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Poka Yoke

Was ist Poka Yoke?
Poka Yoke hat, auch wenn es so klingt, nichts mit Spiel und Spaß zu tun (Poker und Jokus), sondern eher mit dem Gegenteil davon: Es steht – wie viele japanische Ausdrücke, die Eingang in die deutsche Sprache fanden – für Konzepte, Arbeit effektiver, schneller und kostengünstiger zu machen. Poka Yoke heißt auf Deutsch: dumme Fehler (Poka) vermeiden (yokeru).

Wo und wie wird Poka Yoke angewendet?
Es ist Teil des sogenannten Toyota-Produktionssystems, das in immer mehr Betrieben Einzug hält. Ziel von Toyota ist die „verschwendungsfreie“ Produktion. Als verschwenderisch gelten zum Beispiel Wartezeiten, etwa durch Störungen, vermeidbare Wege – oder Fehler. Ein „Faktor“, der den reibungslosen Fluss durch Fehler stören kann, ist der Mensch. Da setzt Poka Yoke an: Das Konzept besteht darin, Arbeitsschritte, Werkzeuge und Maschinen so zu gestalten, dass der Mensch nicht mehr viele Spielräume hat und nicht mehr darüber nachdenken muss, was er tut. Er wird durch die Vorgabengezwungen, bestimmte Handgriffe zu tun. So sollen Fehler ausgeschaltet werden. So wie beim Tankdeckel, den niemand mehr auf der Zapfsäule liegen lassen kann, seit er am Auto festhängt.

Welche Probleme können dabei auftreten?
Jürgen Klippert, Wissenschaftler der Uni Kassel, sieht Gefahren:Der einzelne Mensch verliert Handlungsspielräume. Seine Motivation leidet. Seine Qualifikation ist bald nichts mehr wert. Und wenn seine Tätigkeit schlechter bewertet wird, kann sich das auch aufs Entgelt auswirken.

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