Ein Ergänzungstarifvertrag ist ein zusätzlicher Tarifvertrag zum Flächentarifvertrag mit (verbandsangehörigen) Unternehmen . Er enthält unternehmensspezifische Regelungen (zum Beispiel zur Arbeitszeit, Qualifizierung, Entgeltgrundsätzen, Beschäftigungssicherung). Innergewerkschaftlich wird der Begriff „Ergänzungstarifvertrag“ zum Teil fälschlich für Sondertarifverträge benutzt.
Beispiele
Rahmentarifvertrag IG Metall Bezirksleitung Küste ./. Fa. Sauer-Danfoss vom 21.08.1998/13.12.2001 (Arbeitszeit-Dauer, flexible Arbeitszeitregelung)
Tarifvertrag IG Metall Bezirksleitung Küste ./. Fa. Dagma, Lübeck, vom 09.06.2001 (Betriebsstilllegung, Qualifizierungsgesellschaft, Sozialplan)
Ergänzungstarifvertrag für Beschäftigte von debis-Unternehmen vom 09.09.1999
Zum Nachlesen
IG Metall Küste, Qualifizieren statt entlassen, Hamburg 1998
Oberberg/Schoof, AiB 2002, Seite 169 ff.
Rübke, Der betriebliche Ergänzungstarifvertrag (Sinitec), Frankfurt 1999
Teichmüller/Schulz, in: Wagner, Interventionen wider den Zeitgeist, 2001, Seite 194 ff.
Wendeling-Schröder, NZA 1998, Seite 624 ff.
WSI, Tarifhandbuch 2003, Seite 274
Zabel, AiB 1998, Seite 615 ff.
a.A. Buchner, DB Beilage zu Heft 9/2001; Lieb, DB 1999, Seite 2058 ff.
Arbeitsgericht Lübeck vom 29.05.2001 – 6 Ga 21/01 – AiB 2002, Seite 122
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein vom 27.03.2003 – 5 Sa 137/03 -