligen Geldschulden zu bezahlen. Das Insolvenzverfahren soll die Anspr&amp;uuml;che der Gl&amp;auml;ubiger zahlungsunf&amp;auml;higer Schuldner m&amp;ouml;glichst gleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig bedienen. Wird das Insolvenzverfahren er&amp;ouml;ffnet, erh&amp;auml;lt der vom Gericht eingesetzte Insolvenzverwalter das Verf&amp;uuml;gungsrecht &amp;uuml;ber das Verm&amp;ouml;gen des Schuldners, um es zu verwerten. Einigen sich die Gl&amp;auml;ubiger auf einen Insolvenzplan, kann das Unternehmen auch saniert werden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Investivlohn</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Investivlohn?&lt;/strong&gt;Investivlohn ist Arbeitnehmerentgelt, das nicht als &amp;bdquo;Barlohn&amp;ldquo; ausgezahlt wird, sondern als Kapitalbeteiligung entweder im eigenen Betrieb angelegt wird, zum Beispiel &amp;uuml;ber Belegschaftsaktien, oder in einem &amp;uuml;berbetrieblichen Verm&amp;ouml;gensfonds. Ein Investivlohn ist also keine Gewinnbeteiligung, bei der ein Teil des ausgezahlten Entgelts an die Entwicklung der Unternehmensertr&amp;auml;ge gekoppelt ist (Pr&amp;auml;mien, Einmalzahlungen).&lt;br&gt;Bei den Investivlohnmodellen wird in der Regel davon ausgegangen, dass der Besch&amp;auml;ftigte seinen Anteil erst mit dem Ausscheiden aus dem Unternehmen oder der Rente zur&amp;uuml;ckerh&amp;auml;lt. &lt;br&gt;Bef&amp;uuml;rworter sehen folgende Vorteile f&amp;uuml;r die Unternehmen: Motivation, Produktivit&amp;auml;t und Identifikation der Besch&amp;auml;ftigten mit ihrem Betrieb werden gest&amp;auml;rkt &amp;ndash; und ihre &amp;bdquo;Bereitschaft f&amp;uuml;r eine l&amp;auml;ngerfristige Lohnzur&amp;uuml;ckhaltung&amp;ldquo;. Skeptiker halten sie f&amp;uuml;r Arbeitnehmer wirtschaftlich f&amp;uuml;r wenig interessant.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Jahresarbeitszeitkonto</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Jahresarbeitszeitkonto?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit diesem Begriff werden verschiedene Flexi-Regelungen bezeichnet. Es kann einfach die durch Tarifvertr&amp;auml;ge einger&amp;auml;umte M&amp;ouml;glichkeit gemeint sein, die Arbeitszeit innerhalb von 12 Monaten ungleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig zu verteilen. Oder das bei Arbeitgebern beliebte Modell, nur noch das j&amp;auml;hrliche Arbeitszeitvolumen festzulegen; dabei bestimmen sie, wie es auf die einzelnen Tage und Wochen verteilt wird.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Jahreseinkommen</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das Jahreseinkommen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Jahreseinkommen ist das in einem Jahr insgesamt erzielte Tarifeinkommen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was z&amp;auml;hlt alles zum Jahreseinkommen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Zu den monatlich wiederkehrenden Bestandteilen geh&amp;ouml;ren die Grundverg&amp;uuml;tung, die Zulagen und Zuschl&amp;auml;ge sowie ggf. die verm&amp;ouml;genswirksame Leistung. Einmal j&amp;auml;hrlich werden in den meisten Tarifbereichen das Urlaubsgeld und die Jahressonderzahlung (&amp;bdquo;Weihnachtsgeld&amp;ldquo;) gezahlt. Au&amp;szlig;erdem gibt es anla&amp;szlig;- und fallbezogen einmalige Zahlungen wie z.B. Jubil&amp;auml;umszuwendungen. Alle Komponenten zusammengenommen ergeben das tarifliche Jahreseinkommen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Jugend- und Auszubildendenvertretung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist die JAV?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die JAV ist wie der Betriebsrat als Gremium zur Vertretung der Interessen der Besch&amp;auml;ftigten im Betriebsverfassungsgesetz (&amp;sect;60) verankert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie wird die JAV gew&amp;auml;hlt?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Voraussetzungen f&amp;uuml;r die Wahl einer JAV sind ein bestehender Betriebsrat, der den Wahlvorstand bestellt, sowie mindestens f&amp;uuml;nf Wahlberechtigte. Wahlberechtigt sind Jugendliche unter 18 Jahren und Azubis unter 25 Jahren. Bei bis zu 20 Wahlberechtigten kann ein Jugend- und Auszubildenvertreter (JAVi) gew&amp;auml;hlt werden, bei 21 bis 50 Wahlberechtigten drei &amp;ndash; und dar&amp;uuml;ber gestaffelt bis zu 15 JAVis ab 1000 Wahlberechtigten. Als JAVi kandidieren k&amp;ouml;nnen alle Besch&amp;auml;ftigten unter 25 Jahren. Die JAV wird alle zwei Jahre gew&amp;auml;hlt. Die JAV soll alle Besch&amp;auml;ftigtengruppen abdecken, sowie betriebsanteilig aus M&amp;auml;nnern und Frauen bestehen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Welche Aufgaben hat die JAV?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Einhaltung von Gesetzen und Tarifvertr&amp;auml;ge &amp;uuml;berwachen. 3 Die Qualit&amp;auml;t der Ausbildung &amp;uuml;berwachen, ob beispielsweise Azubis ausbildungsfremde T&amp;auml;tigkeiten machen m&amp;uuml;ssen oder ungerecht beurteilt werden. 3 Ma&amp;szlig;nahmen f&amp;uuml;r Azubis beantragen, beispielsweise die &amp;Uuml;bernahme nach der Ausbildung. 3 Die Integration ausl&amp;auml;ndischer Jugendlicher und Azubis f&amp;ouml;rdern.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Jugendarbeitsschutzgesetz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das Jugendarbeitsschutzgesetz?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) gilt f&amp;uuml;r alle Besch&amp;auml;ftigten, die j&amp;uuml;nger als 18 Jahre sind &amp;ndash; egal ob Auszubildende, Hilfskr&amp;auml;fte, Praktikanten und Praktikantinnen oder ausgelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Gesetz schr&amp;auml;nkt zum Schutz der Jugendlichen u. a. Arbeitszeiten und Bet&amp;auml;tigungsfelder ein und setzt einen h&amp;ouml;heren Mindeststandard f&amp;uuml;r Pausen, Urlaub etc.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Kaizen</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Das japanische Wort Kaizen steht f&amp;uuml;r &amp;bdquo;kontinuierlicher Verbesserungsprozess&amp;ldquo;. Wichtiges Prinzip bei &lt;a&gt;ganzheitlichen Produktionssystemen&lt;/a&gt; (GPS).&lt;br&gt;Den Besch&amp;auml;ftigten soll in Fleisch und Blut &amp;uuml;bergehen, st&amp;auml;ndig daran zu denken, Abl&amp;auml;ufe zu verbessern. Verbesserungen werden zu verbindlichen Standards f&amp;uuml;r k&amp;uuml;nftige Arbeitsprozesse.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Kindergeld</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Kindergeld?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Kindergeld ist eine staatliche Zahlung an die Erziehungsberechtigten, die in Abh&amp;auml;ngigkeit von der Zahl und dem Alter der Kinder geleistet wird.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie lange wird Kindergeld gezahlt?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Kindergeld wird normalerweise f&amp;uuml;r Kinder bis zum 18. Lebensjahr gezahlt. Es kann aber auf Antrag bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs weiter gezahlt werden, solange man sich in der Ausbildung (Schule, Berufsausbildung oder Studium) befindet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die fr&amp;uuml;here Einkommensgrenze f&amp;uuml;r den Kindergeldbezug von 8004 Euro f&amp;auml;llt ab dem 1. Januar 2012 weg.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Kündigung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine K&amp;uuml;ndigung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Eine K&amp;uuml;ndigung ist ein einseitiges Rechtsgesch&amp;auml;ft, das aus einer empfangsbed&amp;uuml;rftigen Willenserkl&amp;auml;rung, der K&amp;uuml;ndigungserkl&amp;auml;rung, besteht. Eine K&amp;uuml;ndigung wird erst mit Zugang zum Arbeitnehmer wirksam und ist bedingungsfeindlich.&lt;br&gt;Die K&amp;uuml;ndigung eines Arbeitsvertrages bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform (nicht aber die elektronische Form-diese ist unwirksam!), d.h. m&amp;uuml;ndliche K&amp;uuml;ndigungen sind unwirksam.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Welche Fristen gelten bei K&amp;uuml;ndigungen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Als K&amp;uuml;ndigungsfrist wird die Zeitspanne bezeichnet, die zwischen dem Zugang der K&amp;uuml;ndigungserkl&amp;auml;rung und dem tats&amp;auml;chlichen Ende des Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses liegt. Nach den gesetzlichen Bestimmungen kann das Arbeitsverh&amp;auml;ltnis grunds&amp;auml;tzlich mit einer Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende des Kalendermonats gek&amp;uuml;ndigt werden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Kurzarbeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Kurzarbeit?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Mit Kurzarbeit kann auf einen konjunkturell bedingten Auftragsseinbruch reagiert werden. W&amp;auml;hrend der Kurzarbeit wird im gesamten Betrieb oder in organisatorisch abgrenzbaren Teilen eines Betriebes vor&amp;uuml;bergehend die betriebliche Arbeitszeit gek&amp;uuml;rzt. Das Kurzarbeitergeld (KuG) ist im Sozialgesetzbuch als Sozialleistung geregelt. Es sichert Arbeitspl&amp;auml;tze in Betrieben, die kurzfristig in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Das KuG wird von der Bundesagentur f&amp;uuml;r Arbeit (BA) gezahlt und kann nur vom Arbeitgeber oder Betriebsrat beantragt werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kann Kurzarbeit mit Weiterbildung verbunden werden?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Qualifizierung als Instrument zur Besch&amp;auml;ftigungssicherung in Kurzarbeit und Krise &amp;ndash; und als Investition in die Zukunft: Die Rahmenbedingungen f&amp;uuml;r Unternehmen wurden erheblich erleichtert, die F&amp;ouml;rdergelder sind so hoch wie nie zuvor. Die IG Metall bietet Beratung, zahlreiche neue Seminare und eine Handlungshilfe an, um Qualifizierung in den Betrieben voranzubringen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Kurzarbeitergeld – konjunkturell</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Konjunkturelles Kurzarbeitergeld wird gew&amp;auml;hrt, wenn ein Unternehmen auf Grund von wirtschaftlichen Ursachen die regelm&amp;auml;&amp;szlig;ige betriebs&amp;uuml;bliche Wochenarbeitszeit verk&amp;uuml;rzt und &lt;a title=&quot;link&quot;&gt;Kurzarbeit&lt;/a&gt; einf&amp;uuml;hrt.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Kurzarbeitergeld – tariflich</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Tarfiliches Kurzarbeitergeld kann das gesetzliche oder &lt;a title=&quot;link&quot;&gt;konjunkturelle Kurzarbeitergeld&lt;/a&gt; erg&amp;auml;nzen.&amp;nbsp;Es umfasst einen Teillohnausgleich, damit die Absenkung der Arbeitszeit f&amp;uuml;r die Besch&amp;auml;ftigten finanziell zumutbar bleibt.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Langzeitkonto</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Langzeitkonto?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei diesem Modell k&amp;ouml;nnen Zeitguthaben &amp;uuml;ber mehrere Jahre angespart werden, um eine l&amp;auml;ngerfristige Freistellung zu erm&amp;ouml;glichen, etwa f&amp;uuml;r Weiterbildung oder private W&amp;uuml;nsche.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Lean Office</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Lean Office?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&amp;Uuml;bersetzt bedeutet Lean OFfice &amp;bdquo;schlankes B&amp;uuml;ro&amp;ldquo;. Gemeint ist damit, der Verschlankungsprozess von B&amp;uuml;roarbeit. Arbeitsprozesse im B&amp;uuml;ro sollten schneller, kosteng&amp;uuml;nstiger und fehlerfrei gestaltet werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie wird Lean Office umgesetzt?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Grunds&amp;auml;tzlich gibt es keine einheitliche Praxis. Mal werden allein einzelne Arbeitspl&amp;auml;tze umgestaltet, mal wird die Zusammenarbeit von Besch&amp;auml;ftigten in den B&amp;uuml;ros mit denen in der Fertigung betrachtet. Grunds&amp;auml;tzlich wird zwischen Wertsch&amp;ouml;pfung und Verschwedung unterschieden. Verschwendungen sind zum Beispiel das Warten auf Unterlagen, R&amp;uuml;ckfragen, mehrfach bearbeitete gleiche Vorg&amp;auml;nge oder auch das Erstellen nutzloser Dokumentationen.&amp;nbsp;Betriebsr&amp;auml;te und MItarbeiter sollten diesen Prozess jedoch gemeinsam mit der Unternehmensleitung&amp;nbsp;&lt;a&gt;mitgestalten&lt;/a&gt; k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Leerverkäufe</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Was w&amp;uuml;rde ein Kunde tun, dem ein Obsth&amp;auml;ndler auf dem Wochenmarkt Erdbeeren anbietet, die er nicht hat? Wenn ihm der H&amp;auml;ndler vorschl&amp;auml;gt: &amp;bdquo;Du bekommst das Sch&amp;auml;lchen f&amp;uuml;r 2,90 Euro &amp;ndash; soviel kosten sie bei der Konkurrenz &amp;ndash; und ich liefere n&amp;auml;chste Woche.&amp;ldquo; Denn der H&amp;auml;ndler glaubt: AmWochenende scheint die Sonne. Es werden viele Erdbeeren gepfl&amp;uuml;ckt, die dann nur 1,90 pro Sch&amp;auml;lchen kosten. Wahrscheinlich w&amp;uuml;rde der Kunde zur Konkurrenz gehen, Erdbeeren kaufen und essen. &lt;br&gt;&lt;strong&gt;Eine Wette&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Auf dem Wochenmarkt funktioniert die Methode wohl nicht, auf dem Finanzmarkt schon. Denn Leerverk&amp;auml;ufe sind nur eine etwas andere Erdbeerk&amp;ouml;rbchenwette. Dabei verh&amp;auml;lt sich der Wertpapierh&amp;auml;ndler umgekehrt zum &amp;bdquo;normalen&amp;ldquo; Aktienk&amp;auml;ufer. Normalerweise will der Aktienk&amp;auml;ufer Papiere m&amp;ouml;glichst billig einkaufen und sie teuer verkaufen. Der Leerverk&amp;auml;ufer bietet ein Wertpapier dagegen an, wenn es teuer ist. Er schlie&amp;szlig;t einen Vertrag ab. Geliefert wird die Ware sp&amp;auml;ter, m&amp;ouml;glichst wenn der Kurs im Keller ist. Bei ungedeckten Leerverk&amp;auml;ufen besitzt der Verk&amp;auml;ufer die Papiere nicht. Bei gedeckten Leerverk&amp;auml;ufen leiht er sie aus, gibt sie sp&amp;auml;ter zur&amp;uuml;ck und deckt sich mit billigeren Papieren ein. W&amp;auml;hrend bei &amp;bdquo;normalen&amp;ldquo; Aktiengesch&amp;auml;ften der Verlust auf den Kaufpreis beschr&amp;auml;nkt ist &amp;ndash; die Aktie kann maximal wertlos werden &amp;ndash;, ist das Risiko bei Leerverk&amp;auml;ufen unbegrenzt. Niemand wei&amp;szlig;, wie teuer ein Papier pl&amp;ouml;tzlich wird. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Im Mai hat die Finanzaufsicht Bafin ungedeckte Leerverk&amp;auml;ufe in Deutschland verboten. Zwar ist es zun&amp;auml;chst das Risiko des Obsth&amp;auml;ndlers, wenn es am Wochenende aus Eimern sch&amp;uuml;ttet und sich der Erdbeerk&amp;ouml;rbchenpreis verdoppelt. Anders sieht es aber aus, wenn der Obsth&amp;auml;ndler eine Bank ist, die Pleite dieser Bank eine ganze Wirtschaft gef&amp;auml;hrdet und der Staat sie retten muss. Dann zahlen alle f&amp;uuml;r riskante Leerverk&amp;auml;ufe.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Leiharbeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Leiharbeit?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Leiharbeit (Zeitarbeit, Personalleasing oder auch Arbeitnehmer&amp;uuml;berlassung) liegt immer dann vor, wenn ein Arbeitgeber (Verleiher) einen Besch&amp;auml;ftigten (Leiharbeitnehmer) einem Dritten (Entleiher) zur Erbringung einer Arbeitsleistung &amp;uuml;berl&amp;auml;sst.&lt;br&gt;Das Besondere an diesem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis ist die Dreiecksbeziehung zwischen den beteiligten Parteien. Die Leiharbeitsfirma ist der Arbeitgeber im Sinne des Gesetzes. Tats&amp;auml;chlich aber wird die Arbeitsleistung bei einer anderen Firma erbracht, die gegen&amp;uuml;ber der Leiharbeitskraft weisungsbefugt ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wer ist ein/e Leiharbeitnehmer/in?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Besch&amp;auml;ftigte, die einen Arbeitsvertrag mit einer Leiharbeitsfirma haben und an Entleihbetriebe &amp;uuml;berlassen werden. Die IG Metall ist die Gewerkschaft f&amp;uuml;r Leiharbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie, der Textil- und Bekleidungswirtschaft sowie der Holzbearbeitung, Holzverarbeitung und Kunststoffverarbeitung.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Listenwahl</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Listenwahl?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Listenwahl bezeichnet neben der Personenwahl eine Form der Wahl des Betriebsrates.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie funktioniert eine Listenwahl?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Bei der Listenwahl werden von den im Betrieb vertretenen Interessengruppen Listen mit Kandidatinnen und Kandidaten &amp;bdquo;in erkennbarer Reihenfolge&amp;ldquo; (&amp;sect; 6 Absatz 3 WO) aufgestellt und zur Wahl eingereicht. Die W&amp;auml;hler haben in diesem Falle jeweils nur eine Stimme, die sie der Liste ihrer Wahl geben k&amp;ouml;nnen. Die W&amp;auml;hler k&amp;ouml;nnen also keine einzelnen Personen w&amp;auml;hlen und sie k&amp;ouml;nnen nicht eine bestimmte Person aus der Liste ankreuzen. Die Sitze im Betriebsrat werden auf die Listen nach dem Anteil der erreichten Stimmen verteilt.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Lohnausgleich</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Lohnausgleich?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei Arbeitszeitverk&amp;uuml;rzung gezahlter Ausgleich f&amp;uuml;r das durch die Reduzierung der Arbeitszeit ansonsten entfallende Einkommen. Bei den in j&amp;uuml;ngster Zeit getroffenen Regelungen zur (befristeten) Arbeitszeitverk&amp;uuml;rzung mit dem Ziel der Besch&amp;auml;ftigungssicherung wurde h&amp;auml;ufig nur ein Teillohnausgleich vereinbart.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Lohnformel</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Wenn die Metaller vor Tarifrunden dar&amp;uuml;ber diskutieren, wieviel Prozent sie fordern wollen, ber&amp;uuml;cksichtigen sie auch die aktuelle wirtschaftliche Lage. Denn die Tarifpolitik hat Einfluss darauf, wie sie sich in Zukunft entwickelt. Grundlage der Debatte ist eine Lohnformel aus drei Komponenten: der Inflationsrate, dem Produktivit&amp;auml;tsanstieg und einer &amp;bdquo;Umverteilungskomponente&amp;ldquo;. Bei der Inflationsrate z&amp;auml;hlt der Anstieg der Verbraucherpreise, nicht der Produktpreise. Der Produktivit&amp;auml;tszuwachs ist das, was ein Arbeitnehmer im letzten Jahr in der gleichen Zeit mehr produziert hat als im Jahr davor. Es geht um das gesamtwirtschaftliche Produktivit&amp;auml;tswachstum, nicht das in einzelnen Branchen. Damit soll erreicht werden, dass alle Besch&amp;auml;ftigten im gleichen Umfang am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben, unabh&amp;auml;ngig davon, in welchem Sektor sie arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Verteilungsneutral&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Tariferh&amp;ouml;hungen, die den Anstieg der Inflation und der Produktivit&amp;auml;t ausgleichen, sind &amp;bdquo;verteilungsneutral&amp;ldquo;. Sie ver&amp;auml;ndern nicht das Verh&amp;auml;ltnis zwischen dem Anteil der Arbeitnehmer und dem der Unternehmergewinne am erwirtschafteten Volkseinkommen. Steigt die Inflation zum Beispiel um 2,3 Prozent, und die Produktivit&amp;auml;t um1,3 Prozent, w&amp;auml;ren 3,6 Prozent also der &amp;bdquo;verteilungsneutrale Spielraum&amp;ldquo;.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Umverteilungskomponente&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Damit gibt sich die IG Metall bei Tarifforderungen aber nicht zufrieden. Hinzu kommt eine Umverteilungskomponente. Sie soll daf&amp;uuml;r sorgen, dass auch die Besch&amp;auml;ftigten vom wirtschaftlichen Erfolg profitieren. Inwieweit das gelingt, h&amp;auml;ngt von verschiedenen Faktoren ab, etwa der Auftragslage, Gewinnsituation und den Wirtschaftsaussichten der Metall- und Elektroindustrie. Aber auch von der Mitgliederst&amp;auml;rke der IG Metall und der Bereitschaft der Belegschaften, f&amp;uuml;r ihren fairen Anteil an dem von ihnen erwirtschafteten Wohlstandszuwachs zu k&amp;auml;mpfen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Mediationsgesetz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Wenn zwei sich streiten, vermittelt ein Dritter. Auf diesem Prinzip basiert die Mediation. Seit 2012 ist das Verfahren der Mediation gesetzlich geregelt. Es legt fest, welche Qualifikation ein Mediator braucht, wie verbindlich das Ergebnis ist und wie die Beteiligten es umsetzen. Als Mediatoren k&amp;ouml;nnen etwa Anw&amp;auml;lte, Psychologen und P&amp;auml;dagogen eingesetzt werden oder Richter. &lt;br&gt;Nach dem neuen Gesetz k&amp;ouml;nnen Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber oder arbeitsrechtliche Fragen grunds&amp;auml;tzlich auf dem Weg der Mediation gekl&amp;auml;rt werden. Die streitenden Parteien k&amp;ouml;nnen sowohl in Urteils- als auch in Beschlussverfahren dazu angehalten werden, den Konflikt au&amp;szlig;ergerichtlich beizulegen. Betriebsr&amp;auml;te sollten sich allerdings fragen: Wem nutzt die Mediation? Will der Arbeitgeber den Weg vor Gericht vermeiden oder will er ihn verz&amp;ouml;gern? Und: Wer profitiert davon, wenn die gerichtliche Kl&amp;auml;rung hinausgeschoben wird?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bislang wurde das Instrument selten bei betrieblichen oder arbeitsrechtlichen Konflikten genutzt. Und die Erfahrungen deuten darauf hin, dass es sich in diesen F&amp;auml;llen auch nicht immer eignet. Konflikte zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat entstehen in der Regel nicht, weil beide Seiten aneinander vorbeireden. Sehr oft spielen hier Machtfragen eine Rolle. Fast immer offensichtlich sind die unterschiedlichen Interessen. Da braucht es dann keinen Mediator, der zwischen den Parteien vermittelt, sondern einen Richter, der eine verbindliche Entscheidung trifft.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Meldepflicht bei der Arbeitsagentur</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wann muss ich mich melden?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie m&amp;uuml;ssen sich sp&amp;auml;testens drei Monate vor dem Ende Ihres Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses bei der Agentur f&amp;uuml;r Arbeit als arbeitsuchend melden.&lt;br&gt;Sie haben die K&amp;uuml;ndigung so sp&amp;auml;t erhalten, dass weniger als drei Monate bis zum Beendigungszeitpunkt liegen? Dann m&amp;uuml;ssen Sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunkts melden. Ansonsten k&amp;ouml;nnen Sie finanzielle Anspr&amp;uuml;che verlieren.&amp;nbsp;Das gilt auch bei Befristungen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>MetallRente</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;MetallRente ist das gemeinsame Versorgungswerk der Tarifvertragsparteien IG Metall und Gesamtmetall. Es wurde 2001 gegr&amp;uuml;ndet und bietet Unternehmen und deren Besch&amp;auml;ftigten kapitalgedeckte Vorsorgel&amp;ouml;sungen an. Hierzu geh&amp;ouml;ren die betriebliche Altersversorgung (bAV), die staatlich gef&amp;ouml;rderte Riester-Rente sowie die Absicherung von Berufs- und Erwerbsunf&amp;auml;higkeit und Hinterbliebenenschutz.&lt;br&gt;Als Institution der Tarifvertragsparteien der Metall- und Elektroindustrie erf&amp;uuml;llt MetallRente die Anforderungen der Tarifvertr&amp;auml;ge zur Entgeltumwandlung (EUW) und &amp;uuml;ber altersvorsorgewirksame Leistungen durch die Bereitstellung tarifvertragskonformer Vorsorgeprodukte. Neben der Metall- und Elektroindustrie haben sich auch die Stahlindustrie und die Branchen Holz, Kunststoff und Textil dem Versorgungswerk angeschlossen. Aber auch &amp;uuml;ber tarifvertragliche Grenzen hinaus ist MetallRente in vielen Unternehmen ein anerkannter Anbieter.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Mitarbeitergespräch</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Mitarbeitergespr&amp;auml;che hei&amp;szlig;en auch Jahresgespr&amp;auml;che oder Zielvereinbarungsgespr&amp;auml;che. &amp;Uuml;blich ist, dass sie einmal im Jahr zwischen dem Vorgesetzten und dem Besch&amp;auml;ftigten stattfinden, in der Regel unter vier Augen. Eine gute F&amp;uuml;hrungskraft erkl&amp;auml;rt im Vorfeld, was er von dem Gespr&amp;auml;ch erwartet, wie beide Seiten sich vorbereiten sollten und wie der Ablauf sein wird. Tut er das nicht, ist es legitim, das einzufordern. &lt;br&gt;Beim Gespr&amp;auml;ch selbst erkennt man eine gute Qualit&amp;auml;t auch daran, dass es keinen Top-down-Charakter hat nach dem Motto &amp;bdquo;Chef macht Ansage&amp;ldquo;. Gut ist, wenn er die Strategie der Abteilung erkl&amp;auml;rt, gemeinsam mit dem Besch&amp;auml;ftigten dessen Aufgaben aktualisiert und neue Ziele verst&amp;auml;ndlich und realistisch vereinbart. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Wenn es um die Festlegung neuer Aufgaben und Ziele geht, muss der Besch&amp;auml;ftigte auf der Hut sein. Leicht k&amp;ouml;nnen dem Mitarbeiter zus&amp;auml;tzliche Arbeit oder Aufgaben zugewiesen werden, f&amp;uuml;r die er nicht die erforderlichen Kompetenzen hat. Am besten sollte daher gleich w&amp;auml;hrend des Gespr&amp;auml;ches gekl&amp;auml;rt werden, ob der Betroffene den Aufgaben gewachsen ist, ob daf&amp;uuml;r zus&amp;auml;tzliche Schulungen oder Material n&amp;ouml;tig sind. Wenn es &amp;uuml;berraschenderweise zu gro&amp;szlig;en &amp;Auml;nderungen bei den Aufgaben kommt, sollte Bedenkzeit erbeten werden. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Mitarbeitergespr&amp;auml;che sind immer auch eine Chance. Zum Beispiel, um eine Pr&amp;auml;mie oder ein h&amp;ouml;heres Gehalt einzufordern, um &amp;uuml;ber Fortbildungen zu sprechen oder um den Wunsch zu &amp;auml;u&amp;szlig;ern, sich in eine andere Richtung als bisher zu entwickeln. Zudem ist es eine gute Gelegenheit, um von Problemen im Arbeitsalltag zu berichten, etwa wenn man mehr Informationen braucht. Auf sachliche Weise kann man auch Kritik am Chef &amp;uuml;ben und W&amp;uuml;nsche f&amp;uuml;r die k&amp;uuml;nftige Zusammenarbeit formulieren. Wer seine Bed&amp;uuml;rfnisse beim Mitarbeitergespr&amp;auml;ch nicht einbringt, verpasst die Gelegenheit, seinen Arbeitsplatz mitzugestalten.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Mitbestimmung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Mitbestimmung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Arbeitnehmer k&amp;ouml;nnen in den Unternehmen auf zwei Ebenen mit bestimmen: In Betriebsr&amp;auml;ten und Aufsichtsr&amp;auml;ten. Beide Gremien k&amp;ouml;nnen mit entscheiden und so die Interessen der Arbeitnehmer mit einbringen. Das ist bei der Unternehmensstrategie ebenso wichtig, wie bei der Arbeitsplatzgestaltung. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was ist betriebliche Mitbestimmung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;1972 wurde das Betriebsverfassungsgesetz verabschiedet. Es regelt die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Betriebsrat, Gewerkschaften und den Arbeitgeberverb&amp;auml;nden in der privaten Wirtschaft. Darin sind unter anderem die Aufgaben, Rechte und die Wahl des Betriebsrates sowie Informationspflichten des Arbeitgebers gegen&amp;uuml;ber den Besch&amp;auml;ftigten festgehalten. Nach dem Gesetz wird der Betriebsrat in Betrieben gew&amp;auml;hlt, die mindestens f&amp;uuml;nf Arbeitnehmer besch&amp;auml;ftigen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was ist Unternehmensmitbestimmung?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;In Deutschland ist die Mitbestimmung bei Kapitalgesellschaften mit mehr als 500 Besch&amp;auml;ftigten durch den Aufsichtsrat geregelt. Dieser setzt sich aus Arbeitnehmern und Anteilseignern zusammen. Die Unternehmensmitbestimmung regelt unter anderem die Vertretung der Arbeitnehmer durch Wahlen in den Aufsichtsrat. Er beruft, ber&amp;auml;t und kontrolliert den Vorstand und pr&amp;uuml;ft den Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft, darf aber nicht direkt in die Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrung eingreifen. Der Anteil der Mandate im Aufsichtsrat h&amp;auml;ngt von der Anzahl der Besch&amp;auml;ftigten im Betrieb ab. Bei der einfachen Mitbestimmung verf&amp;uuml;gt die Kapitalseite &amp;uuml;ber eine Mehrheit, bei der parit&amp;auml;tischen Mitbestimmung stellt die Arbeitnehmerseite 50 Prozent der Aufsichtsr&amp;auml;te.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Mobbing</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Mobbing?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der Begriff Mobbing ist aus dem englischen Begriff &amp;bdquo;to mob&amp;ldquo; abgeleitet und bedeutet jemanden &amp;bdquo;angreifen&amp;ldquo;, &amp;bdquo;bedr&amp;auml;ngen&amp;ldquo;. Mobbing zu definieren, ist nicht einfach, da Menschen sehr unterschiedlich auf Bedingungen im Betrieb und Unternehmen reagieren.&lt;br&gt;Mobbing ist eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und w&amp;auml;hrend l&amp;auml;ngerer Zeit mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Aussto&amp;szlig;es aus dem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was kann ich tun, wenn ich gemobbt werde?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Wenn Sie sich als Mobbing-Opfer f&amp;uuml;hlen, wenden Sie sich an Ihren Betriebsrat. Er kann eine Konfliktdiagnose durchf&amp;uuml;hren und gegebenenfalls eine Mediation einleiten. Mitglieder der IG Metall k&amp;ouml;nnen sich den &lt;a title=&quot;link&quot; href=&quot;https://www.igmetall.dehttps//www.igmetall.de/ratgeber-mobbing-747.htm&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Ratgeber Mobbing&lt;/a&gt; im Mitgliederbereich herunterladen. Sie k&amp;ouml;nnen sich au&amp;szlig;erdem an ihre IG Metall vor Ort wenden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Mütterrente</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;M&amp;uuml;tter, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben, erhalten seit dem 1. Juli 2014 die sogenannte &amp;bdquo;M&amp;uuml;tterrente&amp;ldquo;. Aber auch V&amp;auml;ter k&amp;ouml;nnen von der Regelung profitieren &amp;ndash; dann, wenn ihnen Kindererziehungszeiten f&amp;uuml;r ihre Kinder zugesprochen oder &amp;uuml;bertragen wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der M&amp;uuml;tterrente sollen M&amp;uuml;tter oder V&amp;auml;ter, die aufgrund der Kindererziehung nicht erwerbst&amp;auml;tig waren, in der Rente nicht wesentlich schlechter gestellt sein als kinderlose Arbeitnehmer. Konkret bekommen M&amp;uuml;tter oder V&amp;auml;ter seit dem 1. Juli 2014 einen weiteren Entgeltpunkt oder zwei Entgeltpunkte statt bisher einem auf dem Rentenkonto gutgeschrieben oder als Zuschlag zur laufenden Rente gew&amp;auml;hrt. &lt;br&gt;Es werden damit zwei Jahre Erziehungszeit bei der Rente angerechnet &amp;ndash; bisher war es bei vor 1992 geborenen Kindern nur ein Jahr. F&amp;uuml;r ab 1992 geborene Kinder werden bislang drei Jahre angerechnet; diese Regelung bleibt bestehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &amp;ouml;rtlichen Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung beraten, ebenso wie die sogenannten Versicherten&amp;auml;ltesten. Sie kennen sich im Rentenrecht gut aus und sind oftmals aktive Kolleginnen und Kollegen der IG Metall oder anderer DGB-Gewerkschaften &amp;ndash; Kontakt am besten bei der IG Metall vor Ort erfragen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Mutterschutz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Mutterschutz?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;In Deutschland ist der Mutterschutz ein im Mutterschutzgesetz und in der Verordnung zum Schutz der M&amp;uuml;tter am Arbeitsplatz festgelegtes Regelwerk, das die Bedingungen f&amp;uuml;r den Einsatz von schwangeren Frauen in einem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis definiert. Vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist die K&amp;uuml;ndigung des Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses bis auf wenige Ausnahmen unzul&amp;auml;ssig.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie lange besteht Mutterschutz?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Mutterschutzfrist beginnt grunds&amp;auml;tzlich 6 Wochen vor der Geburt und endet 8 Wochen nach der Entbindung. F&amp;uuml;r den Beginn ist der in der &amp;auml;rztlichen Bescheinigung angegebene voraussichtliche Termin der Entbindung ma&amp;szlig;geblich. Falls die Entbindung fr&amp;uuml;her als im &amp;auml;rztlichen Zeugnis angegeben erfolgt, so verl&amp;auml;ngern sich die Wochen nach der Geburt um diese Zeit. Bei einer Fr&amp;uuml;h- oder Mehrlingsgeburt verl&amp;auml;ngert sie sich die Zeit des Mutterschutzes auf zw&amp;ouml;lf Wochen nach der Geburt.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Niedriglohn</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Niedriglohn?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;In vielen Wirtschaftszweigen bestehen f&amp;uuml;r bestimmte T&amp;auml;tigkeiten niedrige tarifliche Grundverg&amp;uuml;tungen. In einer Reihe von Tarifbereichen liegt das gesamte Tarifgef&amp;uuml;ge so niedrig, dass man insgesamt von Niedriglohnbranchen sprechen kann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wer ist davon betroffen?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&amp;bdquo;Niedrigl&amp;ouml;hner&amp;ldquo; arbeiten zum Teil f&amp;uuml;r unter sechs Euro pro Stunde. In Deutschland ist davon bereits jeder F&amp;uuml;nfte betroffen. Und das h&amp;auml;ufig trotz abgeschlossener Berufsausbildung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Ab wann ist ein Lohn ein Niedriglohn?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;In Westdeutschland liegt die Niedriglohnschwelle bei 9,62 Euro, in Ostdeutschland bei 7,18 Euro. Jeder dritte Niedriglohnbesch&amp;auml;ftigte arbeitet f&amp;uuml;r weniger als 6 Euro brutto, 1,2 Millionen Betroffene verdienten 2007 sogar weniger als 5 Euro.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Nullmonat</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Nullmonat?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sieht ein Tarifabschlus f&amp;uuml;r den oder die ersten Monat(e) der Laufzeit keine Tariferh&amp;ouml;hung und keine Pauschalzahlung vor, spricht man von Nullmonat(en) (beziehungsweise Leermonate).&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Offshoring</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Offshoring?&lt;/strong&gt;Offshoring bezeichnet eine geographische Form der Verlagerung von Funktionen und Prozessen aus inl&amp;auml;ndischen Unternehmen ins Ausland. In der Regel wollen Unternehmen damit Kosten einsparen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Ökologischer Industrieumbau</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Der &amp;ouml;kologische Umbau der Industrie schafft und f&amp;ouml;rdert neue Branchen wie die Hersteller von Solar- und Windkraftanlagen. Und er ver&amp;auml;ndert die Produktion in Unternehmen. Diese Ver&amp;auml;nderung reicht von der Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Quellen &amp;uuml;ber den Einsatz von recyceltem Material bis hin zur Frage: Wie umweltvertr&amp;auml;glich ist das Produkt und kann es am Ende wiederverwertet werden? &lt;br&gt;Der Vorteil gr&amp;uuml;ner Produktion liegt nicht nur in neuen M&amp;auml;rkten. Eine umweltschonende Produktion kann sich f&amp;uuml;r jedes Unternehmen auszahlen. Im produzierenden Gewerbe verursacht das Material fast die H&amp;auml;lfte der Kosten. Der Anteil der Lohnkosten hingegen liegt bei 20 Prozent. Bei Material und Energieverbrauch sind nach Modellrechnungen rund 20 Prozent Einsparung machbar. Die deutsche Volkswirtschaft k&amp;ouml;nnte so 100 Milliarden Euro sparen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Zu einem &amp;ouml;kologischen Umbau geh&amp;ouml;ren nicht nur gr&amp;uuml;ne, sondern auch gute Arbeitspl&amp;auml;tze. In den Branchen der erneuerbaren Energien ist das nicht immer selbstverst&amp;auml;ndlich. Mitbestimmung fehlt oft. Niedrige L&amp;ouml;hne und schlechte Arbeitsbedingungen sind verbreitet. Dagegen geht die IG Metall vor und hat in vielen F&amp;auml;llen, etwa bei Bosch Solar oder Areva Wind, Fortschritte erzielt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Mit der &amp;bdquo;&lt;a href=&quot;https://www.igmetall.dehttps//www.igmetall.de/scorecard-nachhaltig-erneuerbar-10999.htm&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener&quot;&gt;Scorecard&lt;/a&gt; Nachhaltig Erneuerbar&amp;ldquo; der IG Metall kann &amp;uuml;berpr&amp;uuml;ft werden, wie gr&amp;uuml;n und sozial etwa Solaranlagen und andere Produkte hergestellt wurden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Organisationswahl</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was w&amp;auml;hlen die Mitglieder?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Alle Mitglieder, die an ihren Mitgliederversammlungen teilnehmen, w&amp;auml;hlen dort die Delegiertenversammlung ihrer IG Metall vor Ort. Die Delegiertenversammlung ist das Parlament der Verwaltungsstelle. Es entscheidet &amp;uuml;ber alle &amp;ouml;rtlichen Gewerkschaftsangelegenheiten. Die Verwaltungsstellen geben Ort und Termin der Wahl bekannt. W&amp;auml;hlbar ist, wer mindestens zw&amp;ouml;lf Monate Mitglied der IG Metall ist. Und w&amp;auml;hlen darf, wer mindestens drei Monate der IG Metall angeh&amp;ouml;rt. Frauen sind gem&amp;auml;&amp;szlig; ihres Mitgliedanteils in der Verwaltungsstelle zu w&amp;auml;hlen. Wer kandidieren will, soll sich bei seiner Verwaltungsstelle melden. Vor allem sind auch junge Kolleginnen und Kollegen willkommen, die sich f&amp;uuml;r ihre Region stark machen wollen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Warum w&amp;auml;hlen gehen? &lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Eine hohe Wahlbeteiligung garantiert ein breites Meinungsspektrum. Und: Aktive Beteiligung aller Mitgliedergruppen bringt die gewerkschaftliche Arbeit der IG Metall weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;Wer w&amp;auml;hlt was? &lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Delegiertenversammlung w&amp;auml;hlt die Bevollm&amp;auml;chtigen und Kassierer sowie die Beisitzer in den Ortsvorstand. Der vertritt die Verwaltungsstelle sowohl gegen&amp;uuml;ber den Mitgliedern als auch gegen&amp;uuml;ber Dritten. Er leitet die Verwaltungsstelle und tagt einmal im Monat. Auch die Mitglieder der Tarifkommissionen und die Delegierten f&amp;uuml;r die Bezirkskonferenz werden von der Delegiertenversammlung gew&amp;auml;hlt. Die Mitgliedergruppen Jugend, Frauen, Migranten, Angestellte, Handwerk, Senioren und Erwerbslose k&amp;ouml;nnen Aussch&amp;uuml;sse bilden, um ihre Interessen besser zu vertreten. In der Regel werden diese Aussch&amp;uuml;sse auf der Delegiertenversammlung gebildet.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Outsourcing</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Outsourcing?&lt;/strong&gt;Outsourcing bezeichnet die organisatorische Verlagerung von Funktionen und Prozessen in Unternehmen. Diese Unternehmensaufgaben werden in der Regel an Drittunternehmen abgegeben um Kosten einzusparen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Personalakte</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Personalakte?&lt;/strong&gt;In Ihrer Personalakte kann Ihr Arbeitgeber alls Vorg&amp;auml;nge und Urkunden sammeln, die sich auf Ihre betrieblichen und pers&amp;ouml;nlichen Vorg&amp;auml;nge beziehen, die im Zusammenhang mit Ihren Arbeitsverh&amp;auml;ltnis stehen. Ihre Personalakte darf nur mit Ihrer und gegebenenfalls der Zustimmung Ihres Betriebsrates vervielf&amp;auml;ltigt werden. Sie haben einen gesetzlichen Anspruch, Ihre Personalakte ohne Angabe von Gr&amp;uuml;nden, einzusehen. Zur Einsichtnahme kann ein Rechtsanwalt oder ein Mitglied des Betriebsrats hinzugezogen werden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Personenwahl</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Personenwahl?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Personenwahl bezeichnet neben der Listenwahl eine Form, den Betriebsrat in einem Unternehmen zu w&amp;auml;hlen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie funktioniert eine Personenwahl?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Bei der Personenwahl stehen einzelne Personen (und keine Listen) zur Wahl. Jeder W&amp;auml;hler hat so viele Stimmen wie es Sitze im Betriebsrat zu verteilen gibt (&amp;sect; 20 Absatz 3 WO). Diese kann er oder sie auf die Personen seines oder ihres Vertrauens verteilen; pro Person kann er oder sie jedoch nur eine Stimme vergeben, eine Stimmenh&amp;auml;ufung ist im Wahlrecht f&amp;uuml;r den Betriebsrat nicht vorgesehen. Gew&amp;auml;hlt sind die Personen, die die meisten Stimmen erhalten haben.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Praktikum</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Was ist ein Praktikum?Als Praktikum wird eine T&amp;auml;tigkeit im Rahmen des Studiums, einer beruflichen Ausbildung oder der Schule bezeichnet, bei der praktische Erfahrungen im k&amp;uuml;nftigen Beruf gesammelt werden k&amp;ouml;nnen. Optimal ist es, wenn bei Beginn des Praktikums ein Praktikums- oder Ausbildungsplan besteht. Aus diesem sollten die zeitliche Gliederung in Bezug auf die wesentlichen Inhalte des Praktikums sowie Angaben zu den Abteilungen und den jeweiligen Betreuenden bzw. Ausbildungsbeauftragten hervorgehen. F&amp;uuml;r ein Pflichtpraktikum ist darauf zu achten, dass der Praktikumsplan auch tats&amp;auml;chlich diejenigen Arbeitsinhalte ausweist, die zu einer Anerkennung des Praktikums f&amp;uuml;hren. Wer keinen Praktikumsplan erhalten hat, sollte sich bei den Zust&amp;auml;ndigen danach erkundigen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Poka Yoke</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Poka Yoke?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Poka Yoke hat, auch wenn es so klingt, nichts mit Spiel und Spa&amp;szlig; zu tun (Poker und Jokus), sondern eher mit dem Gegenteil davon: Es steht &amp;ndash; wie viele japanische Ausdr&amp;uuml;cke, die Eingang in die deutsche Sprache fanden &amp;ndash; f&amp;uuml;r Konzepte, Arbeit effektiver, schneller und kosteng&amp;uuml;nstiger zu machen. Poka Yoke hei&amp;szlig;t auf Deutsch: dumme Fehler (Poka) vermeiden (yokeru).&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wo und wie wird Poka Yoke angewendet?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Es ist Teil des sogenannten Toyota-Produktionssystems, das in immer mehr Betrieben Einzug h&amp;auml;lt. Ziel von Toyota ist die &amp;bdquo;verschwendungsfreie&amp;ldquo; Produktion. Als verschwenderisch gelten zum Beispiel Wartezeiten, etwa durch St&amp;ouml;rungen, vermeidbare Wege &amp;ndash; oder Fehler. Ein &amp;bdquo;Faktor&amp;ldquo;, der den reibungslosen Fluss durch Fehler st&amp;ouml;ren kann, ist der Mensch. Da setzt Poka Yoke an: Das Konzept besteht darin, Arbeitsschritte, Werkzeuge und Maschinen so zu gestalten, dass der Mensch nicht mehr viele Spielr&amp;auml;ume hat und nicht mehr dar&amp;uuml;ber nachdenken muss, was er tut. Er wird durch die Vorgabengezwungen, bestimmte Handgriffe zu tun. So sollen Fehler ausgeschaltet werden. So wie beim Tankdeckel, den niemand mehr auf der Zapfs&amp;auml;ule liegen lassen kann, seit er am Auto festh&amp;auml;ngt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Welche Probleme k&amp;ouml;nnen dabei auftreten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;J&amp;uuml;rgen Klippert, Wissenschaftler der Uni Kassel, sieht Gefahren:Der einzelne Mensch verliert Handlungsspielr&amp;auml;ume. Seine Motivation leidet. Seine Qualifikation ist bald nichts mehr wert. Und wenn seine T&amp;auml;tigkeit schlechter bewertet wird, kann sich das auch aufs Entgelt auswirken.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Präsentismus</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Pr&amp;auml;sentismus nennen Wissenschaftler ein Ph&amp;auml;nomen, dass sie immer h&amp;auml;ufiger in der Arbeitswelt beobachten: Besch&amp;auml;ftigte gehen zur Arbeit, auch wenn sie krank sind. Repr&amp;auml;sentative Studien aus den USA, Gro&amp;szlig;britannien, Deutschland und Skandinavien belegen, dass es diesen Trend gibt. &lt;br&gt;In Deutschland waren Anfang der 60er-Jahre im Jahresdurchschnitt &amp;uuml;ber sechs Prozent der Besch&amp;auml;ftigten krank gemeldet, in den 70er-Jahren noch &amp;uuml;ber f&amp;uuml;nf Prozent. Seit 2000 liegt der Krankenstand stabil unter vier Prozent, im Krisenjahr 2007 sank er auf das Rekordtief von 3,2 Prozent. Ursache waren nicht nur ges&amp;uuml;ndere Arbeitsbedingungen, sondern auch der Pr&amp;auml;sentismus. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK von 2007 ergab, dass jeder Dritte gegen den Rat seines Arztes krank im Betrieb erscheint. In Unternehmen, die Personal abbauen wollen, sind es sogar 79,2 Prozent. Ursachen: Angst vor Jobverlust oder beruflichen Nachteilen, Angst, vereinbarte Ziele nicht zu erreichen oder hoher Leistungsdruck wegen zu d&amp;uuml;nner Personaldecken. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Es ist aber ein Trugschluss zu meinen, dass Firmen durch Pr&amp;auml;sentismus Kosten sparen. Im Gegenteil: Eine gerade erschienene Studie der Unternehmensberatung Booz &amp;amp; Company best&amp;auml;tigt,was schon fr&amp;uuml;here Untersuchungen ergaben. Kranke, die arbeiten, verursachen zwei bis dreimal so hohe Kosten wie Entgeltfortzahlung bei Fehltagen. Weil Kranke weniger leisten k&amp;ouml;nnen, mehr Fehler machen, m&amp;ouml;glicherweise Kollegen anstecken und weil sie ihre eigene Genesung verz&amp;ouml;gern. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Gesund bleiben&lt;/strong&gt; &lt;br&gt;Das zeigt: Die Gesundheit zu sch&amp;uuml;tzen rechnet sich nicht nur f&amp;uuml;r die Arbeitnehmer, sondern auch f&amp;uuml;r ihre Unternehmen. Also Krankheiten auskurieren. Und wichtiger noch: Auf betriebliche Gesundheitsvorsorge dr&amp;auml;ngen, sodass Krankheiten m&amp;ouml;glichst gar nicht erst entstehen&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Prekäre Beschäftigung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist prek&amp;auml;re Besch&amp;auml;ftigung?&lt;/strong&gt;Der Begriff der Prekarisierung der Arbeit beschreibt eine Entwicklung der Zunahme von Besch&amp;auml;ftigungsverh&amp;auml;ltnissen mit geringer Arbeitsplatzsicherheit und niedriger Entlohnung. Prek&amp;auml;r Besch&amp;auml;ftigte unterliegen einem erh&amp;ouml;hten Armutsrisiko.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Probezeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Probezeit?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Bei einem Arbeitsverh&amp;auml;ltnis bezeichnet die Probezeit den Zeitraum, innerhalb dessen eine K&amp;uuml;ndigung von Arbeitgeberseite oder auch vom Arbeitgeber grundlos ausgesprochen werden kann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie lange besteht eine Probezeit?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&amp;Uuml;blich aber nicht zwingend ist eine Dauer von drei bis sechs Monaten. F&amp;uuml;r Auszubildende gilt generell und wenn nicht anders vereinbart eine Probezeit von vier Monaten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;K&amp;uuml;ndigung w&amp;auml;hrend der Probezeit&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;W&amp;auml;hrend der Probezeit k&amp;ouml;nnen k&amp;uuml;rzere als die normalen K&amp;uuml;ndigungsfristen vereinbart werden, mindestens jedoch eine K&amp;uuml;ndigungsfrist von 2 Wochen. Eine K&amp;uuml;ndigung w&amp;auml;hrend der Probezeit beim unbefristeten Arbeitsverh&amp;auml;ltnis bedarf der Anh&amp;ouml;rung des Betriebsrates nach &amp;sect; 102 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). F&amp;uuml;r Schwangere in der Probezeit besteht der besondere K&amp;uuml;ndigungsschutz nach &amp;sect; 9 Mutterschutzgesetz (MuSchG).&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Radio Frequency Identification</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Die Abk&amp;uuml;rzung RFID steht f&amp;uuml;r den englischen Begriff &amp;bdquo;Radio Frequency Identification&amp;ldquo; &amp;ndash; zu deutsch: Identifikation mittels Radiowellen &amp;ndash; und bezeichnet eine Mikrochiptechnologie zur kontaktlosen Speicherung von Daten. Die im Sprachgebrauch als &amp;bdquo;Tags&amp;ldquo; bezeichneten Chips werden per Funk abgefragt und mit Energie versorgt. Ob &amp;bdquo;Bahn-Card-100&amp;ldquo;, die Tickets der Fu&amp;szlig;ball-WM 2006, die Kennzeichnung von Tieren, die Diebstahlsicherung oder die neuen Personalausweise: Das Potenzial dieses Schn&amp;uuml;ffelchips ist nahezu unbegrenzt.&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Eine neue Qualit&amp;auml;t der &amp;Uuml;berwachung&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Zutrittskontroll- oder Zeiterfassungssysteme sind in der Lage, eine Person unbemerkt fl&amp;auml;chendeckend zu &amp;uuml;berwachen und Bewegungsprofile zu erstellen. Das funktioniert &amp;ndash; je nach Art des Chips &amp;ndash; sowohl innerhalb, als auch au&amp;szlig;erhalb des Betriebs. Die Daten k&amp;ouml;nnen eigenst&amp;auml;ndig aktiv funken und Reichweiten von Kilometern und mehr haben. Das kontaktlose Erfassen erm&amp;ouml;glicht eine neue Qualit&amp;auml;t der &amp;Uuml;berwachung. So ist es beispielsweise m&amp;ouml;glich, die Daten zur verdeckten Leistungs- oder Verhaltenskontrolle zu missbrauchen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Besch&amp;auml;ftigte sch&amp;uuml;tzen&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Potenzial neuer Technologien entwickelt sich st&amp;auml;ndig weiter. Es ist Aufgabe von Betriebsr&amp;auml;ten, Besch&amp;auml;ftigte vor negativen Folgen beim Einsatz von RFID-Technologien zu sch&amp;uuml;tzen und betriebliche Regelungen nach dem Betriebsverfasungsgesetz zu vereinbaren. Das k&amp;ouml;nnen sie unter anderem nach:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&amp;sect; 75 Abs. 2: Wahrung der Pers&amp;ouml;nlichkeitsrechte als gemeinsame Aufgabe von Arbeitgeber und Betriebsrat,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&amp;sect; 80 Abs.1Nr. 1:&amp;Uuml;berwachung aller zugunsten von Arbeitnehmern geltenden Gesetze,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&amp;sect; 87 Abs. 1 Nr. 6: Mitbestimmungsrecht bei technischen Einrichtungen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;L&amp;auml;sst sich das Arbeitsverhalten &amp;uuml;ber den Einsatz eines Systemsrekonstruieren, dann hat der Betriebsrat ein Recht auf Mitbestimmung, selbst wenn es sich nur theoretisch zur &amp;Uuml;berwachung eignet.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Rating-Agentur</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Niemand kauft gerne die Katze im Sack, schon gar nicht wenn es um Geldanlagen geht. Deshalb verteilen Rating-Agenturen Noten an Finanzprodukte. &amp;bdquo;AAA&amp;ldquo; signalisiert: &amp;bdquo;Das k&amp;ouml;nnte ein gutes Gesch&amp;auml;ft sein.&amp;ldquo; &amp;bdquo;D&amp;ldquo; hei&amp;szlig;t: &amp;bdquo;Lieber Finger weg.&amp;ldquo; Da Unternehmen und Staaten Aktien und Anleihen ausgeben, bewerten die Agenturen auch deren Kreditw&amp;uuml;rdigkeit. Verlassen kann man sich auf die Noten allerdings nicht. Denn Rating-Agenturen bewerten aufgrund heutiger Daten. Sie wissen nicht, welche Unternehmen abst&amp;uuml;rzen, in welche Richtung die Arbeitslosenkurve eines Landes &amp;uuml;bern&amp;auml;chstes Jahr zeigt oder welcher Trend aus kleinen Krautern Weltunternehmen macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Immer daneben&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Sehr erfolgreich war der wissenschaftliche Blick in die Glaskugel bislang jedenfalls nicht. Der Ruf der Agenturen gilt nicht erst seit der Finanzkrise 2008 als ruiniert: Damals trugen sie zur Eskalation der Krise bei, da sie hochriskante Anlagen und angeschlagene Unternehmen selbst kurz vor dem Zusammenbruch noch mit Bestnoten bewertet hatten. Auch in der Gesamtbilanz stehen sie schlecht da: Ihre Analysten haben keine der gro&amp;szlig;en Finanz- und Wirtschaftskrisen der letzten Jahrzehnte vorausgesehen. In letzter Zeit machten sie auch noch durch Pannen von sich reden. So stuften sie im November Frankreich herab, sorgten f&amp;uuml;r viel Wirbel, um schlie&amp;szlig;lich zu verk&amp;uuml;nden: Es war nur ein Versehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br&gt;Dennoch ist ihre Macht ungebrochen. Verliehen hat sie ihnen die Politik, die instutionellen Anlegern vorschreibt, sich nach den Ratings zu richten. Dabei beherrschen die drei Privatunternehmen Standard &amp;amp; Poors, Moody&amp;rsquo;s und Fitch den Markt. Von ihrem Urteil h&amp;auml;ngt ab, zu welchen Konditionen etwa Staaten Kredite bekommen. Um die Macht der Agenturen zu beschr&amp;auml;nken, fordert die IG Metall die Finanzaufsicht zu st&amp;auml;rken und Finanzgesch&amp;auml;fte besser zu regulieren.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Reallohn</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Reallohn?&lt;/strong&gt;Reall&amp;ouml;hne sind die Netto- oder Bruttol&amp;ouml;hne nach Abzug der Preissteigerungsrate; sie zeigen an, wieviel sich der einzelne von seinem Einkommen kaufen kann. Klettern die Preise schneller als die Nettol&amp;ouml;hne &amp;ndash; etwa durch Inflation, sinken die Reall&amp;ouml;hne und -geh&amp;auml;lter und damit die Kaufkraft. Steigen die Nettol&amp;ouml;hne zum Beispiel um vier Prozent, die Preise aber im gleichen Zeitraum um f&amp;uuml;nf Prozent, sinkt der Reallohn um ein Prozent.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Remanenzkosten</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was sind Remanenzkosten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der Begriff Remanenzkosten schwirrt &amp;uuml;berall dort durch die Kalkulationen, wo kurzgearbeitet wird. Dahinter verbirgt sich Folgendes: Die Lohnkosten f&amp;uuml;r Besch&amp;auml;ftigte in Kurzarbeit sinken nicht proportional zu den wegfallenden Arbeitsstunden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was beeinflusst die H&amp;ouml;he der Remanenzkosten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Es fallen die sogenannten &amp;bdquo;remanenten&amp;ldquo; Kosten an, die dem Arbeitgeber bleiben. Sie k&amp;ouml;nnen von drei Kostenfaktoren beeinflusst werden:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;tarifliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, die der Arbeitgeber zahlt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sozialversicherungsbeitr&amp;auml;ge, die der Arbeitgeber in den ersten sechs Monaten zu 50 Prozent tr&amp;auml;gt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;weitere Entgeltbestandteile, die in voller H&amp;ouml;he erhalten bleiben, zum Beispiel Weihnachts- und Urlaubsgeld.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie k&amp;ouml;nnen die Unternehmen die Remanenzkosten senken?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Eine M&amp;ouml;glichkeit, die Kosten der Kurzarbeit zu mindern, ist folgende: Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld, das der Betrieb auch den Kurzarbeitern zu 100 Prozent zahlen muss, wird f&amp;uuml;r ein ganzes Jahr auf das Monatseinkommen aufgeteilt. Aus Jahreszahlungen werden Monatszahlungen. Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld geht nicht ganz verloren: Die Besch&amp;auml;ftigten k&amp;ouml;nnen h&amp;ouml;heres Kurzarbeitergeld beanspruchen. Der Betrieb spart so die Remanenzkosten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie berechnet ein Unternehmen Remanenzkosten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Remanenzkosten kann ein Unternehmen konkret berechnen: Angenommen, ein Mitarbeiter &amp;bdquo;kostet&amp;ldquo; normalerweise 28,61 Euro pro Stunde. Dabei werden alle Lohnbestandteile innerhalb eines Jahres zugrunde gelegt. Geht er in Kurzarbeit, so verbleiben dem Arbeitgeber von diesem Betrag 35 Prozent Remanenzkosten, also gut 10 Euro pro entfallener Stunde. Nach einem halben Jahr Kurzarbeit sinkensie auf 24 Prozent, da die Sozialversicherungsbeitr&amp;auml;ge dann zu 100 Prozent von der Agentur f&amp;uuml;r Arbeit kommen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Machen Remanenzkosten Kurzarbeit zu teuer?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Remanenzkosten allein rechtfertigen aber nicht zu sagen &amp;bdquo;Kurzarbeit ist uns zu teuer&amp;ldquo;. Denn der Unternehmer muss ihnen die Kosten gegen&amp;uuml;berstellen, die durch Entlassungen mit Abfindungen entstehen w&amp;uuml;rden. Und die h&amp;auml;tte, wenn er nach einer Entlassungswellewieder neue Mitarbeiter m&amp;uuml;hsam suchen und anlernen m&amp;uuml;sste (sogenannte Opportunit&amp;auml;tskosten). F&amp;uuml;r die IG Metall bleibt die Kurzarbeit daher das beste Instrument in der Krise. Die L&amp;ouml;sung f&amp;uuml;r Betriebe, die Kurzarbeit ausgesch&amp;ouml;pft haben, sieht die IG Metall in neuen Tarifvertr&amp;auml;gen zur Besch&amp;auml;ftigungssicherung. Bei ihrer Anwendung entstehen keine Remanenzkosten, weil alle Entgeltbestandteile proportional zur Arbeitszeit sinken.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Retaylorisierung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Ab Mitte der 90er-Jahre Rolle r&amp;uuml;ckw&amp;auml;rts von der Gruppenarbeit wieder zum &lt;a&gt;Taylorsystem&lt;/a&gt;.&amp;nbsp;Die Arbeit in der Produktion wird wieder in kleine Schritte zerlegt, das Flie&amp;szlig;band und kurze Taktzeiten kehren zur&amp;uuml;ck.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Schichtarbeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Schichtarbeit?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schichtarbeit wird nach einem bestimmten Zeitplan zu wechselnden Zeiten (Fr&amp;uuml;h-, Sp&amp;auml;t-, Nachtschicht) oder zu gleichbleibender, aber ungew&amp;ouml;hnlicher Zeit (etwa Dauernachtschicht) geleistet. In &amp;uuml;ber 90 Prozent aller Gro&amp;szlig;betriebe wird Schichtarbeit praktiziert. Und sie nimmt stetig zu, weil zu den &amp;bdquo;klassischen&amp;ldquo; Gr&amp;uuml;nden (wie Rund-um-die Uhr-Einsatz in Krankenh&amp;auml;usern oder am Hochofen) zunehmend wirtschaftliche kommen. Die Maschinen sollen zum Beispiel l&amp;auml;nger laufen, damit sich die Anlagen besser amortisieren, oder um bei guter Auftragslage keine Erweiterungsinvestitionen vornehmen zu m&amp;uuml;ssen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Schwerbehindertenvertretung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Schwerbehindertenvertretung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) ist die gew&amp;auml;hlte Interessenvertretung der schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Besch&amp;auml;ftigten (&amp;sect;95 Abs. 1 SGB IX).&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Welche Aufgaben hat die Schwerbehindertenvertretung?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die SBV f&amp;ouml;rdert die Teilhabe schwerbehinderter Besch&amp;auml;ftigter, &amp;uuml;berwacht Vorschriften und beantragt Ma&amp;szlig;nahmen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wo kann eine Schwerbehindertenvertretung gew&amp;auml;hlt werden?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;W&amp;auml;hlen k&amp;ouml;nnen Betriebe mit mindestens f&amp;uuml;nf schwerbehinderten oder gleichgestellten regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig Besch&amp;auml;ftigten. Gew&amp;auml;hlt werden: eine Schwerbehinderten-Vertrauensperson und wenigstens ein Stellvertreter. Betriebsr&amp;auml;te wirken auf die SBV-Wahl hin (&amp;sect;93 SGB IX).&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Solidarität</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Solidarit&amp;auml;t?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Solidarit&amp;auml;t ist, wenn sich Menschen f&amp;uuml;reinander einsetzen und sich bei der Umsetzung ihrer Interessen unterst&amp;uuml;tzen, auch wenn sie im Augenblick von einem Problem nicht betroffen sind. Solidarit&amp;auml;t ist das wichtigste Grundprinzip von Gewerkschaften.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Sozialauswahl</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Sozialauswahl?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor jeder ordentlichen K&amp;uuml;ndigung hat der Betriebsrat zu pr&amp;uuml;fen, ob der Arbeitgeber &amp;bdquo;soziale Gesichtspunkte&amp;ldquo; ausreichend ber&amp;uuml;cksichtigt hat. Erfolgt diese Sozialauswahl falsch oder gar nicht, kann und sollte der Betriebsrat innerhalb einer Woche der K&amp;uuml;ndigung widersprechen. Wenn gegen die Kriterien einer Sozialauswahl versto&amp;szlig;en wird, k&amp;ouml;nnen Sie als Arbeitnehmer klagen. Sind Sie betroffen, sollten Sie sich unbedingt mit Ihrem Betriebsrat beraten.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Sozialwahl</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Die Sozialversicherungenwerden von ihren Mitgliedern finanziert. Damit diese nicht nur zahlen, sondern auch mitbestimmen, gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung, den Krankenkassen und Unfallversicherungen ein Versichertenparlament. Es entscheidet &amp;uuml;ber den Haushalt und w&amp;auml;hlt den Vorstand. Die Parlamentsmitglieder k&amp;uuml;mmern sich um Einspr&amp;uuml;che der Versicherten, verbessern den Arbeits- und Gesundheitsschutz, sorgen f&amp;uuml;r Reha-Ma&amp;szlig;nahmen und neue Modelle der Gesundheitsversorgung. &lt;br&gt;Bei Kranken- und Pflegekassen hei&amp;szlig;en die Parlamente Verwaltungsrat, bei der Renten- und Unfallversicherung Vertreterversammlung. Sie werden je zur H&amp;auml;lfte von Versicherten und Arbeitgebern besetzt. Ausnahme: Bei einigen Ersatzkassen gibt es nur Versichertenvertreter. Gew&amp;auml;hlt werden sie alle sechs Jahre bei den Sozialwahlen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;DGB, IG Metall, Verdi und IG Bau schicken ihre Kandidaten ins Rennen. Allein 1600 Metallerinnen und Metaller vertreten zurzeit die Interessen der Versicherten. Sie setzen sich daf&amp;uuml;r ein, dass Gesundheit f&amp;uuml;r jeden bezahlbar bleibt und junge Menschen sp&amp;auml;ter eine gute Rente bekommen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Zwar sind die meisten Leistungen und ihre Finanzierung gesetzlich geregelt. Doch so mischen sich Gewerkschafter auch in die politische Debatte ein. Per Post w&amp;auml;hlen. Fast 50 Millionen Versicherte werden im Fr&amp;uuml;hjahr ihre Vertreter per Post w&amp;auml;hlen. Bei der Rentenversicherung Bund, sechs Krankenkassen und einer Unfallversicherung finden Ur-Wahlen statt. Hier w&amp;auml;hlen die Versicherten direkt. Bei allen anderen gibt es sogenannte Friedenswahlen. Dort gibt es nicht mehr Kandidaten als Sitze. Arbeitgeber- und Versichertenvertreter einigen sich, wie die Mandate verteilt werden.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Sperrzeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Sperrzeit?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei einer Sperrzeit zahlt die Arbeitsagentur eine Zeitlang kein Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II. Dabei wird die Auszahlung nicht um ein paar Monate verschoben, sondern es verringert sich die Gesamtzeit, in der Arbeitslosenunterst&amp;uuml;tzung gezahlt wird.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Standardisierung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Alle machen die gleichen Handgriffe, alle die gleichen Bewegungen: Arbeitsprozesse vereinheitlichen (standardisieren) ist ein wichtiges Element &lt;a&gt;ganzheitlicher Produktionssysteme&lt;/a&gt; (GPS).&lt;br&gt;Dadurch sollen die einzelnen Abl&amp;auml;ufe im Gesamtsystem optimal ineinandergreifen. Mit effizientem Menschen- und Materialeinsatz (wenig &amp;bdquo;Verschwendung&amp;ldquo;) werden beste Ergebnisse von gleichbleibender Qualit&amp;auml;t angestrebt &amp;ndash; v&amp;ouml;llig unabh&amp;auml;ngig davon, welches Individuum die Arbeit gerade ausf&amp;uuml;hrt. Die Standards gelten, bis der &lt;a&gt;kontinuierliche Verbesserungsprozess&lt;/a&gt; (Kaizen) &amp;Auml;nderungen nahelegt.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Studierendenprojekt</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;F&amp;uuml;r Gewerkschaften sind Besch&amp;auml;ftigte mit Hochschulabschluss oft nicht einfach zu erreichen. Wer seine Ausbildung an der Hochschule macht, erlebt Gewerkschaften oft erst mit dem Berufsstart. Mit ihrem Projekt geht die IG Metall daher an die Universit&amp;auml;ten, Fachhochschulen und an die Duale Hochschule Baden-W&amp;uuml;rttemberg. Sie ber&amp;auml;t und unterst&amp;uuml;tzt Akademikerinnen und Akademiker schon w&amp;auml;hrend ihrer Ausbildung und rund um Studium, BAf&amp;ouml;G oder Studentenjobs. Die Experten der IG Metall informieren Studentinnen und Studenten dar&amp;uuml;ber, mit wieviel Geld sie als Berufsstarter in tarifgebundenen Betrieben rechnen k&amp;ouml;nnen. Beispielsweise erkl&amp;auml;ren sie, was in einem Arbeitsvertrag stehen muss und wie viel man sp&amp;auml;ter verdienen kann. Sie beantworten Fragen wie: &amp;bdquo;Haben Praktikanten Anspruch auf Urlaub?&amp;ldquo; Und: Sie organisieren Betriebsbesichtigungen, bei denen Studierende m&amp;ouml;gliche Arbeitgeber kennenlernen k&amp;ouml;nnen. Dual Studierende erhalten zudem Tipps und Informationen zu ihren Rechten, Pflichten und der Arbeit von IG Metall und Betriebsrat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt ist der Anfang. Ziel ist, die Arbeit mit Studierenden in die Aufgaben der IG Metall aufzunehmen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Synchronisationsverbot</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das Synchronisationsverbot?&lt;/strong&gt;Das Synchronisationsverbot verhinderte, dass Leiharbeitsfirmen Besch&amp;auml;ftigte nur f&amp;uuml;r die Dauer eines akquirierten Einsatzes in einem Entleihbetrieb einstellten. Bereits im Jahr 1997 wurde das Synchronisationsverbot dahingehend gelockert, dass der Vertragsabschluss zwischen Leiharbeitnehmer/in und Leiharbeitsfirma mit dem Beginn der Verleihzeit an das Kundenunternehmen zusammenfallen kann.&lt;br&gt;Seit dem 1. Januar 2004 ist das Synchronisationsverbot vollst&amp;auml;ndig aufgehoben. Zwar muss die Leiharbeitsfirma die Befristungsregelungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes beachten. Aber selbst wenn die Leiharbeitsfirma unbefristete Arbeitsverh&amp;auml;ltnisse abschlie&amp;szlig;t, kann sie diese so k&amp;uuml;ndigen, dass Dauer des Arbeitsvertrages und der Einsatz im Entleihbetrieb synchron verlaufen. Damit wird das Besch&amp;auml;ftigungsrisiko nicht mehr von der Leiharbeitsfirma, sondern von den Leiharbeitnehmer/innen getragen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Tarifpolitik</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Tarifpolitik?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Tarifpolitik werden von Gewerkschaften und Arbeitgebern Tarifvertr&amp;auml;ge ausgehandelt, die die Arbeitsbedingungen f&amp;uuml;r die Besch&amp;auml;ftigten in den entsprechenden Tarifgebieten und Branchen regeln.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Tarifvertrag Beschäftigungssicherung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Schon seit 1994 bestehen f&amp;uuml;r die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie Tarifvertr&amp;auml;ge zur Besch&amp;auml;ftigungssicherung, kurz TV Besch. Sie wurden abgeschlossen f&amp;uuml;r den Fall, dass Betriebe nicht mehr genug Arbeit haben und Kurzarbeit nicht mehr m&amp;ouml;glich ist. Die TV Besch erm&amp;ouml;glichen es, &amp;uuml;ber freiwillige Betriebsvereinbarungen die Arbeitszeit vor&amp;uuml;bergehend zu senken, um Entlassungen zu vermeiden. &lt;br&gt;&lt;strong&gt;Absenken der Arbeitszeit&lt;/strong&gt; &lt;br&gt;So lange Arbeitnehmer k&amp;uuml;rzer arbeiten, sind sie vor K&amp;uuml;ndigungen gesch&amp;uuml;tzt. Die Arbeitszeit kann f&amp;uuml;r alle gesenkt werden oder nur f&amp;uuml;r einzelne Abteilungen oder Gruppen. Und zwar in ostdeutschen Metall- und Elektrobetrieben auf 32 bis 33 Stunden in der Woche, in den meisten westdeutschen auf 30, in Bayern und Niedersachsen auf 29 Stunden und in der Stahlindustrie auf 28 Stunden. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Arbeitet jemand zehn Prozent weniger, erh&amp;auml;lt er auch zehn Prozent weniger Entgelt. Auch die Sozialversicherungsbeitr&amp;auml;ge verringern sich entsprechend. Ein Teillohnausgleich ist derzeit nur in der Metall- und Elektroindustrie Baden-W&amp;uuml;rttembergs geregelt. Es kann aber betrieblich vereinbart werden, das Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf das Monatsentgelt umzulegen, um die monatlichen Abz&amp;uuml;ge gering zu halten. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kein Ersatz f&amp;uuml;r Kurzarbeit&lt;/strong&gt; &lt;br&gt;Anders als bei Kurzarbeit zahlen die Metall-Besch&amp;auml;ftigten Arbeitszeitverk&amp;uuml;rzungen nach dem TV Besch also allein. Darum sieht die IG Metall in ihnen keinen Ersatz f&amp;uuml;r Kurzarbeit. Der TV Besch soll nur dann zum Zuge kommen, wenn Kurzarbeit nicht (mehr) geht.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Tarifvertrag Qualifizierung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Nach den Tarifvertr&amp;auml;gen m&amp;uuml;ssen Arbeitgeber die Betriebsr&amp;auml;te einmal j&amp;auml;hrlich &amp;uuml;ber technische oder organisatorische Ver&amp;auml;nderungen informieren und die Auswirkungen, Qualifizierungsbedarfe und -ma&amp;szlig;nahmen f&amp;uuml;r die Besch&amp;auml;ftigten mit ihnen beraten. Ist nichts anderes vereinbart, muss der Arbeitgeber jedes Jahr mit jedem Besch&amp;auml;ftigten ein individuelles Qualifizierungsgespr&amp;auml;ch f&amp;uuml;hren. Den konkreten Bedarf legen beide gemeinsam fest. Der Arbeitnehmer kann selbst Vorschl&amp;auml;ge machen.Der Arbeitgeber muss dem Betriebsrat jedes Jahr berichten, wie er die Ma&amp;szlig;nahmen umgesetzt hat. Der Tarifvertrag sieht vor, dass &amp;Auml;ltere, An- und Ungelernte und Teilzeitbesch&amp;auml;ftigte besonders gef&amp;ouml;rdert werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Werde ich f&amp;uuml;r Qualifizierungsma&amp;szlig;nahmen freigestellt?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;F&amp;uuml;r Weiterbildung, die sein Wissen erhalten oder an ver&amp;auml;nderte Anforderungen anpassen soll,wird er von der Arbeit freigestellt. Der Arbeitgeber zahlt sein Entgelt weiter und &amp;uuml;bernimmt die Kosten. Dasselbe gilt f&amp;uuml;r Ma&amp;szlig;nahmen, die ihn f&amp;uuml;r neue Arbeiten qualifizieren, wenn bisherige wegfallen. Soll die Qualifizierung dem Besch&amp;auml;ftigtenhelfen, h&amp;ouml;herwertige Aufgaben &amp;uuml;bernehmen zu k&amp;ouml;nnen, wird er nur zumTeil daf&amp;uuml;r unter Fortzahlung der Verg&amp;uuml;tung freigestellt (in der Regel zu 50 Prozent).&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Taylorismus</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte der Amerikaner Taylor eine Arbeitsorganisation, bei der alle Abl&amp;auml;ufe nach wissenschaftlichen Kriterien vorgegeben werden.&lt;br&gt;Die Arbeit &amp;ndash; am Flie&amp;szlig;band &amp;ndash; wird in kleinste Einheiten zerst&amp;uuml;ckelt. Jeder macht immer den selben monotonen Handgriff. Wissen, Qualifikationen und F&amp;auml;higkeiten spielen keine Rolle mehr. Die Taktzeit wird stetig verk&amp;uuml;rzt. Das System treibt Arbeiter an die Grenzen der Ersch&amp;ouml;pfung.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Teilzeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Teilzeit?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Ein Arbeitnehmer arbeitet in Teilzeit, wenn er oder sie weniger als die betriebliche Regelarbeitszeit arbeitet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Welche Teilzeitmodelle gibt es?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Von zeitlich sehr geringen Besch&amp;auml;ftigungsverh&amp;auml;ltnissen (zum Beispiel 10 bis 15 Stunden pro Woche) &amp;uuml;ber die traditionelle Halbtagsarbeit bis zu vollzeitnahen Teilzeitvertr&amp;auml;gen (oberhalb von 30 Stunden) k&amp;ouml;nnen Besch&amp;auml;ftigte ihr Arbeitszeitmodell ausw&amp;auml;hlen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Toyota-Produktionssystem</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;a&gt;Ganzheitliche Produktionssysteme&lt;/a&gt; (GPS) orientieren sich in Deutschland fast durchweg am &amp;ndash; aus Japan stammenden &amp;ndash; Toyota-Produktionssystem. Seit Mitte der 90er Jahre breitet sich das Toyota-System aus. Nach der Autoindustrie hat es inzwischen auch die Zulieferer erfasst und andere Branchen wie Maschinenbau, kleinere Betriebe und nach der Produktion auch Verwaltungen.&lt;br&gt;Das Ziel ist eine m&amp;ouml;glichst &amp;bdquo;verschwendungsfreie&amp;ldquo; Produktion. Als verschwenderisch gelten Wartezeiten (etwa durch St&amp;ouml;rungen oder fehlendes Material), Lagerbest&amp;auml;nde, &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssige Bewegungen, Transporte und &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssige Arbeitsg&amp;auml;nge. Produziert wird &amp;bdquo;ziehend&amp;ldquo;, &amp;bdquo;im Kundentakt&amp;ldquo;: Die Besch&amp;auml;ftigten stellen nur das her, was der nachfolgende Arbeitsprozess an Vorprodukten braucht, die Endmontage liefert soviel, wie der Kunde in gleicher Zeit abnimmt. Das Material ist permanent in Bearbeitung. Das verringert Wartezeiten und Lagerhaltung. T&amp;auml;tigkeiten, die nicht wertsch&amp;ouml;pfend sind &amp;ndash; wie Gehwege und Transporte, werden systematisch verringert. Jede Verbesserung wird als neuer verbindlich einzuhaltender Standard festgeschrieben. Schnelles, flexibles Umr&amp;uuml;sten erm&amp;ouml;glicht kleine Mengen oder Einzelst&amp;uuml;ckfertigung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was bedeutet das f&amp;uuml;r die Arbeitnehmer?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;In der Reinform sieht das Toyota-System vor, dass die Besch&amp;auml;ftigten das Werkst&amp;uuml;ck von einem Arbeitsschritt zum n&amp;auml;chsten begleiten, also unterschiedliche Arbeiten beherrschen. Sie sind in die kontinuierlichen Verbesserungsprozesse einbezogen. In Deutschland wird Toyota aber oft mit &lt;a&gt;Taylorismus&lt;/a&gt; vermischt: Zerst&amp;uuml;ckeln der Arbeit inmonotone T&amp;auml;tigkeiten und st&amp;auml;ndig k&amp;uuml;rzere Taktzeiten. Folgen: Entwertung der Qualifikationen, Arbeitsverdichtung, Stress und Gesundheitsverschlei&amp;szlig;.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was kann der Betriebsrat tun?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Betriebsr&amp;auml;te k&amp;ouml;nnen die Einf&amp;uuml;hrung mitgestalten. Dabei sollten sie zuerst ein Leitbild f&amp;uuml;r die Arbeitsgestaltung entwickeln und sich &amp;uuml;ber Mindestbedingungen verst&amp;auml;ndigen. Lernf&amp;ouml;rderlichkeit und Alternsgerechtigkeit sind wichtige Aspekte. Die Chancen mitzugestalten sind am gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten, wenn es gelingt, Beteiligungsrechte in Betriebsvereinbarungen festzuhalten.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Transaktionssteuer</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Transaktionen auf den Finanzm&amp;auml;rkten sind komplex und sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite schieben H&amp;auml;ndler gro&amp;szlig;e Aktienberge und Devisen hin und her. Und auf der anderen Seite werden Finanzmarktprodukte wie beispielsweise Fonds, Zertifikate, Derivate oder Optionen verkauft und gekauft.&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was ist die Idee der Transaktionssteuer?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Auf die Finanzmarktgesch&amp;auml;fte k&amp;ouml;nnte man &amp;ndash; so wie bei Lebensmitteln oder Autos &amp;ndash; eine Umsatzsteuer erheben, die sogenannte Transaktionssteuer. Ihr Ziel: die Regulierung der Finanzm&amp;auml;rkte. Der Nebeneffekt: Der Staatshaushalt w&amp;uuml;rde zus&amp;auml;tzliche Einnahmen erhalten. Sch&amp;auml;tzungen rechnen bei einem Steuersatz von nur 0,05 Prozent mit Einnahmen von mehreren Milliarden Euro.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie k&amp;ouml;nnen M&amp;auml;rkte reguliert werden?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Wie aber k&amp;ouml;nnte diese Steuer gef&amp;auml;hrliche Spekulationen verhindern? Die Kosten je Transaktion w&amp;uuml;rden steigen.Und je h&amp;ouml;her die Kosten, desto geringer der Gewinn aus der jeweiligen Spekulation. Und desto weniger lohnt es sich, zu spekulieren. Die Bundesregierung steht der Transaktionssteuer widerspr&amp;uuml;chlich und konzeptionslos gegen&amp;uuml;ber: Im Fr&amp;uuml;hjahr war die Bundeskanzlerin f&amp;uuml;r eine Finanztransaktionssteuer. Dann hielt sie diese international nicht mehr f&amp;uuml;r durchsetzbar und betont dies auf dem Kongress des Deutschen Gewerkschaftsbunds Mitte Mai. Einen Tag sp&amp;auml;ter k&amp;uuml;ndigt sie einen nationalen Vorsto&amp;szlig; f&amp;uuml;r die Transaktionssteuer an. Dann erkl&amp;auml;rt kurze Zeit sp&amp;auml;ter der Koalitionspartner FDP, er sei dagegen. Bis heute gibt es keinen Beschluss der Regierung. Und damit wurden auch die Ursachen der Finanzkrise nicht behoben. Den Besch&amp;auml;ftigen wurde die Milliarden-Rechnung der Finanzkrise pr&amp;auml;sentiert. Die Verursacher haben jedoch bisher nichts beigetragen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Transfergesellschaft</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Transfergesellschaft?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Transfergesellschaften, auch Besch&amp;auml;ftigungsgesellschaften genannt, sind Unternehmen, die Menschen helfen, wieder einen Job zu finden. Das Angebot der Transfergesellschaft ist freiwillig und kann flexibel genutzt werden. Bewerbungstraining, Weiterbildungskurse und Unterst&amp;uuml;tzung bei der Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Jobs sind die Standardaufgaben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Mit wem schlie&amp;szlig;t der Arbeitnehmer den Vertrag?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Jobsuchenden schlie&amp;szlig;en einen Arbeitsvertrag mit der Transfergesellschaft. Je besser der Sozialplan ist, desto l&amp;auml;nger die Verweildauer (maximal ein Jahr). &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wer bezahlt den Arbeitnehmer in der Transfergesellschaft?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Bezahlt werden die Arbeitnehmer vom Arbeitsamt und &amp;ndash; je nach Sozialplan &amp;ndash; zus&amp;auml;tzlich vom Arbeitgeber.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Übernahme</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was hei&amp;szlig;t &amp;Uuml;bernahme?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&amp;Uuml;bernahme bedeutet, dass Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung von ihrem ausbildenden Betrieb oder Unternehmen &amp;uuml;bernommen werden, also weiterhin dort besch&amp;auml;ftigt sind. Die IG Metall hat mit vielen Unternehmen ausgehandelt, dass die Auszubildenden f&amp;uuml;r ein Jahr garantiert &amp;uuml;bernommen werden. IG Metall-Mitglieder haben Anspruch darauf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;Unbefristete &amp;Uuml;bernahme &lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die &amp;Uuml;bernahme nach der Ausbildung imBetrieb ist f&amp;uuml;r Azubis eine Existenzfrage. Wer nach der Ausbildung ohne Berufserfahrung gehen muss, hat schlechte Aussichten: Wenn &amp;uuml;berhaupt einen Job, dann meist befristet, in Leiharbeit und schlecht bezahlt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;In Deutschland wird nur die H&amp;auml;lfte der Azubis &amp;uuml;bernommen. 40 Prozent der unter 25-J&amp;auml;hrigen steigen &amp;uuml;ber Praktika, Leiharbeit oder Teilzeitjobs ins Berufsleben ein. Fast ein Drittel der unter 35-J&amp;auml;hrigen hatte noch nie einen festen Job. Eine Lebensplanung, mit Familie ist so nicht drin. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Sicher mit Tarif&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;In Betrieben mit IG Metall-Tarif jedoch ist die &amp;Uuml;bernahme meist geregelt, vor allem dort, wo die IG Metall mit vielen Mitgliedern stark ist: etwa in der Metall- und Elektroindustrie sowie in der Stahlindustrie. Selbst als durch die Wirtschaftskrise in vielen Betrieben die &amp;Uuml;bernahme wackelte, hat die IG Metall L&amp;ouml;sungen durchgesetzt, um die Azubis zu halten. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die IG Metall-Jugend hat mit ihrer &amp;bdquo;Operation &amp;Uuml;bernahme&amp;ldquo; und rund 300 Aktionen Wirbel gemacht. Das hat dazu beigetragen, dass in Deutschland nicht wie in anderen L&amp;auml;ndern 20 oder gar &amp;uuml;ber 40 Prozent der jungen Menschen arbeitslos sind, sondern &amp;bdquo;nur&amp;ldquo; 9,1 Prozent. Aber: Auch die IG Metall-Tarife sichern die &amp;Uuml;bernahme bisher nur befristet, f&amp;uuml;r zw&amp;ouml;lf Monate (Metall- und Elektroindustrie) bis maximal 24 Monate (Stahlindustrie). Mehr haben die Arbeitgeber bislang blockiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;Besser unbefristet &lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Jetzt will die IG Metall-Jugend mehr: die unbefristete &amp;Uuml;bernahme &amp;ndash; das zentrale Thema beim gro&amp;szlig;en Jugend-Aktionstag in K&amp;ouml;ln am 1. Oktober. Der IG Metall-Gewerkschaftstag hat sich nun dahinter gestellt: Die IG Metall will die unbefristete &amp;Uuml;bernahme in der Metall-Tarifrunde im Fr&amp;uuml;hjahr 2012 fordern. Auch im Interesse der Wirtschaft: Immer mehr Betriebe suchen Fachkr&amp;auml;fte. Im Osten und im Handwerk mangelt es bereits an Ausbildungsbewerbern.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>U-Linien-Montage</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Flie&amp;szlig;fertigung von Einzelst&amp;uuml;cken (&amp;bdquo;One-Piece-Flow&amp;ldquo;) in Einzel- oder Gruppenarbeit: Maschinen werden so aufgestellt, dass &amp;bdquo;Verschwendung&amp;ldquo; &amp;ndash; wie vermeidbare Bewegungen oder Handgriffe &amp;ndash; ausgeschaltet werden: Alle Arbeitsstationen werden auf einer &amp;uuml;berschaubaren, zusammenh&amp;auml;ngenden Fl&amp;auml;che u-f&amp;ouml;rmig, in der Reihenfolge der aufeinanderfolgenden Bearbeitungsschritte, angeordnet.&lt;br&gt;Ein Besch&amp;auml;ftigter bedient mehrere Maschinen (&amp;bdquo;ziehend&amp;ldquo;) und bewegt sich dabei im &amp;bdquo;Idealfall&amp;ldquo; die ganze Zeit auf der Stelle. Teile (wie Schrauben) muss er nicht selbst suchen und sortieren, sie werden satzweise pro St&amp;uuml;ck angeliefert.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Urlaubsanspruch</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wer hat Urlaubsanspruch?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Arbeiter und Angestellte sowie Auszubildende haben in jedem Kalenderjahr einen gerichtlich einklagbaren Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Dieser Urlaubsanspruch entsteht in jedem Jahr neu, unabh&amp;auml;ngig davon, ob und wieviel Urlaub der Arbeitnehmer im letzten Urlaubsjahr hatte. In Deutschland gibt es einen gesetzlichen Mindestanspruch von 24 Urlaubstagen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was bringt ein Tarifvertrag hier?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Zugunsten des Arbeitnehmers kann von den gesetzlichen Bestimmungen durch Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag abgewichen werden. Ist die Abweichung f&amp;uuml;r den Arbeitnehmer ung&amp;uuml;nstig, ist dies nur durch Tarifvertrag m&amp;ouml;glich.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kann ich Urlaub &amp;uuml;bertragen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der Urlaub mu&amp;szlig; grunds&amp;auml;tzlich im laufenden Kalenderjahr gew&amp;auml;hrt und genommen werden. Eine &amp;Uuml;bertragung des Urlaubs auf das n&amp;auml;chste Kalenderjahr ist nur m&amp;ouml;glich, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gr&amp;uuml;nde dies rechtfertigen. Im Fall der &amp;Uuml;bertragung mu&amp;szlig; der Urlaub in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahrs gew&amp;auml;hrt und genommen werden. Teilurlaub ist auf Verlangen des Arbeitnehmers auf das n&amp;auml;chste Kalenderjahr zu &amp;uuml;bertragen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Urlaub nehmen</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie nehme ich Urlaub?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Indem Sie ihn beim Arbeitgeber beantragen. Bei wem Sie ihn konkret beantragen m&amp;uuml;ssen, ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Muss ich den Urlaub schriftlich beantragen?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Sie sollten Ihren Urlaub immer schriftlich beantragen, um einen Nachweis zu haben. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kann meine Firma den Zeitpunkt meines Urlaubs festlegen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der Arbeitgeber legt den Zeitpunkt des Urlaubs fest. Er hat aber dabei Ihre W&amp;uuml;nsche zu ber&amp;uuml;cksichtigen und muss diesen grunds&amp;auml;tzlich nachkommen.&lt;br&gt;Ausnahme: Ihren W&amp;uuml;nschen stehen dringende betriebliche Gr&amp;uuml;nde entgegen, zum Beispiel ein zus&amp;auml;tzlicher, wichtiger Auftrag oder es sind zu viele Kollegen krank und Ihre Abteilung ist unterbesetzt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was passiert, wenn mehrere Kolleg/innen zur gleichen Zeit Urlaub nehmen m&amp;ouml;chten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Dann muss der Arbeitgeber nach sozialen Gesichtspunkten entscheiden, wessen Anspr&amp;uuml;che Vorrang haben. Zum Beispiel diejenigen von Mitarbeitern, die schulpflichtige Kinder haben und deshalb an die Ferienzeiten gebunden sind. Weitere Faktoren, die eine Rolle spielen k&amp;ouml;nnen: Alter, Dauer der Betriebszugeh&amp;ouml;rigkeit, famili&amp;auml;re Planungen etc.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was passiert, wenn mein Arbeitgeber meine Urlaubswunsch ablehnt?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Dann m&amp;uuml;ssen Sie erst mal bleiben. Sie d&amp;uuml;rfen den Urlaub nicht einfach antreten. Sie k&amp;ouml;nnen den Betriebsrat um Hilfe bitten oder schlimmstenfalls gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Sie k&amp;ouml;nnen in so genannten einstweiligen Verfahren eine schnelle Kl&amp;auml;rung herbeif&amp;uuml;hren, wenn der gew&amp;uuml;nschte Urlaubstermin kurz bevorsteht. &lt;br&gt;Sie d&amp;uuml;rfen aber nicht ohne Genehmigung in Urlaub gehen, sonst drohen Ihnen arbeitsrechtliche Konsequenzen wie zum Beispiel Abmahnung oder K&amp;uuml;ndigung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kann der Arbeitgeber eine Urlaubsgenehmigung widerrufen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Grunds&amp;auml;tzlich nicht. Der Arbeitgeber ist an seine Genehmigung gebunden. Wenn sie freiwillig auf den Urlaubstermin verzichten, sollten sie sich Stornogeb&amp;uuml;hren etc. ersetzen lassen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kann mich mein Chef aus dem Urlaub zur&amp;uuml;ckholen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Nein. Sie m&amp;uuml;ssen deshalb nicht einmal eine Urlaubsadresse beim Arbeitgeber hinterlassen. Das geht grunds&amp;auml;tzlich nur mit Ihrer Zustimmung. Wenn sie einverstanden sind, sollten Sie vereinbaren, dass Ihr Arbeitgeber die Kosten f&amp;uuml;r den abgebrochenen Urlaub &amp;uuml;bernimmt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kann ich Urlaub auf das n&amp;auml;chste Jahr &amp;uuml;bertragen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Ja, aber nur bis zum 31. M&amp;auml;rz des Folgejahres, wenn dringende betriebliche Gr&amp;uuml;nde oder personenbedingte Gr&amp;uuml;nde (Krankheit) vorliegen. Danach verf&amp;auml;llt der Anspruch, es sei denn, es gibt daf&amp;uuml;r eine anders lautende betriebliche oder tarifvertragliche Regelung.&lt;br&gt;Ausnahme: Nach Rechtsprechung des EuGH verf&amp;auml;llt der Urlaub nicht, sondern muss auf das gesamte n&amp;auml;chste Jahr &amp;uuml;bertragen werden, wenn der Arbeitnehmer bis einschlie&amp;szlig;lich 31. M&amp;auml;rz arbeitsunf&amp;auml;hig erkrankt war und den Urlaub aus diesem Grund nicht nehmen konnte. Dies gilt in jedem Fall f&amp;uuml;r den gesetzlichen Urlaubsanspruch.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Darf ich im Urlaub woanders arbeiten?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Nein, denn Sie sollen ja Ihre Arbeitskraft regenerieren. Ausnahme: Vom Arbeitgeber gestattete Nebent&amp;auml;tigkeiten. Oder so genannte Gef&amp;auml;lligkeitsarbeiten bei Freunden oder Verwandten. Die sind auch nicht genehmigungspflichtig.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Urlaubsgeld</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Urlaubsgeld?&lt;/strong&gt; Im Gegensatz zum gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Urlaub ist das zus&amp;auml;tzliche Urlaubsgeld eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Es ist f&amp;uuml;r die meisten Besch&amp;auml;ftigten in Tarifvertr&amp;auml;gen geregelt, seltener nur in Arbeitsvertr&amp;auml;gen. Tarifliches Urlaubsgeld kann nur per Sanierungs-Tarifvertrag ganz oder teilweise gestrichen werden. Das Unternehmen muss dann aber glaubhaft belegen, dass es wirtschaftliche Probleme hat und Gegenleistungen bieten, wie Verzicht auf betriebsbedingte K&amp;uuml;ndigungen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Vertrauensleute</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was sind Vertrauensleute?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Vertrauensleute sind neben dem Betriebsrat Ansprechpartner f&amp;uuml;r die Besch&amp;auml;ftigten im Betrieb. Vertrauensleute sind nicht gesetzlich institutionalisiert und haben trotzdem eine gro&amp;szlig;e Bedeutung: weil sie meist n&amp;auml;her dran sind an der t&amp;auml;glichen Arbeit der Besch&amp;auml;ftigten und damit auch an deren Sorgen und Anliegen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was machen Vertrauensleute?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Sie beraten IG Metall-Mitglieder, erl&amp;auml;utern Ziele und Aufgaben der IG Metall.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sie informieren die IG Metall-Mitglieder &amp;uuml;ber Gesetze, Tarifvertr&amp;auml;ge, Verordnungen und Vereinbarungen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sie vertreten gemeinsam mit den Mitgliedern deren Interessen am Arbeitsplatz und im Betrieb.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sie verteilen Informationsmaterial der Gewerkschaft und nutzen diese Gelegenheit zur Diskussion im Betrieb.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sie sind das Bindeglied zwischen Betriebsrat und Belegschaft.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Sie nehmen an gewerkschaftlichen Veranstaltungen teil und qualifizieren sich in Seminaren der IG Metall.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br&gt;Was ist der Vertrauensk&amp;ouml;rper?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Als Vertrauensk&amp;ouml;rper wird die Summe aller Ansprechpartner f&amp;uuml;r die Besch&amp;auml;ftigten im Betrieb bezeichnet. Dazu z&amp;auml;hlen Vertrauensleute, IG Metall-Betriebsr&amp;auml;te, Jugend- und Auszubildendenvertreter sowie die Vertrauensleute der Schwerbehinderten.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>VW-Gesetz</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist das VW-Gesetz?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das VW-Gesetz wurde 1960 erlassen, als der ehemalige Staatskonzern privatisiert wurde. Ziel war es, die Aktien breit zu streuen und den beherrschenden Einfluss wirtschaftlicher Machtgruppen zu verhindern.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Was bewirkt das VW-Gesetz?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Das VW-Gesetz begrenzt das Stimmrecht jedes Aktion&amp;auml;rs auf maximal 20 Prozent des Grundkapitals. Also auch wenn ein Aktion&amp;auml;r einen h&amp;ouml;heren Anteil erwerben w&amp;uuml;rde, bliebe sein Stimmrecht bei 20 Prozent. Das Land Niedersachsen h&amp;auml;lt etwa 20,2 Prozent der Stimmrechte und hat damit eine Sperrminorit&amp;auml;t, da in Aktion&amp;auml;rsversammlungen nur mit mindestens 80 Prozent Mehrheit beschlossen werden kann.&lt;br&gt;Das VW-Gesetz sichert dem Bund und dem Land Niedersachsen au&amp;szlig;erdem zu, dass sie je 2 Mitglieder in den Aufsichtsrat entsenden k&amp;ouml;nnen, sofern ihnen Aktien des Konzerns geh&amp;ouml;ren. Produktionsst&amp;auml;tten d&amp;uuml;rfen nur errichtet und Standorte nur verlegt werden, wenn der Aufsichtsrat mit Zweidrittel-Mehrheit zustimmt. Damit ist das Land in der Lage, mit den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat Standorte und Arbeitspl&amp;auml;tze in Deutschland zu sichern.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In den letzten Jahren verlangten EU und Kapitalvertreter die Abschaffung des VW-Gesetzes. Doch IG Metall, Betriebsrat und Belegschaft k&amp;auml;mpften, vor allem f&amp;uuml;r die erweiterte Mitbestimmung bei Standortfragen, die der Europ&amp;auml;ische Gerichtshof auch gar nicht moniert hatte. Ihr Argument: VW ist kein Konzern wie jeder andere. Die Nazis haben das Volkswagenwerk 1938 mit dem geraubten Verm&amp;ouml;gen der Gewerkschaften aufgebaut. Die Gewerkschaften stimmten daher 1959 der Privatisierung nur unter der Bedingung zu, dass Arbeitnehmer bei VW eine erweiterte Mitbestimmung haben. &lt;br&gt;Ein zentrales Ziel ist erreicht: Im Dezember 2008 beschloss der Bundestag eine fast unver&amp;auml;nderte Neufassung des Gesetzes, das nun sicherer gegen neue Angriffe aus EU und Wirtschaft ist.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Warnstreiks</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;K&amp;ouml;nnen sich IG Metall und Arbeitgeber nicht auf ein Tarifergebnis einigen, sind danach &lt;a&gt;Warnstreiks&lt;/a&gt; m&amp;ouml;glich. Nach Ende der &lt;a&gt;Friedenspflicht&lt;/a&gt; haben Besch&amp;auml;ftigte das Recht zu Warnstreiks, wenn die IG Metall dazu aufruft.&lt;br&gt;Mit dem Aufruf informiert die Gewerkschaft &amp;uuml;ber Uhrzeit, Dauer und Treffpunkt f&amp;uuml;r die Aktionen. Warnstreikaktionen dauern in der Regel nur wenige Stunden. Sie sind in einer Tarifrunde unerl&amp;auml;sslich und ein effektives Druckmittel, um gute Tarifstandards durchzusetzen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Warnstreiks sind durch die Verfassung als Grundrecht garantiert. Mit Warnstreiks bringen sich Metallerinnen und Metaller in die Tarifauseinandersetzung ein. Damit st&amp;auml;rken sie die Position der IG Metall und &amp;uuml;ben &amp;ouml;ffentlich Druck auf die Arbeitgeber aus. Je mehr Menschen daran teilnehmen und je kreativer ihre Aktionen sind, desto st&amp;auml;rker ist die Wirkung in der &amp;Ouml;ffentlichkeit und auf die Arbeitgeber. Fantasievolle Aktionen machen mehr Spa&amp;szlig; und motivieren mehr Menschen mitzumachen. Sie haben zudem den Nebeneffekt, dass sie solidarisierend wirken und sich Unschl&amp;uuml;ssige &amp;uuml;berlegen, der IG Metall doch beizutreten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Entleihbetriebe d&amp;uuml;rfen Besch&amp;auml;ftigte nicht zu Streikbrucharbeiten einsetzen. Dies ergibt sich schon aus den Tarifvertr&amp;auml;gen des DGB zur Leiharbeit. Leiharbeitnehmer haben au&amp;szlig;erdem ein Leistungsverweigerungsrecht und m&amp;uuml;ssen nicht als Streikbrecher t&amp;auml;tig werden (Paragraf 11 Absatz 5, Arbeitnehmer&amp;uuml;berlassungsgesetz). Die Verleiher m&amp;uuml;ssen Leiharbeitnehmer darauf hinweisen, dass sie ihre Arbeit verweigern d&amp;uuml;rfen. Die Arbeitnehmer m&amp;uuml;ssen jedoch auch ihre Verleiher informieren, wenn sie von ihrem Recht Gebrauch machen. Vor Ort k&amp;ouml;nnen Leiharbeitsbesch&amp;auml;ftigte sich grunds&amp;auml;tzlich auch an Aktionen der IG Metall beteiligen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Wegeunfall</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Wegeunfall?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Als Wegeunfall werden versicherte Unf&amp;auml;lle auf dem unmittelbaren Weg in der Regel zwischen Wohnung und Ort der versicherten T&amp;auml;tigkeit (meist Arbeitsst&amp;auml;tte, aber auch Schule, Kindergarten usw.) bezeichnet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wie verh&amp;auml;lt es sich mit dem Versicherungsschuzt?&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Der Wegeunfall ist ein Begriff aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Versicherungsschutz besteht gegebenenfalls beim zust&amp;auml;ndigen Unfallversicherungstr&amp;auml;ger beispielsweise einer Berufsgenossenschaft. Der Wegeunfall ist gem&amp;auml;&amp;szlig; &amp;sect; 8 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII versichert und ist dem Arbeitsunfall gleichgestellt. Entscheidend f&amp;uuml;r den Versicherungsschutz ist, dass der Verletzte den unmittelbaren Weg w&amp;auml;hlt. Unmittelbar bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Verletzte in seiner Entscheidung frei ist, ob er den zeitlich oder den geographisch k&amp;uuml;rzesten Weg w&amp;auml;hlt und mit welchem Verkehrsmittel (z.B. Bus, Bahn, Auto, Fahrrad) er diesen zur&amp;uuml;cklegt. Da von der Rechtsprechung anerkannt ist, dass der Verletzte die Wahl hatte, welchen Weg er w&amp;auml;hlt, ist es grunds&amp;auml;tzlich gleichg&amp;uuml;ltig, aus welchen Gr&amp;uuml;nden der Verletzte den Weg gew&amp;auml;hlt hat, auf dem er verunfallt ist. Es k&amp;ouml;nnen wirtschaftliche oder zeitliche Gr&amp;uuml;nde sein. Unversichert ist ein Weg vom oder zum Ort der versicherten T&amp;auml;tigkeit nur dann, wenn dessen Wahl nur mit eigenwirtschaftlichen &amp;ndash; also rein privaten &amp;ndash; Gr&amp;uuml;nden erkl&amp;auml;rt werden kann (z. B. um eine billige Tankstelle aufzusuchen).&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Weihnachtsgeld</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Weihnachtsgeld?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wer nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt, kann Anspruch auf Weihnachtsgeld haben. Das Weihnachtsgeld ist eine Sonderzahlung des Arbeitgebers, in der Regel ein j&amp;auml;hrlich gezahlter Einmalbetrag. Man bezeichnet solche Zahlungen unter anderem auch als 13. Gehalt, betriebliche Sonderzahlung oder Gratifikation. Wie man es auch nennen mag &amp;ndash; ein Geschenk ist es nicht. Das Weihnachtsgeld ist eine betriebliche Sonderzahlung, die der Arbeitnehmer einmal im Jahr zus&amp;auml;tzlich zu seiner normalen Verg&amp;uuml;tung bekommt. Manchmal ist es Teil eines &amp;bdquo;13.Monatsgehalts &amp;ldquo; (das nicht der H&amp;ouml;he des normalen Entgelts entsprechen muss), dessen anderer Teil als Urlaubsgeld ausgezahlt wird.&lt;br&gt;Es gibt keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld. Verlangt werden kann es nur, wenn ein entsprechender Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder eine arbeitsvertragliche Vereinbarung vorliegt. Au&amp;szlig;erdem kann sich der Anspruch aus &amp;bdquo;betrieblicher &amp;Uuml;bung&amp;ldquo; oder dem Gleichheitsgrundsatz herleiten. Weit verbreitet sind Mischformen: Ein Teil des Weihnachtsgelds ist tarifvertraglich abgesichert, ein weiterer kommt als zus&amp;auml;tzliche Leistung des Arbeitgebers dazu.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Weiterwirkende Verpflichtungen</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was sind weiterwirkende Verpflichtungen?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Auch wenn Ihr Arbeitsverh&amp;auml;ltnis ordnungsgem&amp;auml;&amp;szlig; beendet wurde, wirken trotzdem noch einige Verpflichtungen weiter. Dazu z&amp;auml;hlen insbesondere:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;die Geheimhaltungs- und Schweigepflicht.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Pflichten aus einem Wettbewerbsverbot.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Urlaub&lt;/strong&gt;: Urlaubstage, die Sie aus betrieblichen Gr&amp;uuml;nden oder wegen Krankheit nicht vor Ablauf Ihres Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses nehmen konnten, m&amp;uuml;ssen Ihnen ausbezahlt werden. Haben Sie dagegen mehr Urlaub gehabt als Ihnen zustand? Dann brauchen Sie das Urlaubsentgelt nicht zur&amp;uuml;ckzuzahlen. Sie m&amp;uuml;ssen aber das zu viel gezahlte Urlaubsgeld erstatten, wenn es der Arbeitgeber zur&amp;uuml;ckfordert oder verrechnet.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Werkvertrag</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&amp;bdquo;Arbeit &amp;ndash; sicher und fair&amp;ldquo; &amp;ndash; unter diesem Motto wendet sich die IG Metall gegen alle Formen ungesicherter Arbeit. Dazu geh&amp;ouml;ren auch Werkvertr&amp;auml;ge. Das sind Arbeiten, bei denen eine Fremdfirma von einem Betrieb den Auftrag &amp;uuml;bernimmt, ein bestimmtes &amp;bdquo;Werk&amp;ldquo; eigenst&amp;auml;ndig auszuf&amp;uuml;hren. Anders als bei Leiharbeit muss der Betriebsrat nicht zustimmen. Betriebe schlie&amp;szlig;en darum gerne Werkvertr&amp;auml;ge ab, um die Rechte des Betriebsrats zu umgehen.&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Scheinvertr&amp;auml;ge&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Der Betriebsrat kann nur dann gegen sie vorgehen, wenn es sich um Schein-Werkvertr&amp;auml;ge handelt. Indizien daf&amp;uuml;r sind zum Beispiel, dass die Arbeitnehmer nicht nur ein bestimmtes Werk erstellen, sondern in die normale Arbeit eingegliedert sind. Oder dass der Einsatzbetrieb Weisungen erteilt; denn anders als bei Leiharbeit &amp;uuml;bt bei Werkvertr&amp;auml;gen die Fremdfirma das Weisungsrecht aus.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Werkvertr&amp;auml;ge haben viele Nachteile. Zum Beispiel verlagern sie das Besch&amp;auml;ftigungsrisiko auf die Werkvertrags-Arbeitnehmer, bescheren ihnen eine unsichere Existenz. Ihnen stehen die tariflichen Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen nicht zu. Werkvertr&amp;auml;ge schw&amp;auml;chen die Stammbelegschaften. Und die Mitbestimmungsrechte der Betriebsr&amp;auml;te.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ohne Einflussm&amp;ouml;glichkeiten sind die Arbeitnehmervertreter allerdings nicht. Sie haben Informations- und Initiativrechte. Etwa das Recht nach &amp;sect; 80 Absatz 2 BetrVG, zu erfahren, ob, wo und welche Werkvertrags-Arbeitnehmer im Betrieb sind. Sie k&amp;ouml;nnen checken, wie deren Arbeits- und Entlohnungsbedingungen sind und k&amp;ouml;nnen Sprechstunden f&amp;uuml;r sie anbieten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sie k&amp;ouml;nnen eine Strategie entwickeln, welche Werkvertr&amp;auml;ge unter welchen Bedingungen zul&amp;auml;ssig sein sollen, das Thema im Betrieb diskutieren und eine Betriebsvereinbarung abschlie&amp;szlig;en.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Wirtschaftsdemokratie</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;Die marktradikale Kurs vieler Unternehmen hat die Orientierung am kurzfristigen Profit auf die Spitze getrieben. Die Besch&amp;auml;ftigten werden durch unrealistische Renditeerwartungen, Outsourcing und Verlagerungsdrohungen unter Druck gesetzt. Die Leistungsanforderungen werden bis zum Anschlag erh&amp;ouml;ht und immer mehr Menschen in unsicheren Arbeitspl&amp;auml;tzen besch&amp;auml;ftigt. Gewerkschaften und Betriebsr&amp;auml;te m&amp;uuml;ssen oft um die Zukunftsf&amp;auml;higkeit der Unternehmen k&amp;auml;mpfen. &lt;br&gt;&lt;strong&gt;Mehr mitbestimmen&lt;/strong&gt; &lt;br&gt;Um sich gegen eine derartig r&amp;uuml;cksichtslose Praxis wehren zu k&amp;ouml;nnen, muss die Mitbestimmung erweitert werden. Dabei geht es um mehr Einfluss auf die Investitionen der Unternehmen, denn sie entscheiden &amp;uuml;ber die zuk&amp;uuml;nftige wirtschaftliche Entwicklung. Die IG Metall tut dies bereits durch &amp;bdquo;Besser statt billiger&amp;ldquo;-Vereinbarungen. Das VW-Gesetz bindet Standortentscheidungen an die Zustimmung der Arbeitnehmer. Wirtschaftliche Beschl&amp;uuml;sse entscheiden &amp;uuml;ber das Lebensschicksal vieler Menschen. Sie d&amp;uuml;rfen nicht allein die SachewenigerManager und Kapitalbesitzer sein. Deswegen fordert die IG Metall mehr Demokratie in der Wirtschaft. Auch das Grundgesetz sieht eine Sozialbindung des Eigentums vor ( Artikel 14, Abs. 2). &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Aktienrecht &amp;auml;ndern&lt;/strong&gt; &lt;br&gt;Es gibt verschiedene Wege, Wirtschaftsdemokratie auszuweiten. Das kann zum Beispiel &amp;uuml;ber eine&amp;Auml;nderung des Aktienrechts geschehen, mit der die zustimmungspflichtigen Gesch&amp;auml;fte erweitertwerden. Wirtschaftsdemokratie muss au&amp;szlig;erdem auf verschiedenen Ebenen ansetzen: Von der Mitbestimmung am Arbeitsplatz &amp;uuml;ber das Unternehmen, die Branchen und Regionen, die nationale Ebene bis hin zu einer europ&amp;auml;ischen Wirtschaftsregierung und demokratisch bestimmten internationalen Institutionen, um die Finanzm&amp;auml;rkte st&amp;auml;rker zu kontrollieren.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Zeitarbeit</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist Zeitarbeit?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Mit dem Begriff Zeitarbeit wird die Besch&amp;auml;ftigungsform Leiharbeit (manchmal auch Arbeitnehmer&amp;uuml;berlassung oder Personalleasing) bezeichnet. Leiharbeit liegt immer dann vor, wenn ein Arbeitgeber (Verleiher) einen Besch&amp;auml;ftigten (Leiharbeitnehmer) einem Dritten (Entleiher) zur Erbringung einer Arbeitsleistung &amp;uuml;berl&amp;auml;sst.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Ist Zeitarbeit Leiharbeit?&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Ja. Der Begriff Zeitarbeit wird gerne von Arbeitgebern und ihren Verb&amp;auml;nden verwendet. H&amp;auml;ufig wird er mit &amp;bdquo;befristeter Besch&amp;auml;ftigung&amp;ldquo; verwechselt. Deshalb verwendet die IG Metall den Begriff Leiharbeit. Dies entspricht auch den gesetzlich definierten Begrifflichkeiten des A&amp;Uuml;G.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Zeugnis</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wann erhalte ich ein Zeugnis?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grunds&amp;auml;tzlich bei Beendigung eines Arbeitsverh&amp;auml;ltnisses. Auch wenn es sich um eine fristlose K&amp;uuml;ndigung handelt. Sie k&amp;ouml;nnen ein einfaches oder ein qualifiziertes Zeugnis verlangen. Im letzteren wird zus&amp;auml;tzlich Ihre F&amp;uuml;hrung und Leistung bewertet. Der Arbeitgeber muss Ihnen das Zeugnis rechtzeitig ausstellen, damit Sie es f&amp;uuml;r Bewerbungen nutzen k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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        <CONCEPT>Zielvereinbarung</CONCEPT>
        <DEFINITION>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist eine Zielvereinbarung?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit Zielvereinbarungen werden Leistungs-, Verhaltens- oder Projektziele festgelegt, die innerhalb einer zuvor bestimmten Frist erreicht werden sollen.&lt;/p&gt;</DEFINITION>
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