Arbeitsrechtslexikon
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BefristungWas ist eine Befristung? | |
BerufsschuleWas ist eine Berufsschule?
Wenn die Berufsschule Mängel aufweist, können sich Auszubildende an ihre IG Metall vor Ort wenden. Dort erhalten sie Rat.
Im Gegensatz zu früher wird nur noch ein Berufsschultag pro Woche auf die Arbeitszeit voll angerechnet. Deshalb versuchen Unternehmer oftmals auf die Schulen Einfluss zu nehmen. Würde beispielsweise bei einem 12-stündigen Unterricht pro Woche derart verfahren werden, dass am ersten Tag 8 Stunden und am zweiten Tag 4 Stunden Unterricht stattfinden, könnte der Unternehmer den Jugendlichen am zweiten Berufsschultag noch nachmittags im Betrieb beschäftigen. Bei einem 6-stündigen Unterricht wäre dies im Hinblick auf Pausen, Wegezeiten etc. kaum noch möglich. | |
BerufsunfähigkeitBerufsunfähig ist, wer durch Krankheit, Unfall oder Invalidität in der Ausübung seines gelernten Berufs dauernd beeinträchtigt ist und dieses ärztlich bestätigt bekommt. Mit Inkrafttreten der Rentenreform von 2001 wurde die gesetzliche Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversorgung stark eingeschränkt. Berufsunfähigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es nur noch für Versicherte, die vor dem 02.01.1961 geboren sind. Sie genießen weiterhin Berufsschutz und können nicht auf jede andere Tätigkeit verwiesen werden. Gegebenenfalls erhalten sie eine halbe Erwerbsminderungsrente auch dann, wenn sie in ihrem bisherigen oder einem zumutbaren anderen Beruf nicht mehr sechs Stunden täglich arbeiten können. Bei voller Erwerbsminderung kann ein Anspruch auf die volle, bei teilweiser Erwerbsminderung auf die halbe Erwerbsminderungsrente vorliegen. Über die Höhe einer möglichen Erwerbsminderungsrente informiert die Rentenversicherung in der jährlichen Renteninformation. | |
BeschäftigtendatenschutzEs gibt zahlreiche technische Möglichkeiten zur Überwachung, auch für Arbeitgeber. Sie können die Beschäftigten durch Videoaufzeichnung kontrollieren, ihre Handy-, E-Mail- und Internetnutzung überwachen und nicht zuletzt die Aktivitäten ihrer Mitarbeiter in den sozialen Medien analysieren. Nach Skandalen über die Bespitzelung von Arbeitnehmern, etwa bei Lidl, Bahn und Telekom sollte ein Beschäftigtendatenschutzgesetz die Rechte der Arbeitnehmer sichern. Leider ging der Gesetzentwurf, den die damaligen schwarz-gelb Koalition Anfang 2010 vorlegte, genau in die falsche Richtung. Arbeitnehmerüberwachung wäre durch dieses Gesetz in weiten Teilen legalisiert und nicht verboten worden. Weil diese Pläne zum Arbeitnehmrdatenschutz heftige Widerstände, auch der Gewerkschaften, ausgelöst hatte, stoppte die Regierung im Februar 2013 das Vorhaben vorläufig. | |
BeschäftigungssicherungWas versteht man unter Beschäftigungssicherung? | |
BetriebsratWas ist ein Betriebsrat?
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Betriebsrat und WarnstreiksNach Ende der Friedenspflicht sind Warnstreiks möglich. Betriebsratsmitglieder müssen aufpassen: Laut §74 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz darf der Betriebsrat als Institution keine Arbeitskampfmaßnahmen betreiben. Aber: Ein IG Metall-Mitglied darf das. Mitglieder des Betriebsrates müssen daher bewusst und strikt zwischen ihrer Betriebsratsfunktion und ihrer Eigenschaft als IG Metall-Mitglied trennen. Dann können sie rechtssicher Warnstreikaufrufe der IG Metall umsetzen, Aktionen leiten und aktiv mitkämpfen.
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BetriebsratswahlEin Betriebsrat ist in allen Betrieben ab fünf wahlberechtigten Beschäftigten wählbar. Betriebsratswahlen finden regelmäßig alle vier Jahre statt. Betriebe, die noch keinen Betriebsrat haben, können jederzeit erstmals wählen. | |
BetriebsrätegesetzWas ist das Betriebsrätegesetz?Am 4. Februar 1920 wurde erstmals eine gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmer rechtlich verankert. Das Betriebsrätegesetz forderte für Betriebe mit mehr als zwanzig Beschäftigten einen Betriebsrat. Die Arbeit des Betriebsrats beschränkte sich jedoch auf soziale und beratende Funktionen, eine Mitbestimmung in wirtschaftlichen Angelegenheiten sah das Gesetz nicht vor. | |